: Silvio Berlusconi

Mit Ausflüchten und Beschönigungen nimmt Italiens Ministerpräsident Berlusconi die Faschisten in Schutz: Nettes über den Duce

Von lästigen Freunden befreit man sich leicht, wenn sie entbehrlich sind. Wie aber könnte Silvio Berlusconi, der ein neues italienisches Wunder für "machbar" hält, auf die Neofaschisten verzichten, ohne die er keine Parlamentsmehrheit hätte? Also verlegt sich der Regierungschef aufs Leugnen und Beschönigen: "Es gibt doch gar keine Faschisten in meiner Regierung", behauptet er.

Die neue Firma

Auch wenn die Gespenster, die das Gruseln lehren, am hellichten Tag und im eleganten Anzug ohne Totenkopf und Schwarzhemd auftreten: Das Erschrecken, das Italiens Neofaschisten durch ihren Marsch an die Hebel der Macht in aller Welt ausgelöst haben, wirkt sogar wie ein Bumerang.

Manager und Märkte

Hochgeschwindigkeitszüge: Siemens abgehängt Medienmacht: Berlusconi an die Börse Arbeitslosigkeit: Schelte von Privatvermittlern

Telecrazia

Es sieht so aus, als könnte Silvio Berlusconi, der Überraschungssieger der italienischen Wahlen, nach dem 15. April vom Staatspräsidenten Eugenio Scalfari mit der Regierungsbildung beauftragt werden.

Die neue alte Kungelei

Italiens Rechte hat sich nach allen Regeln der Demokratie aus den Wahlurnen erhoben.........................................

Am seidenen Faden

Margaret Thatcher müssen in den vergangenen Wochen oft die Ohren geklungen haben. Privatisierung, Entbürokratisierung, Liberalismus: Was da aus dem italienischen Wahlkampfgetümmel scholl, erinnerte sehr an die britische Marktmusik aus den achtziger Jahren.

Silvio Berlusconi, italienischer Medienzar, geht in die Politik, um einen Sieg der Linken zu verhindern: Der Cavaliere ist beliebter als Jesus

Ein scheinbar knallharter Typ von Unternehmer hat eine seltsame Lieblingsbeschäftigung: "Mit weit offenen Augen träumen." Sie paßt aber durchaus zum politischen Showgeschäft eines Mannes, der mit der kalten Leidenschaft eines modernen Machers in drei Jahrzehnten vom kleinen Mailänder Baulöwen zum "Medienzar" Italiens aufstieg.

Italien: Führende Fußballvereine sind fest in der Hand von Großindustriellen – eine lohnende Investition: Die Bosse lassen stürmen

Der Einzug in das italienische Parlament war für Gian Mauro Borsano nur die Kirsche auf der Torte des FC Turin. „Der Klub war das beste Geschäft meines Lebens“, schwärmte der 46jährige Vereinspräsident und Chef der piemontesischen Finanzholding Gima: „Ich habe 1989 7,5 Milliarden Lire investiert – und die haben sich sagenhaft rentiert.

Kino: David Lynchs "Twin Peaks": Schlußverkauf

Im Frühjahr 1991, als er noch der erfolgreichste Regisseur Amerikas war, schloß David Lynch einen Vertrag. Darin verpflichtete er sich, für die französische Produktionsgesellschaft Ciby 2000 in den nächsten fünf Jahren drei Filme zu drehen, und Ciby 2000 verpflichtete sich, ihm dafür insgesamt 58 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen.

Giancarlo Parretti muß MGM aufgeben: Pech für den Glücksritter

Aus der Traum. Giancarlo Parretti, Sohn eines Weinhändlers aus Orvieto in Umbrien, Kellner, Schiffskoch, Hotelbesitzer, Zeitungsgründer, Finanzier, mehrfach verurteilt wegen betrügerischen Bankrotts, ungedeckter Schecks, Körperverletzung, zuletzt Großaktionär der weltberühmten Filmgesellschaft Metro Goldwyn Mayer/United Artists (MGM) in Hollywood, dieser erfolgsverwöhnte wie zwielichtige Unternehmer mußte nun eine herbe Niederlage einstecken.

Keine Zeit für Zärtlichkeit

Manchmal hat die Sonne selbst mit Mailand Erbarmen. Urplötzlich, als zöge jemand an einem Reißverschluß, teilt sich der Bleihimmel und gibt den Blick frei auf reines Blau.