: Richard Schmid

Richard Schmid gestorben

Richard Schmid, der einstige Generalstaatsanwalt und Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart, ist im Alter von nahezu 86 Jahren gestorben.

Frei sollen nicht Verträge, sondern die Menschen sein

Auch hierzulande wirft sich zwar das Interesse des großen Publikums gern auf gerichtliche Dinge, aber auf sensationelle Strafprozesse, Beleidigungsprozesse zwischen Prominenten, Justizirrtümer oder dergleichen.

Manès Sperbers Essays: Ein Eckart der Linken

Manès Sperber, der getreue Eckart der Linken, ihr Warner vor Hinterhalten und Irrwegen, hat seine seit den fünfziger Jahren erschienenen politischen Essays in einen einzigen dicken Band zusammengefaßt.

Dissidenten: Ein Buch wie eine Eruption

Ein Sonderfall von Dissidenz, einer, der zuerst gar keiner sein wollte, ist Alexander Sinowjew, geboren 1922, früher Professor der Logik in Moskau, Mitglied der KPSU von 1953 bis 1976, nach jahrelangen Schwierigkeiten mit dem Regime in die Bundesrepublik ausgereist und seit 1978 in München lebend und eifrig publizierend.

Kriegsgefangene: Hinter Stacheldraht

Nach dem hinter uns liegenden Sommer muß uns alles willkommen sein, was der nach dem letzten Krieg geborenen Generation nicht nur Meinungen, sondern Fakten über diesen Krieg vermittelt; je anschaulicher, konkreter, lebendiger, um so besser.

Eine Schule der Freiheit

Nach dem Tod Hitlers und dem Zusammenbruch im Frühjahr 1945 schien es, zur Verwunderung vieler fremder Beobachter, keine Nationalsozialisten in Deutschland zu geben.

Die feindlichen Fremden

Nachdem wir unser Grundgesetz und seine Grundrechte in diesem Jahr so abstrakt gefeiert und gepriesen haben, bietet, sich an Hand von zwei Büchern über die Zigeuner eine gute Gelegenheit zur konkreten Probe.

Justizkritik: Der Richter als Angeklagter

Welcher Feuilletonist oder Schriftsteller hätte nicht schon einmal Lust verspürt, seine Feder an Gesetz und Recht zu weisen, an einem politisch einäugigen Richter, einem naßforschen Staatsanwalt oder einem verknöcherten Winkeladvokaten.

Wird Bonn doch Weimar?

In den menschlichen Angelegenheiten – in Familie, Firma, Verein – beachtet man die Viertel- und die Halbjahrhunderte kaum: drei Jahrzehnte.

Justiz in Weimar: Diener des Rechts

Von allen bedeutenden deutschen Juristen dieses Jahrhunderts hat bisher am besten einer der Zeit und dem Urteil der Zeitgenossen standgehalten, der gar kein Jurist war: Gustav Radbruch.

Texte zur politischen Justiz: Zu leicht gemacht

macht sich’s damit zu leicht. Es ist zeitgeschichtlich gemeint, enthält aber zu einem guten Teil recht subjektive Schilderungen aus Haft und Verfolgung, etwa von drei Dichtern, Ernst Toller, Luise Rinser, Peter Paul Zahl.

Als Judenkind in Deutschland

Der Titel, der gleich den zeitgeschichtlichen Kern der Sache trifft, bedarf wohl einer Erläuterung für Leser, die unser Drittes Reich nicht erlebt haben.

Die Explosion der Revolution

Ein Schriftsteller ist nach Thomas Mann einer, dem das Schreiben schwerfällt. Das muß erst recht vom Geschichtsschreiber gelten, und gar von einem, der die Geschichte einer großen Epoche und eines ganzen Weltteils in einem Bande schreibt.

Auf Distanz zu allen Moden

Einem Menschen nachzusagen, er habe Sinn für Qualität, scheint ein recht vages Lob. Doch gibt es Funktionen, bei denen der Sinn für Qualität die wichtigste Qualität ist, was in diesem Falle nur "Eigenschaft" bedeutet.

Menschen als Mittel

Der Frankfurter Arbeitsrichter Jürgen Schuldt hat gute Chancen, in die Geschichte der Rechtsprechung einzugehen. Schließlich hat er den Anstoß dazu gegeben, daß sich die höchsten deutschen Gerichte wieder damit beschäftigen müssen, ob es rechtens ist, daß die Arbeitgeber die Tore ihrer Unternehmen schließen und die Arbeitnehmer aussperren.

Justiz: Richterspruch per Rundfunk

Befangen zu sein, ist eine sehr menschliche Eigenschaft. Man fühlt sich einer Sache sicher, ihr zugeneigt oder abgeneigt, noch ehe man sie richtig geprüft hat; ein jeder unterliegt dieser Versuchung.

Der große Mann der Sozialisten

In der Gestalt des französischen Sozialistenführers Léon Blum (1872–1950) konzentriert sich wie in einem Brennpunkt ein wichtiges Stück der französischen Geschichte der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts.