: Sachsenhausen

Ein deutsches (Zigeuner-)Schicksal: Die Jahre danach

Josefine Ernst hat heute keine Hoffnungen mehr, daß ihr Recht geschieht. Keinen Mut und keinen Grund mehr, daran zu glauben, daß sie wegen ihres zerrütteten Gesundheitszustandes eine Rente bekommt.

Zum Tode von Aleksander Kulisiewicz: Platz für ein Lied

Im Alter von 64 Jahren starb in seiner Heimatstadt Krakau der ehemalige KZ-Häftling Aleksander Kulisiewicz. Alex – wie ihn seine Freunde nannten – war von 1937 bis 1939 Leiter der Auslandszentrale des Internationalen Demokratischen Studentenvereins in Krakau.

Der schwierige Sohn im schwierigen Vaterland

Was für ein Leben? Im Ersten Weltkrieg, dekoriert mit dem EK I, kommandiert er als Kapitänleutnant ein U-Boot. In der Zeit der Weimarer Republik, die er, ein Kaisertreuer bis auf die Knochen, verachtet, kämpft er – nun mit bereits 27 Jahren Student der Evangelischen Theologie an der Universität von Münster – im Rang eines Bataillonskommandeurs der "Akademischen Wehr" gegen Spartakisten im Ruhrrevier.

"Eine Stadt ohne Frauen und Kinder"

Schmidt in der DDR – das ist für uns so was wie die erste Mondlandung." Ein Ostberliner Freund, der mir am Wochenende des Kanzler-Besuchs über den Weg lief, konnte sich nicht harmloser zu diesem Ereignis äußern.

Das Ufer der Museen

Frankfurt entdeckt den Main als Landschaft für Kultur und Freizeit – Nach den monetären die moralischen Investitionen

BILD-Urteil: Harte Mahnung

Verschweigen konnte die Redaktion der Bild-Zeitung wohl Rügen des Deutschen Presserats, nicht aber das Urteil des Frankfurter Landgerichts.

Erinnerungen eines Häftlings

"Zur Zeit der Einlieferung des (heutigen) Journalisten Eduard Calic in das Konzentrationslager Sachsenhausen zu Oranienburg arbeitete ich als Vorarbeiter des Häftlingskommandos der Politischen Abteilung.

Eine seltsame Doktorprüfung

Als 1969 – Calic war gerade zum international bekannten Reichstagsbrandexperten avanciert – der Spiegel die "ungeklärten Doktorwürden" des Luxemburger Generalsekretärs erwähnte, erntete das Magazin einen wütenden Protest des stern-Autors Erich Kuby, der für Calic eine Serie über den Reichstagsbrand geschrieben hatte.

Unter falscher Flagge

Es wird immer eines der erstaunlichsten Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte bleiben, daß eine zwielichtige Figur wie der Italo-Kroate Edouard Calic einen solchen Einfluß auf Politiker, Publizisten und Professoren gewinnen und ein wissenschaftliches Forum in eine politische Arena verwandeln konnte.

Kabalen um den Reichstagsbrand (II): Verwirrspiel mit dem 20. Juli

Jene, die überlebten, könnten noch Unbekanntes erzählen", meint der ehemalige Sachsenhausen-Häftling Pierre Grégoire, heute Ehrenpräsident des "Internationalen Komitees Luxemburg", ehedem Außenminister und Kammerpräsident des Großherzogtums.

Gemimte Exotik statt Alltag

Ein Lehrstück, ein unfreiwilliges freilich, über den Satz, daß Beschränkung den Meister mache. Junge Arbeitslose und Gelegenheitsarbeiter spielten sich selbst, ihre Wurstigkeit, ihre Langeweile ("hab’ keinen Bock" als Leitmotiv), ihr kleines Glück im Roten Club von Sachsenhausen und ihre Rituale beim Joint, wenn sie "einen durchzogen" und, mit Selbstironie und Witz, die verwegenen Abenteuer auf der großen Fahrt darstellten.

STECKENPFERDE

In Frankfurts Apfelweindistrikt Sachsenhausen wurde jetzt in einem Hinterhof-Lagerhaus eine der größten deutschen philatelistischen Bibliotheken mit mehr als neuntausend Titeln eingerichtet, Sie wurde vom Verein für Briefmarkenkunde 1878, dem ältesten deutschen Philatelistenklub, eingerichtet.

Fernseh-Rückschau: Frankfurt ohne Hintergrund

Frankfurt, sagte Horst Krüger, sei die ehrlichste Stadt in unserem Land, hier könne einer sehen, wohin die Reise uns führe und wie es um die Deutschen bestellt sei, dreißig Jahre nach Adolf Hitler.

Mühe um den Menschen

Unser Leben währet siebzig Jahr, wenn es hoch kommt achtzig Jahr, wenn es köstlich gewesen – ist es Mühe und Arbeit gewesen.

Im Handstreich

Jetzt sind Frankfurts Sozialdemokraten an der Reihe, sich Sorgen über die Entwicklung im Lager des politischen Gegners zu machen.

Schüler unter den Nazis: Im Sog des Regimes

Mein Horizont war zu Beginn der dreißiger Jahre in vieler Hinsicht begrenzt. Ich wohnte in einem größeren Dorf im Norden von Berlin: Friedrichsthal, eine Gründung des ersten Königs von Preußen.

In der letzten Woche wurde in Hannover ein Taxifahrer ermordet Fünf Jugendliche aus Marburg werden als Täter beschuldigt. Was führte sie zu dieser Tat?: Den Rosenkranz in der Tasche

Gesetzt den Fall", sagte am späten Freitagabend, 21. August, der Fahrgast Uwe Schwitz auf der Autobahn Kassel-Hannover zu dem Taxichauffeur und Besitzer des Mercedes KS AJ 240, August Lühmann – "gesetzt den Fall, ich wäre so einer, der jetzt die Knarre aus der Hosentasche zieht.

Seele und Geschäft

Der entlarvende Briefwechsel Hermann Hesses mit seinem Verleger Peter Suhrkamp