Philippe Grumbach war in Frankreich eine legendäre Medienfigur und beriet zwei Staatspräsidenten. Und er war, wie erst jetzt herauskam, ein Agent des KGB.
Im Spiel "Workers & Resources: Soviet Republic" baut man den Kommunismus auf – mit Planwirtschaft, Marschmusik und Staatssicherheit. Dieser graue Realismus fasziniert.
Wolodymyr Selenskyj spricht im ZEIT-Interview über sein Leben als Erzfeind Putins im belagerten Kiew und fordert den Westen auf, mehr zu tun, um sein Land zu schützen.
Wirkliche Zukunft gibt es für Wladimir Putin nicht. Er will die Geschichte umdrehen – und "russische Erde sammeln". Das heißt: Vernichtung der ukrainischen Staatlichkeit.
An was glaubt Wladimir Putin? Der Historiker Karl Schlögel beschreibt Religion, Ideologie und Mythen des russischen Präsidenten – und einen entlarvenden Moment.
Putins Atomdrohungen sind gefährlich. Besser, man artikuliere nicht, wo und wie genau welche Nuklearwaffen eingesetzt werden können, sagt UN-Waffenexperte Pavel Podvig.
Wolodymyr Selenskyj spricht im ZEIT-Interview über sein Leben als Erzfeind Putins im belagerten Kiew und fordert den Westen auf, mehr zu tun, um sein Land zu schützen.
Die Weltmächte müssten dringend zusammenarbeiten. Immerhin reden Russland und die USA jetzt miteinander. Ob das im Ukraine-Konflikt noch hilft, ist aber kaum zu sagen.
Im Telefonat mit Wolodymyr Selenskyj hat sich der US-Präsident an die Seite der Ukraine gestellt: Sollte Russland weiter vordringen, würde man "entschlossen reagieren".
Russland führt seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die EU hat Sanktionen verhängt, China unterstützt die russische Regierung. Alles zum Thema
Bei der Fußball-WM 1974 stieg das einzige Länderspiel zwischen Deutschland-West und Deutschland-Ost. 50 Jahre später traf unser Reporter die Sieger von damals.
Dreißig Jahre lang waren sie beste Freundinnen, doch mit den Kindern kam der Bruch: weil Erziehungsmethoden immer verraten, wo man herkommt – und wo man hingeht.
Anna Jermolaewa floh einst aus der Sowjetunion, nun vertritt sie Österreich bei der Kunstbiennale in Venedig. Dort zeigt sie Arbeiten, die von Fluchterfahrung handeln.
Armenien hatte die Dörfer in den Neunzigerjahren eingenommen. Bewohner des Landes befürchten nun, dass sie mit der Rückgabe von der Außenwelt abgeschnitten werden.
Er lebt vegan und praktiziert Yoga, ist nicht gewählt und beherrscht dennoch Georgiens Politik. Zwingt Oligarch Bidsina Iwanischwili das Land unter Russlands Einfluss?
Der Streit zwischen Israel und den USA beschränkt sich nicht auf das Für und Wider einer Eroberung von Rafah. Über ein Zerwürfnis, das wesentlich tiefer reicht
1952 bot der sowjetische Diktator den Westmächten die deutsche Wiedervereinigung an. Bis heute ist nicht klar, ob das ein ernsthafter Vorschlag war oder Propaganda.
Nach dem Zweiten Weltkrieg scheuten viele Deutsche den Blick auf die Verbrechen der Nazizeit. Der Weg zu einer Erinnerungskultur war lang. Heute ist sie umkämpft.
Bei der Militärparade zum 9. Mai verbreitet Putin sein ganz eigenes Geschichtsbild. Alles dient der Legitimation des Ukraine-Kriegs, so widersprüchlich es auch sein mag.
Deportation, Zwangsarbeit, Gewalt: Millionen Menschen litten unter der deutschen Besatzung während des Krieges. Sie verdienen ein angemessenes Gedenken.
Im estnischen Narwa sind 94 Prozent der Bevölkerung russischsprachig. Doch ab 2029 darf an Schulen nur noch auf Estnisch unterrichtet werden. Ist das überhaupt möglich?
Lässiger und ästhetischer als Michel Platini zur EM 1984 war damals kein Fußballer. Der Franzose verzauberte alle. Und half, ein nationales Trauma zu überwinden.
Sie behaupteten, die wahren Erneuerer Deutschlands zu sein: Sowjettreue Kommunisten um Walter Ulbricht gründeten am 7. Oktober 1949 die Deutsche Demokratische Republik.
Putins Krieg in der Ukraine spaltet die Einwanderer-Community. Drei junge Russlanddeutsche sprechen über die Schwierigkeit, eine Haltung zu ihrer Herkunft zu finden.
Die EM 1972 war eine der wenigen Gelegenheiten, bei der die deutsche Nationalelf das Künstlerische und das Wichtige vereinte. Das begeisterte sogar das Feuilleton.
Nona Gaprindaschwili ist die erste Großmeisterin in der Schachgeschichte. Auch mit 82 tritt die Georgierin noch gegen 20 Gegner simultan an – aber nicht gegen ihren Sohn.
Während die Menschen in der Sowjetunion noch über die Autokraten lachten, sind Putin-Witze selten. Warum? Und: Wieso in der Ukraine ausgerechnet im Krieg der Humor blüht.
Heute unvorstellbar, damals die einzige Möglichkeit: Bei der Fußball-EM 1968 entschied eine geworfene 10-Francs-Münze darüber, dass Italien ins Finale kam.
Zur EM in Deutschland können die Teams möglicherweise doch 26 statt 23 Spieler mitnehmen. Eine Entscheidung dazu soll es in den kommenden Wochen geben.
Konrad Adenauer schwört die BRD auf den Antikommunismus ein. Den Westdeutschen hilft es, sich mit ihrem Staat zu identifizieren. Die DDR nutzt dieses Feindbild ebenso.
Die Sowjetunion wurde 1960 erster Europameister der Fußballgeschichte. Das lag vor allem an ihrem Torwart Lew Jaschin, der seiner Zeit weit voraus war.
In der DDR war die Tiefenpsychologie verpönt. Das blockierte die Aufarbeitung der NS-Geschichte, sagt der Historiker Andreas Petersen. Die Folgen zeigen sich bis heute.
Eigentlich weiß der Westen, wie es ist, von Russland bedroht zu werden. Aber anders als in den Achtzigern fehlt ihm heute etwas: der Wille, die Realität anzuerkennen.
Jahrzehntelang landete die KPÖ unter den "Sonstigen". Doch plötzlich geht es zumindest bei regionalen Wahlen bergauf. Lässt sich das auch im Bund wiederholen?
Die hohe Zustimmung, die Wladimir Putin für sich reklamiert, erinnert an historische Wahlergebnisse. Und: Warum die Pannen bei Boeing nicht überraschend kommen.
Der große Philosoph spielt in Russland eine enorme Rolle. Das hat viel mit dem Angriff auf die Ukraine zu tun. Unterwegs in Kants Heimatstadt, dem heutigen Kaliningrad
Lana Lux hat ein wahnsinnig gutes Buch über eine obsessive Liebe geschrieben, die im Mord endet. Warum schaut sie so gern in den Abgrund? Eine Begegnung
Viele Russen wählen Putin, weil sie fürchten, dass ihr Land sonst ins Chaos stürzt. Doch diese Angst begleitet russische Amtswechsel seit je – und ist meist unbegründet.
Die Nato-Osterweiterung wurde nie zu Ende gedacht. Zu oft ging es nur darum: Wird Russland das hinnehmen? Noch heute fehlt Europa eine eigene Vision für seine Sicherheit.
Für Russland läuft es schlecht, findet Timothy Snyder. Der Historiker spricht über die Widerstandsfähigkeit der Ukraine und die Hoffnung auf ein postimperiales Russland.
Nikolai Ryschkow war einer der letzten Regierungschefs der UdSSR. Er war maßgeblich an Michail Gorbatschows Reformpolitik beteiligt. Mit 94 Jahren ist er gestorben.
Die Ukraine will zu Europa gehören, nicht zu Russland. Zwei Jahre nach der russischen Invasion muss sich Europa entscheiden: Hilft es der Ukraine, den Krieg zu gewinnen?
Der Souveränitätsverlust prägt die Mentalität Mittelosteuropas, sagen die Ideenhistoriker Karolina Wigura und Jarosław Kuisz. Das verändert den politischen Blick.
Estlands Regierungschefin und 131 weitere westliche Politiker stehen auf der russischen Fahndungsliste. "Das ist nur der Anfang", sagt dazu Russlands Außenministerium.
Das russische Innenministerium hat eine Fahndung nach Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas veröffentlicht. Grund ist offenbar der Umgang mit sowjetischen Denkmälern.
Die Ideologie des Präsidenten Wladimir Putin ist in fast jedem Lebensbereich in Russland spürbar. Wie wirkt sich das in den Schulen aus? Und: Wiederholungswahl in Berlin
Ihr Ehemann galt als verschwunden und ist in eine Strafkolonie verlegt worden. Trotzdem glaubt Jewgenija Kara-Mursa, dass Putins Regime irgendwann zerbrechen wird.
Ein Fonds soll Menschen aus der ehemaligen DDR und der Sowjetunion nach der Wende entfallene Rentenansprüche ausgleichen. Der Bund hatte mit mehr Anträgen gerechnet.
Russland arbeitet vergangene Verbrechen nicht auf, aber sie kehren zurück als Geistergeschichten. Mit diesen Volksmythen spielt Sergei Lebedew in seinem neuen Erzählband.
Mit Witz, scharfem Blick und Herzenswärme hat der russische Dichter Lew Rubinstein bis zu seinem Tod versucht, die Reste der Zivilisation zu bewahren. Eine Erinnerung
In Königsberg, heute Kaliningrad, versucht man, aus dem Philosophen der Aufklärung einen Russen und Kronzeugen Putins zu machen. Ein Spaziergang durch Kants Geburtsstadt
Den Weg vom Nichtkrieg zum Frieden haben Nord- und Südkorea bis heute nicht gefunden: Seit 70 Jahren ist der Konflikt eingefroren. Den Preis der Teilung zahlt der Norden.
Karlsbad hat zwölf Quellen, deren Wasser gesund machen soll. Sagt die Mutter unserer Autorin. Zusammen fahren sie auf Trinkkur und versinken fast in Sowjetnostalgie.
Die Soziologin Katharina Bluhm untersucht das Verhältnis Russlands zum Westen. Sie sagt: Um zu verstehen, was heute passiert, müssen wir zurückblicken in die frühen 90er.
Michail Gorbatschow ist der wohl mächtigste Friedensstifter des 20. Jahrhunderts. Er beendet den Kalten Krieg – und sorgt für den friedlichen Zerfall der Sowjetunion.
Vor 50 Jahren entlarvte Alexander Solschenizyn den Terrorstaat mit seinem Epos über sowjetischen Straflager. Wladimir Putin machte seine Bücher zur Schullektüre.
Wenige Essays verlieren nach vierzig Jahren nicht an Aktualität, sondern gewinnen sogar. Milan Kunderas Aufsatz gegen den russischen Imperialismus von 1983 gehört dazu.
Masha Gessen gehört zu den einflussreichsten Intellektuellen der Welt. Aus ihrer Sicht wird der tatsächliche Antisemitismus in den aktuellen Debatten oft übersehen.
Nach Ende der Gewalt wollen Armenien und Aserbaidschan gegenseitiges Vertrauen aufbauen. Aserbaidschan kündigt an, 32 Armenier freizulassen – auch die Gegenseite handelt.
Das Kind ist in der Kita, Mama macht Wellness mit schlechtem Gewissen. Diese "Mom-Guilt" fürs Nichtstun muss aufhören – denn auf dem Spiel steht etwas Entscheidendes.
Henry Kissinger ist tot, er ist 100 Jahre alt geworden. Bis zum Ende seines Lebens mischte er in der internationalen Politik mit. Wir zeigen Bilder seiner Karriere.
Deborah Feldman möchte in ihrem Buch "Judenfetisch" zeigen, wie sich Juden in Deutschland inszenieren. In der aktuellen Debatte behauptet sie, sie werde mundtot gemacht.
Vielleicht jemand wie Wassili Grossman, Joan Didion, Sylvia Plath oder Joseph Roth. Infrage kämen auch Thomas Mann, Swetlana Alexijewitsch, Imre Kertész oder Harper Lee.
Von Philipp Blom, Nora Bossong, Gregor Dotzauer u. a.
Die neue Riesenrakete von SpaceX soll am Samstag erstmals in den Orbit fliegen. Sie könnte die Raumfahrt für immer verändern – und Musk ein Monopol bescheren.
Andreas Pflüger ist schon vor 20 Jahren tief in die Welt der Geheimdienste eingetaucht. Jetzt hat er einen hochaktuellen Thriller über den Kalten Krieg geschrieben.
Wenn es ums Geschäft geht, steht Österreich noch immer an Moskaus Seite. Die Legitimation für diesen geschmeidigen Kurs bietet die Staatsdoktrin Neutralität.
Wladimir Putin wird mit internationalem Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen gesucht – und ist Xis Ehrengast auf dem Belt and Road Forum. Das sagt auch etwas über China aus.
Raketen sind die Bewohner von Sderot gewohnt, doch nun müssen sie ihre Stadt verlassen. Tausende Menschen werden ins Landesinnere gebracht. Israel rückt zusammen.
Er lebt unbehelligt in Kanada, bei einem Besuch von Wolodymyr Selenskyj wird er gar gewürdigt. Dann wird klar, dass Jaroslaw Hunka für die Nazis gekämpft hat. Wer ist er?