© Philippe Huguen/AFP/Getty Images

Rente: Wie sicher ist unsere Altersvorsorge?

Gerd Bucerius zu Fragen der Zeit: Kollektiver Unsinn

Als Heinz Dürr am 10. August aufgab und beim Amtsgericht in Frankfurt für die AEG einen Vergleichsantrag stellte, haben die Pensionäre gezittert – die kleinen jedenfalls, denn die großen wußten natürlich, daß ihre Pensionen durch ein Gesetz (vom 19.

Fernseh-Zeit: Gehälter zum Träumen

In der vergangenen Woche stellte Telebiss einen winzigen Ausschnitt aus dem Rügen-Werk des Bremer Rechnungshofs vor. Es ging um das Finanzgebaren im Sender Bremen, speziell um Ausgaben, die der Intendanz anzulasten sind.

Manager und Märkte

Weil bei der Deutschen Shell strenge Sitten herrschen, hatte Hans-Georg Pohl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des zweitgrößten deutschen Ölkonzerns, in dieser Woche zwei Gründe zum Feiern.

Rentenversicherung: Ungereimtes in der Truppe

Verteidigungsminister Hans Apel beklagt schon heute den künftigen Nachwuchsmangel für seine Truppe. Wenn der Pillenknick nämlich erst einmal richtig Wirkung zeigt, dann wird der Minister seine liebe Not haben, die Truppe auf die vorgeschriebene Anzahl von Wehrpflichtigen – rund 225 000 – aufzufüllen.

Zeitlese

Der bayerische Ministerpräsident Strauß hat den zu ihrer Jahrestagung in Lindau versammelten Nobelpr

Geld allein macht nicht glücklich

Ein hohes Gehalt motiviert nicht immer in gewünschter Weise. Wenn das Einkommen aber zu niedrig ausfällt, ist die Motivation mit Sicherheit dahin.

Ben Witters Briefe aus der Schublade: Bei uns im „Amalien-Hospiz“...

Ich bin 81 Jahre alt, aber der Pfleger Herr Gutsche sagt: „Ein Greis sind Sie noch lange nicht, Sie nicht, Herr Brunhöber.“ Er ist Wehrdienstverweigerer und sieht hier bei uns im „Amalien-Hospiz“, dem städtischen Alters- und Pflegeheim, die Dinge vor allen anderen Dingen hauptsächlich politisch.

Abschied vorn Arbeitsleben: Nicht mit dem Fallbeil

Eine Werkstatt wie diese gibt es in der Bundesrepublik nicht noch einmal – und vielleicht sollte es nach Ansicht vieler Arbeitsmarktpolitiker nicht einmal diese geben, da sie so gar nicht in die heutige politische Landschaft zu passen scheint.

Rentnerkommune: Was die Jungen können, können die Alten erst recht

In meiner Wohngemeinschaft kann jeder tun und lassen, was er will. Wenn er mal mit einem Schwips nach Hause kommt, dann müssen ihm eben die anderen helfen; oder wenn er mal krank ist, Rückenschmerzen hat oder ihm die Nieren weh tun, dann ist es eben das kollegiale Helfen, das man erwarten kann.

Recht im Alltag: Wer muß wann streuen?

An einem kalten Wintermorgen um 7.30 Uhr ging die 67jährige Frau H. aus dem Haus, um ihren Hund „Gassi“ zu führen. Auf der vereisten Steintreppe zum Vorgarten, rutschte sie aus, fiel hin und verletzte sich schwer.

Öffentlicher Dienst: Jeden Monat fehlen 20 Millionen

Mitten in die Vorbereitungen für die Lohnrunde 1977 des öffentlichen Dienstes platzte die Nachricht, daß die Versorgungsanstalt des Bundes, der Länder und eines Teils der Gemeinden (VBL) in Finanznot zu geraten droht.

Im Alter wird’s erst schön

In Schweden fragt man nicht, wie alt man ist, sondern wie alt man ist. Die Devise der schwedischen Altersfürsorge, die vor eben dreißig Jahren mit der Einführung der sogenannten staatlichen Volkspension für alle ohne Unterschied des Standes oder des Vermögens begann, ist heute: „Das Leben beginnt mit 65“.

150 Mark für eine Mutter

Als der kleine Michael P. seine Mutter durch einen Verkehrsunfall verlor, war er gerade fünf Jahre alt. Er hatte zwar noch seinen Vater, einen Kraftfahrer, aber niemanden mehr, der ihn versorgte, umhegte und bemutterte.

Rente trotz Pleite

gesamt gingen bis heute knapp hundert Millionen Mark auf den PSV-Konten ein. Die Spitzensumme von rund vier Millionen Mark zahlte Deutschlands größter privater Arbeitgeber, nämlich der Münchner Elektrokonzern Siemens.

Die unsichere Alterssicherung

Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl zerbröckelt die letzte große Illusion unserer Gesellschaftspolitik: die materielle Sicherung der Bürger im Alter.

Rentner und Traber

Beim Trabrennen sieht man sie jedesmal, aber nur Otto K., 67 Jahre, läßt sich seine Anzüge noch machen. Er hat jetzt die Wirtschafterin in seinem Puff geheiratet, bevor sie ihn bestiehlt; den Puff erbte er von Lucy, mit der er vierzehn Jahre zusammen war.

Chancen für Frauen und Akademiker

Ein 60jähriger Tierarzt, der niemals rentenversichert war, erfuhr, daß er mit 60 Monatspflichtbeiträgen in einer Höhe von insgesamt 31 000 Mark eine Rente erkaufen konnte, die nach dem heutigen Stand 716 Mark beträgt und einer Kapitalverzinsung von mehr als 277 Prozent entspricht.

Fernsehen: Die große Masche

Sie bekommen kein Nadelgeld, liebe gnädige Frau? Du, Primaner, suchst einen Job? Ihre Rente, mein Freund, ist zu knapp? Sie sind nicht ausgelastet, Herr Oberinspektor? Keine Sorge, man wird Ihnen helfen.

Konsum: Angst vorm Dickwerden

Erster Besucher des Tages: ein Angehöriger einer Wohnkommune, die aus 25 Menschen besteht. „Wie muß unser Tagesplan aussehen? Wieviel Kalorien benötigen wir?“ Die nächsten, die um Rat fragen: ein älteres Ehepaar, das Angst vorm Dickwerden hat und nun wissen will, wie man am besten die Rente einteilt.

Rentenalternativen: Wer rechnet besser?

Zum erstenmal gibt es für die Weiterentwicklung der Rentenversicherung „echte“ Alternativen, sagen Fachleute. Der Entwurf von Bundesarbeitsminister Arendt, der Ende September oder Anfang Oktober vom Kabinett beschlossen werden soll, und die Vorschläge seines CDU-Opponenten und Amtsvorgängers Hans Katzer unterscheiden sich in einem gewichtigen Punkt in der Sache – und in den Kosten.