: Rolf Dieter Brinkmann

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Buchblogs: Literatur als Deko-Soap

Wer sich heute durch Buchblogs und soziale Medien klickt, trifft auf ein bestimmtes Verhältnis zur Literatur: Wohlfühlen und Kitsch.

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Texas: Der große Ritt

Deutschlands Beat-Poet Rolf Dieter Brinkmann reiste nach Texas und träumte dort vom Süden. Unser Autor fährt dem Dichter hinterher, kommt aber auf ganz andere Gedanken.

Rainald Goetz: Der Weltabschreiber

Alle, die ihn immer für Pop gehalten haben, dürfen ihn endlich lesen. Rainald Goetz, genialischer Archivar der Gegenwart, wird mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Rolf Dieter Brinkmann Na, irgendwie

Der Kölner Lyriker und Romancier Rolf Dieter Brinkmann ist kurz nach seinem fünfunddreißigsten Geburtstag am 23. April in London von einem Auto überfahren worden.

Blaue Flecken

nähert sich jenem Gedichttyp des „taste and see“, den Walter Höllerer bereits 1964 proklamierte, der aber erst in den letzten Jahren bei uns akut wurde.

Prospekt und Lexikon

Bei der wachsenden Buchproduktion macht sich der Wunsch nach literarischen Übersichten immer stärker bemerkbar. Es ist eine groteske Tatsache, daß sie sich oft besser verkaufen als die Primärliteratur.

Was alles hat Platz in einem, Gedicht?: Im Handgemenge

Als Jürgen Theobaldy und Gustav Zürcher 1976 das Buch „Veränderung der Lyrik“ (Beck Verlag) herausbrachten, den ersten Versuch einer kritischen Bestandsaufnahme westdeutscher Gedichte seit 1965, fanden sie in Michael Krüger (Lyriker, Lektor des Hanser Verlages, Mitherausgeber der Zeitschrift „Akzente“) ihren unbarmherzigsten Rezensenten (Frankfurter Rundschau vom 6.

Übungsstücke eines Talents

Und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht. Die Autoren sind es, die, wenn es gut geht, im Lichte stehen. Und die Lektoren bleiben, was immer auch geschieht, im Dunkel.

Außerordentlich (und) obszön

Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Da sind sie alle letztlich machtlos: die Religionen und die Ideologien, die Behörden und die Gerichtshöfe, die Geistlichen und Funktionäre, ja sogar die deutschen Spießbürger und die amerikanischen Hausfrauen.

Der freiere Atem der Poesie

Als Walter Höllerer im Jahre 1961 zusammen mit Gregory Corso die Anthologie "Junge Amerikanische Lyrik" herausgab, hatte das Gerücht von den "neuen Barbaren" der Beat Generation den konservativen westdeutschen Literaturbetrieb schon zu den wildesten Spekulationen veranlaßt.

Im Urteil seiner Zeit

Die Publikationen über Thomas Mann werden mit der Zeit immer rarer; dafür haben sie den Vorzug, keine zusammenfassenden Darstellungen seines Lebens und Werks zu bieten, keine tiefsinnigen, mit weithergeholten Hegel-Zitaten garnierten Spekulationen über dialektische Spannungen zwischen Geist und Leben, keine apologetischen Versuche, „stetiges Wachstum“, „Generallinien“, oder gar „immanente Notwendigkeiten“ nachzuweisen.

Kritik in Kürze

„Der Gefangene von Heidelberg“, von Nikolaus Pietsch. Unter Kennern des Ostblocks gilt Rumänien, das sich nach außen ein fast liberales Image zuzulegen verstanden hat, als Polizeistaat.

„Da gibt es zu viele der Brünstigen“

Von Hermann Glaser Als Jean Paul den Armenadvokaten Siebenkäs aus dem Reichsmarktflecken Kuhschnappel auf einer Wanderung durchs Fränkische der Stadt Bayreuth sich nähern läßt, bietet er ihm die Stadt in den leuchtendsten Farben dar: „.