: Sachsenhausen

Die Yorcks

Graf Paul Yorck von Wartenburg hat die Radikalität seines Denkens stets auch gelebt: So weigerte er sich 1939, die für Reserveoffiziere obligate Erklärung abzugeben, daß er auf dem Boden des Nationalsozialismus stehe.

Zeitmosaik

Im Namen der Humanität wird die Unmenschlichkeit verkündet: Der Herr Wojtyla hat nun „Grundzüge der Sexualerziehung“ verkündet, wie sie nicht nur Generalsekretär Geißler, sondern auch dessen Bruder im Titel Honecker passen.

Zu Krupps, nicht zu Krauses

In Wiebelskirchen wird sich Erich Honecker an seine Kindheit erinnern. In Essen, wo er 1933/34 die kommunistische Jugendorganisation leitete, wird er sich Erinnerungen an diese Zeit versagen.

Bernhard Wicki: Es war so kalt...

Wir fanden seine Augen so samten traurig, und wir dachten, es sei, weil Lilo Pulver zuletzt einem anderen zulachte. Immer war er der Verehrer aus der zweiten Reihe, dunkel und groß, ein fairer Freund, ein Kümmerer in allen Ehren, melancholisch in der Liebe, würdig im Schmerz.

Zwei Seelen zwischen Sichtbeton

Zwiespältiges erlebt, wer heutzutage Goethes „Osterspaziergang“ durch Sachsenhausen nachwandern will

Müssen beim Müssen

Beefsteak, Bier und Brötchen: Das Buffet um kurz vor Mitternacht war reichhaltig. Der gediegene Rahmen im Eschborner Novotel paßte zum feierlichen Anlaß: Ein Großteil der geladenen Gäste hatte kurze Zeit zuvor einen Vertrag mit der Firma Novaport Marketing GmbH unterschrieben.

Heinz Brandt: Der Mahner

Was für ein Leben? Geboren in Posen, der Großvater war Rabbiner. Vor Hitlers Machtübernahme KPD-Mitglied. Sechs Jahre Zuchthaus wegen Verbreitung einer illegalen kommunistischen Zeitung, danach KZ-Häftling in Sachsenhausen, Auschwitz, Buchenwald.

„Eine Stadt ohne Frauen und Kinder“

Schmidt in der DDR – das ist für uns so was wie die erste Mondlandung.“ Ein Ostberliner Freund, der mir am Wochenende des Kanzler-Besuchs über den Weg lief, konnte sich nicht harmloser zu diesem Ereignis äußern.

Ende einer Fälschung

Gut Ding will Weile haben. Vor sechseinhalb Jahren hat die ZEIT in einer vierteiligen Serie und in einem Sonderdruck einen Warnschuß losgelassen: "Fälschungen und Intrigen drohen den guten Ruf der deutschen Geschichtsforschung zu ruinieren.

Der schwierige Sohn im schwierigen Vaterland

Was für ein Leben? Im Ersten Weltkrieg, dekoriert mit dem EK I, kommandiert er als Kapitänleutnant ein U-Boot. In der Zeit der Weimarer Republik, die er, ein Kaisertreuer bis auf die Knochen, verachtet, kämpft er – nun mit bereits 27 Jahren Student der Evangelischen Theologie an der Universität von Münster – im Rang eines Bataillonskommandeurs der "Akademischen Wehr" gegen Spartakisten im Ruhrrevier.

Ein deutsches (Zigeuner-)Schicksal: Die Jahre danach

Josefine Ernst hat heute keine Hoffnungen mehr, daß ihr Recht geschieht. Keinen Mut und keinen Grund mehr, daran zu glauben, daß sie wegen ihres zerrütteten Gesundheitszustandes eine Rente bekommt.

Zum Tode von Aleksander Kulisiewicz: Platz für ein Lied

Im Alter von 64 Jahren starb in seiner Heimatstadt Krakau der ehemalige KZ-Häftling Aleksander Kulisiewicz. Alex – wie ihn seine Freunde nannten – war von 1937 bis 1939 Leiter der Auslandszentrale des Internationalen Demokratischen Studentenvereins in Krakau.

Fluglärm: Krach um die Globalisierung

Der Welthandel donnert im Tiefflug über Tausende Deutsche. Ihr Protest ist mächtiger denn je. Gefährden sie damit den Wohlstand? Von Kerstin Bund und Claas Tatje

NS-Verbrecher: Rätsel um "Dr. Tod"

Der weltweit gesuchte KZ-Arzt Aribert Heim soll 1992 in Kairo gestorben sein. Nazi-Jäger reagieren allerdings skeptisch. Letzte Klarheit wird es vielleicht nie geben.

Deutschland: Sauer macht lustig

Apfelwein ist kein Wein, sagt die EU. Egal. In den Frankfurter Wirtshäusern kann ihn nichts ersetzen.