© Yasin Akgul/AFP/Getty Images

Saudi-Arabien: Der Fall Khashoggi

  • Saudi-Arabien hat die Tötung von Jamal Khashoggi bestätigt. Der Journalist starb im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul. Unter welchen Umständen, dazu gibt es unterschiedliche Versionen und Vermutungen.
  • Der 59-jährige Journalist hatte am 2. Oktober 2018 einen Termin im Konsulat, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen.
  • Khashoggi lebte seit 2017 im Exil in den USA, nachdem er in seiner Heimat nicht mehr schreiben durfte und um seine Sicherheit fürchtete. Khashoggi entstammt einer einflussreichen Familie und hatte gute Kontakte zum Königshaus. Mit Kritik hielt er sich dennoch nicht zurück, insbesondere zuletzt an Kronprinz Mohammed bin Salman.
  • Die Bundesregierung hat Saudi-Arabien wegen der Tötung mit Sanktionen belegt und dabei auch die Rüstungslieferungen an das Land komplett gestoppt.
  • Der Fall Khashoggi stellt die USA vor ein Problem: Saudi-Arabien ist seit Jahrzehnten ein strategischer Verbündeter für sie, vor allem als Gegengewicht zum Iran. Die USA liefern unter anderem Waffen in großem Umfang an ihren Partner. Unter Donald Trump haben sich die Beziehungen vertieft. Laut Medienberichten ist der Auslandsgeheimdienst CIA in seinem Abschlussbericht zu der Erkenntnis gelangt, dass Kronprinz bin Salman die Tötung Khashoggis angeordnet hat. Dennoch bekräftigte Trump, Saudi-Arabien sei ein wichtiger Partner der USA, an dessen Seite Amerika stehen werde.
© Ryad Kramdi/AFP/Getty Images

Saudi-Arabien: Ein paar Alte zur Beruhigung

Nach dem Desaster wegen des Khashoggi-Mordes bekommt Saudi-Arabiens Kronprinz etablierte Führungskräfte an die Seite gestellt. Doch seine Macht bleibt weiter ungebrochen.

© Simon Dawson/Bloomberg/Getty Images

Saudi-Arabien: Der Kronprinz und sein Superkonzern

Saudi-Arabiens Führung wollte mit Saudi Aramco die weltgrößte Energiefirma privatisieren und ist spektakulär gescheitert. Was bedeutet das für das Land?