: Rudolf Nurejew

Zeitmosaik

Auf dem Grünen Hügel in Bayreuth sollen während des internationalen Jugend-Festspieltreffens vom 4. bis 24. August auch Autoren einander international begegnen.

Ballett bleibt überall Ballett

Es drängte sich auch die Überlegung auf, ob zwischen Stil und Nationalität ein innerer Zusamschlafenden Wald) nennt, hatte Robert Helpmann nach Marius Petipa erarbeitet, jenem Südfranzosen, der schon 1847 nach Petersburg kam und dort für einen glänzenden Aufstieg des Balletts verantwortlich war.

Der Gott soll noch einmal leben

Nijinski), verehrtester Tanz-Gott aller Zeiten, soll noch einmal von seinem Olymp auf die Bretter herabsteigen: Rudolf Nurejew fühlt sich stark genug, zusammen mit dem Ensemble des Ballet-Théâtre von Nancy im Théâtre du Châtelet, wo vor siebzig Jahren Serge de Dhiaghilew das blasierte mondäne und künstlerische „Tout Paris“ zu einem Ereignis einlud, das die seit Jahrzehnten erstarrten Maßstäbe des zum frivolen Vergnügen heruntergekommenen Balletts über den Haufen zu werfen und ihm so zum Aufstieg in die Kategorie der großen Kunst verhelfen sollte.

Schritt für Schritt: Alles geht seinen Gang

Sie tragen Reinhold Messner auf den Berg, schießen für Manni Kaltz den Ball, wirbeln Rudolf Nurejew übers Parkett, lassen Harald Juhnke wanken und führen dich mal zum Kaufmann oder um den Häuserblock – unsere Füße.

Vergangenheit bewältigt

Weise Voraussicht ließ einen englischen Kritiker schon nach der Londoner konzertanten Uraufführung von Hans Werner Henzes „Tristan“ hoffen, eine getanzte Version, die Pariser Choreographie durch Glen Tetley, werde weiteren und notwendigen Aufschluß über Henzes verschachtelte Partitur geben – ließ ihn aber auch nicht ausschließen, daß es dem Ballett auf eine solche Durchdringung der Musik vielleicht gar nicht ankommen werde.

Kaum eine Woche vergeht ohne die Nachricht, daß jemand, dessen Namen man kennt, an Aids gestorben sei. Fast immer sind die Opfer Künstler. Grassiert die Epidemie besonders unter ihnen? Warum? Und: Hat das Grauen zu einem neuen Ausdruck in den Künsten herausgefordert?: Weine nicht um mich, wenn ich sterbe

Die Nachrichten sind bekannt und von einigen Medien mit gruselnder Gemütlichkeit breitgetreten: Rock Hudson und Rudolf Nurejew, Michel Foucault und Keith Haring, Anthony Perkins und Klaus Schwarzkopf, Miles Davis und Jean-Paul Aron, Bernard-Marie Koltès und Cyril Collard starben an Aids.

DAS LETZTE

Unser Thema heute: Der Prinz (schon freut sich der Leser). Der klügste Prinz war natürlich Prinz Hamlet. Immerzu sann er schwermütig nach über Sein oder Nichtsein.

Rudolf Nurejew: Ein Prinz tritt ans Pult

Als gelernter Prinz weiß Rudolf Nurejew sich edel zu gebärden. Aus "Schwanensee", "Giselle", "Raymonda" und "Dornröschen" eilen ihm die verkörperten Erinnerungen an prinzliches Gebaren zur Hilfe, alle jemals getanzten Romeos, Armands, Hamlets und Tancredis stellen sich als leibhaftige Gedächtnisbilder ein, um dem hageren Mann im Designer-Frack zu soufflieren, wie man den Blicken der Menge anmutig standhält.

Fit für den Profit

Das Vorbild kann sich sehen lassen. Wenn Jane Fonda Aerobics vorturnt - die Videos in den Warenhäusern zeigen das ohne Pause , fügt ihre Bewegung sich perfekt dem DiscoRhythmus der Musik.