: Sachsenhausen

Falscher Schauplatz

Jeffrey Herf: "Traditionsbruch" Peter Frey: "Schlechtes Ende", ZEIT Nr. 34

Die rauhe märkische Luft

Was in Brandenburg gegen die Fremdenfeindlichkeit wirklich getan werden muß

Mein Marburg

Bericht aus einem deutschen Städtchen mit zwei Realitäten

Essay aus Kopf und Fleisch

"Deutschlandbilder" - die Ausstellung der Berliner Festwochen und der deutsch-deutsche Geschichtsdiskurs

Riggs Liste

Warum gehorchten Soldaten jüdischer Herkunft einem Regime, das ihre Familien umbrachte?

Tafelrunden

Die langwierige Geschichte des Erinnerns an zwei Kaufleute, die in den Kriegsjahren Zyklon B an KZs lieferten

Mein Vater, die Deutschen und ich

Daß ich als jemand vor Ihnen stehe, den viele für einen deutschen Schriftsteller halten, ist die Folge einer Reihe von Zufällen.

DAS LETZTE

Eine ganze Aprilwoche lang hat die Redaktion über der Frage gebrütet, wie sie die beliebten Themen „Tiere" (ZEIT Nr. 15) und „Frankfurt" (ZEIT Nr. 16) zu einem neuen, meinungsstarken Denkstück umschmelzen kann.

Alisa Fuss, Präsidentin der Liga für Menschenrechte, erhält das Bundesverdienstkreuz: Kämpfen ohne Atempause

Das Bundesverdienstkreuz? Es dauerte eine Weile, bis Alisa Fuss begriff, daß die angekündigte Ehrung ihr galt. Ganz andere Dinge hielten sie beschäftigt: neonazistische Angriffe auf Flüchtlings Wohnheime, Gewalt gegen ausländische Menschen – und dann brannte die jüdische Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers in Sachsenhausen.

Die Gewalt gegen Ausländer in Deutschland nährt Ängste der Juden. Das merkte auch Klaus Kinkel in Jerusalem: Die Empörung weicht der Sorge

Die Nachrichten aus dem deutschen Alltag werden schlimmer, sie künden von wachsender politischer Brutalität. Die vielen Berichte über Opfer rechtsextremistischer Gewalttätigkeit sind eine höhnische Antwort auf die fromme Botschaft der Regierenden, die souveräne, vereinigte Republik habe einen Anspruch darauf, als völlig normales Mitglied der Völkergemeinschaft betrachtet zu werden.

Nach achtzehn Jahren kommt unser Autor, ein deutsch-jüdischer Wissenschaftler aus New York, zum ersten Mal wieder nach Deutschland – und findet seine Glaubensgenossen eingezwängt zwischen wiedererwachendem Antisemitismus, wohlfeilem Mitleid und lähmendem Selbstmitleid: Dies ist nicht mein Land

Als Jude, in Deutschland aufgewachsen, hatte ich diesem Land vor achtzehn Jahren den Rücken gekehrt. Ich habe in Israel und in New York gelebt und bin nun wieder zurückgekehrt, um für das Leo-Baeck-Institut in Archiven der ehemaligen DDR nach Spuren jüdischer Vergangenheit zu suchen.