: Sansibar

Reif für die Revolution?

"Die revolutionären Aussichten im gesamten afrikanischen Kontinent sind ausgezeichnet." Mit diesem berühmt gewordenen Ausspruch verabschiedete sich der chinesische Ministerpräsident Tschu Enlai im Frühjahr 1964 von Afrika, nachdem er eine Rundreise durch zehn Staaten hinter sich gebracht hatte.

Die Unterwanderung der Hallstein-Doktrin

Systematisch hat die DDR seit 1949 ein Netz vielfältiger internationaler Beziehungen angeknüpft. Zwar blieb der völkerrechtliche Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik in 102 Ländern der Erde bisher unbestritten; der DDR wurde die De-jure-Anerkennung als normaler Staat (außer in den Ostblockländern) nur in drei Staaten – Jugoslawien, Kuba und Sansibar – zuteil.

Gesundheit aus der DDR

Im vergangenen Jahr schluckten die Schreibtische des Bundesgesundheitsministermms diverse Auswärtspressemeldungen "Nur für den Dienstgebrauch". Aneinandergereiht besagen sie soviel: Am 6.

Gesamtdeutsche Hilfe für Ostafrika

Im ehemaligen Deutsch-Ostafrika begab sich ein Wunder des kalten Krieges: Offiziere der Bundeswehr und der Volksarmee, der sowjetischen Roten Armee und der chinesischen Volksbefreiungsarmee wollen gemeinsam die neue Wehrmacht der Union Tanganjika/Sansibar ausbilden.

Zeitspiegel

Die Chinesen haben eine neue Waffe im Kampf gegen die Sowjets gefunden: die Religion. Ihre mohammedanischen Freunde, die Albaner, sollen in der arabischen Welt eine antisowjetische Kampagne starten, in der sie Chruschtschows Bibelzitaten Texte aus dem Koran gegenüberstellen sollen.

Seltsames auf Sansibar

Die Union Tanganjika-Sansibar steht fünf Wochen nach ihrer Proklamation schon vor dem Zusammenbruch. Als Präsident Nyerere mit dem gemäßigten Insel-Präsidenten Karume den Vertrag unterschrieb, hofften die Westmächte, beide zusammen würden den kommunistischen Einfluß auf Sansibar und Pemba eindämmen.

Zu Hause mächtig, draußen rechtlos

Der Trageriemen um den Kopf stützt die Last im Rücken; tief gebeugt unter einem Berg von Brennholz wankt die Kikuyufrau durch die Straßen – ein niederdrückender Anblick, aber ein Bild, das sich einem tagtäglich in den Vorstädten der Hauptstadt von Kenia, in Nairobi, bietet.

Von ZEIT zu ZEIT

Als Nachfolger Jawaharlal Nehrus wählte die Kongreßpartei den 59jährigen Lal Bahadur Shastri. Dean Rusk leitete in Honolulu eine Dringlichkeitskonfe- renz von Politikernund Militärs über die Krise in Südostasien.

Zeitspiegel

Im unklaren über die zukünftigen Beziehungen der Union von Tanganjika, Sansibar und Pemba zur DDR ließen Außenminister Kambona und Verteidigungsminister Sigiaona bei ihrem Bonner Besuch die Bundesregierung.

Hat Mao die stärkeren Bataillone?

Der Konflikt Peking–Moskau wird nicht mehr bloß zwischen den beiden roten Hauptstädten ausgetragen. Längst hat er alle Parteien der kommunistischen Weltbewegung erfaßt.

Von ZEIT zu ZEIT

In Krisenstimmung begann im Haag die Frühjahrstagung der NATO, mit Außen-, ohne Verteidigungsminister. Pentagon-Boß Robert S.

Sansibar – ein Schaufenster des Ostblocks?

Die Außenpolitiker der USA sehen mit einiger Sorge den nächsten Monaten in Afrika entgegen. Vier Gefahrenpunkte zeichnen sich ab: Sansibar, Südrhodesien, Portugiesisch-Angola und Mozambique, wo neue Aufstände ausbrachen, und der Kongo, wo im Sommer das UN-Mandat erlöscht.

Namen der Woche

John Okello, mit 32 Jahren selbsternannter "Feldmarschall" des Inselstaates Sansibar, wurde von Präsident Karume ausgebootet.

Mutmaßungen wurden Gewißheit

Um Uwe Johnson ist in den letzten Jahren häufiger und heftiger gestritten worden, als es gedruckte Äußerungen über diesen Schriftsteller vermuten lassen.

Die Tragödie des Julius Nyerere

Nyerere blickte den Frager scharf an, lächelte mühsam, stand auf und sagte: „Vielen Dank meine Herren, daß Sie gekommen sind, um mich anzuhören.

Zeitspiegel

Eine stillschweigende Abmachung in der Frage der Aufnahme Chinas in die UN haben nach Informationen aus New York die USA und die Sowjetunion geschlossen.

Ist Afrika ein hoffnungsloser Fall?

Die Ereignisse der letzten Wochen in Sansibar, Tanganjika, Uganda und Ghana haben den Blick der Weltöffentlichkeit wieder auf Afrika gelenkt.

Unruhiges Afrika

Der Schwarze Erdteil, das Schachbrett der weltpolitischen Strategen in Moskau, Peking, Havanna und Kairo, wurde in der letzten Woche von neuen Unruhen erschüttert.

Zeitspiegel

Es kann schwierig werden, Richter für den Prozeß gegen den Oswald-Mörder Jack Ruby zu finden. Rubys Rechtsanwalt Melvin Belly will alle Richter als befangen ablehnen, die das Attentat auf Lee Oswald auf dem Fernsehschirm verfolgt haben.

Blut auf der Nelkeninsel

Afrika hat einen neuen Krisenherd. Genau einen Monat nach den Unabhängigkeitsfeiern auf Sansibar haben afrikanische Sozialisten die von Arabern beherrschte Regierung des Inselstaates gestürzt, den Sultan verjagt, den amerikanischen Botschafter ausgewiesen, Hunderte von Arabern getötet, Tausende in Lager eingesperrt und das Land zu einer „Volksrepublik“ proklamiert.

Neue Sorgen für London

Die britischen Commonwealth-Sorgen, hervorgerufen durch die Krisen in Zypern und Malaysia, verstärkten sich am letzten Wochenende: Schlechte Nachrichten kamen von der ostafrikanischen Gewürzinsel Sansibar und aus der indischen Dreimillionenstadt Kalkutta.

Flaggenwechsel in Ostafrika

In der Hauptstadt der ostafrikanischen Kolonie Kenia ziehen die Kauf- und Mietpreise für Häuser an. Ein Zeichen für das wachsende Vertrauen in die Zukunft dieses Landes, das sich am 12.