: Roman Herzog

Reformunfähigkeit: Heute prassen, morgen zahlen lassen

Mit seiner Regierungserklärung will der Kanzler einen Kurswechsel einleiten. Auf dem Spiel steht mehr als nur das Schicksal von Rot-Grün. Es geht um die Frage: Können sich Demokratien nur unter äußerstem Druck reformieren?

Laudatio: „Mäßigung ist eine Kardinaltugend“

Der Irak-Krieg könnte verheerende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Europa muss sich gegenüber Amerika behaupten, Abstriche an unserem Lebensstandard sind unausweichlich. Aus einer Laudatio auf den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog

Das Volk bestimmt

Wenn am 23. Mai das Grundgesetz gefeiert wird, dürfen Gottlieb Bärstecher und Freunde nicht vergessen sein

Ich habe einen Traum

Björn Engholm zählte zu den bekanntesten Politikern Deutschlands. Heute arbeitet der ehemalige Kanzlerkandidat als Kunstkurator einer Lübecker Kirche, hält Vorträge und unterstützt als Mäzen junge Bildhauer und Maler. Er träumt von mehr Zeit für die Menschen zum Nachdenken haben

D E B A T T E : Post vom Kanzler

"Ratlosigkeit, Befremden und auch Kopfschütteln" - mit diesen Worten beschreibt Gerhard Schröder seine Reaktionen auf eine in der ZEIT abgedruckten Rede Michael Naumanns. Doch dieser schweigt nicht. Ein Briefwechsel zur bioethischen Debatte

Das Recht des Stärkeren…

… gilt auch dann nicht, wenn es der Schwächere ausprobiert. Zum Beispiel gegen die Castor-Transporte

Auf zur Blockade

Zum drittenmal quäkt die Stimme des Einsatzleiters durch das Megaphon: „Meine Damen und Herren! Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Sie hier eine Straftat nach Paragraph 240 des Strafgesetzbuches begehen.

Ausbildung: Mehr Chancen für die Jugend

„Hallo Azubis“, lockt der Damenoberbekleidungsbetrieb, „bei uns sind Lehrstellen zum 1. August 1989 frei“, und bietet Ausbildungsplätze für Bekleidungsnäher und -fertiger.

Demonstrationsgebühr: Hintertür

Nicht von ungefähr hatte sich Roman Herzog, seinerzeit Innenminister von Baden-Württemberg, schon im Jahre 1982 den Kopf darüber zerbrochen, wie er seinen Landeskindern und etwaigen Zureisenden die Lust am Protest vergällen könnte: Die Nachrüstung der US-Army mit Pershing II-Raketen im Ländle, und nur hier, stand bevor.

Das vorletzte Wort

Zu den Wortschöpfungen, die Aufmerksamkeit erheischen, gehört der Ausdruck eines verständnisvollen Interpreten für die formeldröhnende Halbherzigkeit des Bundeskanzlers, sobald er auf die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze angesprochen wird: „unverschuldete Beklommenheit“.

BONNER BÜHNE:: Pferdestall und Hundebiß

Als erste der vier Bundestagsparteien wird sich die CDU in der nächsten Woche mit einem Thema beschäftigen, das zwar viele bereden, das aber bisher nur wenige ernsthaft beackert haben: mit den geistigen und gesellschaftlichen Ursachen des Terrorismus.