: Rheinstahl

Börsenreport: Die Baisse wurde eingeläutet

An den Aktienmärkten schmelzen die seit Jahresbeginn entstandenen Kursgewinne. Fonds, Berufshändler und auch die private Bankenkundschaft versuchen zu retten, was noch zu retten ist.

BONNER KULISSE

Die Kartellnovelle kommt bald, das ist inzwischen gewiß. Die abschließenden Koalitionsgespräche über die Details sind im Gang, beide Fraktionen sind sich über die Dringlichkeit einig.

Stahlindustrie: K. u. K. an der Ruhr?

Unternehmens-Zusammenschlüsse und Kooperationen sind vorwiegend Kinder der Not. Wirtschaftliche Krisensituationen lassen Unternehmen zusammenrücken, vor der drohenden Pleite tritt das Streben nach Selbständigkeit und Unabhängigkeit zurück.

Bonner Kulisse

Philipp von Bismarck, CDU-MdB und Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates, begründete noch einmal in aller Deutlichkeit die Attacke des CDU-Wirtschaftsrats gegen den BDI-Präsidenten und Thyssen-Chef Hans-Günther Sohl wegen des Zusammenschlusses von Thyssen und Rheinstahl.

Mit Brandt leben

In seiner Haushaltsrede streckte Bundesfinanzminister Helmut Schmidt am letzten Mittwoch den Unternehmern die Hand entgegen: "Die Bundesregierung ist zur Zusammenarbeit bereit.

Kreditgewerbe: Wie schuldig sind die Banken?

Eine von Bundesregierung und Bundesbank nicht gewünschte Kreditausweitung und spektakuläre Unternehmensfusion haben den Unwillen von Bundesfinanzminister Schmidt erregt.

Kursbarometer: Chemie-Aktien im Abseits

Unsere Tabelle bringt erstmals Gewinnschätzungen für das Jahr 1973. Sie werden sicherlich im Laufe der Zeit noch mehrmals korrigiert werden müssen.

Rheinstahl: Front gegen Sohl

Kurt Fiebich läßt sich die Sache etwas kosten. Der inzwischen von Dortmund in den Düsseldorfer Nobelstadtteil Oberkassel übergesiedelte Berufsaktionär forderte die Aktionäre der Rheinstahl AG in einer viertelseitigen Anzeige im "Handelsblatt" auf, das Umtauschangebot der August Thyssen-Hütte (ATH) nicht zu akzeptieren.

Gespräche am Bankschalter: Rheinstahl-Aktionäre in der Zwickmühle

Die Wahl wird den Rheinstahl-Aktionären nicht leichtgemacht. Einerseits tragen die von Thyssen-Chef Hans-Günter Sohl zu seinem Angebot gemachten Erklärungen zur Verunsicherung der Aktionäre bei, andererseits melden sich private Gruppen zu Wort, die vor der Annahme des Angebots warnen, weil sie der Meinung sind, daß der Preis von 125 Mark viel zu niedrig ist.

Börsen-Report: Wohin mit den Kursgewinnen?

Der deutsche Aktienmarkt hat die "Schicksalsschläge" dieses Jahres mit erstaunlicher Gelassenheit hingenommen. Selbst die jüngste Dollarschwäche, von vielen als Vorbote einer neuen internationalen Währungskrise angesehen, führte zu keiner nennenswerten Kursschwäche.

Sohls letzter Schlag

Mit dem Aufkauf von Rheinstahl wird die Thyssenhütte zum zweitgrößten deutschen Konzern

Abschied mit Theaterdonner

Die Sprachregelung funktionierte perfekt, verräterisch perfekt. Allzu auffällig gaben drei große Zeitungen etwas als Bonner Fundsache aus, was ihnen in Wahrheit in Düsseldorf diskret "gesteckt" worden war: ein Brief von Thyssen-Generaldirektor Hans-Günther Sohl an Finanzminister Helmut Schmidt und Wirtschaftsminister Hans Friderichs.

Stahlindustrie: Korf statt Koks

Über ein Jahrzehnt lang belächelten die Bosse an der Ruhr den Baden-Badener Stahlneuling Willy Korf samt seiner Mini-Stahlwerke.

Rheinstahl- Werft: Die Odyssee des PC 2

Die Spekulation des Reeders wider Willen scheint aufzugehen: Rainer Wollmann, Chef der Rheinstahl Nordseewerke in Emden, zahlte Anfang dieses Jahres 18 Millionen Mark an Oetkers Hamburg-Süd-Reederei, um drei Schiffe nicht abliefern zu müssen.

Umgehung

Der Wahlkampf geht seinem Höhepunkt entgegen. Häufiger als früher treten die Politiker diesmal vor die Belegschaften großer Industrieunternehmen.