: Santo Domingo

Der Professor auf dem Inselvulkan

Mit aufgerissenen Augen starrte der Junge auf das Schauspiel: Vom Rathaus des verträumten Städtchens La Vega holten fremde Soldaten die dominikanische rot-blaue Fahne mit dem weißen Kreuz herunter und – hißten das Sternenbanner.

Gefahren in Guatemala

Wird Guatemala, der größte Staat Mittelamerikas, ein "zweites Santo Domingo?" Diese Frage stellen sich seit Sonntag die Politiker in Washington und Havanna, besorgt die einen, frohlockend die anderen.

Bosch rief zum Streik

Im „Rebellenviertel“ von Santo Domingo wird seit einigen Tagen wieder scharf geschossen. Heckenschützen liegen hinter Mauervorsprüngen and Dachfenstern im Anschlag.

Garcia Godoys Gordischer Knoten

„Eher ein Vermittler als ein Regierender“, spottete Ex-Präsident Juan Bosch unlängst über den dominikanischen Regierungschef Hector Garcia Godoy.

Requiem für die OAS?

Unter einem Unstern begann am Buß- und Bettag die Außenministerkonferenz der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Rio.

Namen der Woche

Juan Bosch, dominikanischer Ex-Präsident und Sozialdemokrat, hat nach seiner Rückkehr aus dem Exil das Volk zu Streiks und Demonstrationen aufgerufen, um den Abzug der 11 000 OAS-Friedenssoldaten zu erzwingen.

Santo Domingo: Juan Bosch kehrt heim

An diesem Wochenende will der legal gewählte dominikanische Präsident Juan Bosch aus dem Exil in seine Heimat zurückkehren, aus der er vor mehr als zwei Jahren durch konservative Militärs vertrieben wurde.

Jubel in Santo Domingo

Die "Rebellen" jubelten: Am Dienstag verkündete die dominikanische Junta des Generals Antonio Imbert Barreras, der das Geld ausgegangen war, überraschend ihren Rücktritt.

Dominikanische Querelen

Die Militärjunta unter Brigadegeneral Antonio Imbert Barrera, die seit einigen Monaten den größten Teil der Dominikanischen Republik beherrscht, geriet in Geldnot.

Der blutigste Tag

Die Vereinten Nationen waren vorige Woche in Santo Domingo erfolgreicher tätig als die interamerikanische Regionalorganisation OAS, die eigentlich den Frieden auf der karibischen Insel wiederherstellen soll: Der Beauftragte UN-Generalsekretär U Thants, der Venezolaner Mayobre, vermittelte einen Waffenstillstand zwischen den "Rebellen" des Obersten Caamano und den OAS-Truppen unter dem brasilianischen General Panasco Alvim.

Gärung in Lateinamerika

Vierzehntausend amerikanische Soldaten stehen * noch immer in der Dominikanischen Republik, um dort notfalls mit Waffengewalt ein "zweites Kuba" zu verhindern.

Von ZEIT zu ZEIT

Der Bonn-Besuch Charles de Gaulles endete mit verminderter Hoffnung auf eine EWG-Gipfelkonferenz. Unter Beteiligung von etwa 200 Firmen der Bundesrepublik wurde die Posener Messe eröffnet.

OAS statt USA

Präsident Johnson versuchte am Wochenende sorgsam, den schlechten Eindruck zu verwischen, den seine überstürzte Intervention in Santo Domingo bei seinen lateinamerikanischen Freunden hinterlassen hat.

Santo Domingo – Tag für Tag

Nach der Erlangung der Unabhängigkeit von Spanien im Jahre 1865 geriet die Dominikanische Republik unter nordamerikanischen Einfluß.

Zeitspiegel

Präsident Johnson verriet Freunden, wer ihm die beste Hilfe bei seinen Entscheidungen in Vietnam und Santo Domingo ist: ein alter Armeegeneral namens Dwight D.

Die Bilanz von Santo Domingo

Johnson, so hieß es lange Zeit, sei ein begnadeter Innenpolitiker; und was die Außenpolitik anlange, so befasse er sich mit ihr nur zögernd, folge im großen und ganzen aber der von Kennedy vorgezeichneten Linie.

Castros Weizen blüht

Vier Wochen nach dem Aufstand in Santo Domingo sind fast gleichzeitig in vier Ländern Mittel- und Südamerikas Unruhen ausgebrochen Jedesmal haben die Regierungen, auf die Unterstützung der USA bedacht, die Kommunisten dafür verantwortlich gemacht.

Ein zweites Santo Domingo?

Präsident Johnson änderte Anfang dieser Woche seinen Kurs in Santo Domingo. Seine Abgesandten verhandelten mit den Rebellen und distanzierten sich von der unpopulären, rechtsgerichteten Generalsjunta.

Johnson auf der Anklagebank

Die Veranstaltung dauerte von neun Uhr morgens bis Mitternacht. Sie ließ ebenso viele Fragen unbeantwortet, wie sie aufwarf.

Dominikanisches Abenteuer

"Der Präsident von Santo Domingo heißt Johnson. Er ist unser Boß!" entfuhr es Juan Bosch, dem dominikanischen Ex-Präsidenten, als er vorige Woche angesichts der gewaltigen US-Armada in seinem kleinen Heimatlande resignierte.

Zeitspiegel

In Österreich wurde die rechtsextremistische "Deutsche National- und Soldatenzeitung" beschlagnahmt. Die Zeitung hatte österreichische Widerstandskämpfer als Verräter bezeichnet und damit gegen das Entnazifizierungsgesetz verstoßen.

J. M-M: Der Schneckenkrieg

Der Schweizer Kanton Neuchätel hat ein Verbot erlassen, nach dem Weinbergschnecken nicht mehr gefangen, wegtransportiert oder verkauft werden dürfen.