: Ringo Starr

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Beatles : Ein Vertrag für "Schallaufnahmen"

Der erste von den Beatles unterschriebene Plattenvertrag ist in New York versteigert worden. Er stammte aus Hamburg – mit dem legendären Orchesterchef Bert Kaempfert.

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Beatlemania: Kollektive Verzückung

Vor 50 Jahren befanden sich die Beatles auf dem Zenit ihrer Karriere. Ihr Film "A Hard Day's Night" schrieb Geschichte. Magnum-Fotos dokumentieren die Dreharbeiten.

N A C H R U F : Der Schattenmann

Zum Tod von George Harrison, "der stille Beatle", der auch der Beatle war, der sich am entschiedensten für ein Leben nach der Legende einsetzte. Der die Sechziger als fortwährenden Albtraum beschrieb und eine Wiedervereinigung kategorisch ausschloss

Dürftiges kommerziell vermarktet

Die Konsequenz, mit der sich die Ex-Beatles auf dem Weg zur musikalischen Bedeutungslosigkeit marktkonform verhalten, indem sie die Erwartungen ihrer Millionen von Anhängern mit Eigenplagiaten frustrieren und – pardon – Schlager für Jukebox und Kino produzieren, ist deprimierend.

Als die Dorfmusik passé war

Eigentlich hatten die Beatles ein neuerliches Gastspiel im Top-Ten-Club an der Hamburger Reeperbahn (Honorar 1961: zweihundert Mark pro Mann und Woche) abgeschlossen.

FILMTIPS

Im Fernsehen: „Rattennest“ (USA 1955), von Robert Aldrich (West III 23. Juni). „Red River“ (USA 1948), von Howard Hawks (Südwest III 24.

Namen der Woche

Die „Beatles“ (John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr) wurden für „bedeutende Verdienste“ (115 Millionen verkaufte Schallplatten, 100 Millionen Mark Devisen) an Großbritannien von der Königin mit der niedrigsten Klasse des „Ordens vom britischen Imperium“ ausgezeichnet.

Filmtips

„Caveman – Der aus der Höhle kam“ von Carl Gottlieb tut so, als tue er so, eine lustige Geschichte übers Leben in der lustigen Urzeit zu erzählen.

„Let It Be” – der letzte Beatles-Film: Ungewollt ein Schwanengesang

Am Anfang denkt man, das könnte ein schöner Film werden. Grobkörnige Bilder, von sechzehn auf fünfunddreißig Millimeter umkopiert, blasse Jugendstilfarben an den Wänden im Hintergrund des Studios, grün, violett; gelb, rot; dazu ein paar kräftigere Farbakzente durch die Kleidung der vier Beatles an ihren Instrumenten.

J. M-M:: Orden für die Beatles

Als die Briten vernehmen mußten, daß ihre Königin auf Vorschlag des kühnen Premierministers Wilson den Beatles – ausgerechnet diesen „Pilzköppen“ – den „Most Exzellent Order of the British Empire verliehen habe, brach Seelen-Wallung aus.

Vokabeln der 60er Jahre

Basisgruppen: Nach dem Schahbesuch 1967 an den Universitäten gebildet. Versuch, die „studentische Massenbasis“ durch thematische Schwerpunktbildung (zum Beispiel Kritische Universität) zu „politisieren“ und statt der traditionellen Selbstverwaltungsorgane (AStA, Studentenparlament) Aktionszentren aufzubauen.

Die neue Schallplatte

Nachdem er es fertigbrachte, die vier Beatles wieder auf einer Platte zu vereinen, bezeichnete Ringo Starr diese LP paradoxerweise als sein erstes „wirkliches“ Soloalbum.

Der multimediale Overkill

Vor einigen Wochen zeigte die ARD Martin Scorseses Film „The Last Waltz“, eine Dokumentation des legendären Abschiedskonzertes, das „The Band“ am Erntedanktag 1976 im „Winterland“ von San Francisco mit Musikerfreunden wie Bob Dylan, Muddy Waters, Joni Mitchell und Ringo Starr für die Kameras inszeniert hatte.

Blick zurück in Wehmut

Beim Durchhören meiner älteren Stones-Platten passiert mir regelmäßig etwas, was wahrscheinlich allen Neunzehnhundertvierzigern bei solcher Gelegenheit passiert: Ich werde wehmütig.

Nach der Ermordung John Lennons hat ein Jahrestag traurige Aktualität gewonnen: Vor 20 Jahren, am 27. Dezember 1960, traten vier Musiker im Gemeindesaal des Liverpooler Vorortes Litherland zum ersten Mal als die „Beatles“ auf. Später hörte die Welt ihnen zu.: Yesterday, life was such an easy game

Weil der Jubilar allseitig bekannt ist, gleich zu Beginn die (spielerisch gemeinte) Frage nach den Gratulanten. Glaubt man jüngsten Umfrageergebnissen des Allensbacher Instituts für Demoskopie und ergänzt sie mit eigener Anschauung, dann müßte der typische Beatles-Sympathisant bundesrepublikanischer Herkunft ungefähr diese Merkmale aufweisen: Twen mit höherer, eventuell abgebrochener Schul- beziehungsweise Hochschulbildung; Parkaträger und auch sonst dezent unkonform; makrobiotischen Speiseplänen im besonderen und Aussteigerträumen im allgemeinen nicht abgeneigt; friedliebend und monogam; stern-Leser und konsumkritisch.

Schweiz: Luxus, Leder und Zement

Interessenten gab es genügend, als im vergangenen Herbst der Schweizer Nobelhersteller für Lederpolstermöbel, De Sede, zum Verkauf stand.