© Emilio Naranjo/Reuters

Spanien: Neue Regierung, neues Land?

WOCHENÜBERSICHT vom 10. April bis 16. April 1947

“Deutschland wird das Herz Europas bleiben, und wenn man es zerschneidet, dann heißt das, daß man Europa ins Herz trifft und Europa krank wird“, so sagte Ministerpräsident Marschall Smuts vor dem südafrikanischen Parlament.

WOCHENÜBERSICHT

Die Sowjetregierung hat der Einladung des Generalsekretärs der UNO, einen Vertreter für den Treuhänderrat zu ernennen, nicht Folge geleistet.

Wochenübersicht

Im Mittelpunkt der Moskauer Außenministerverhandlungen stand das Reparationsproblem. Eine umfassende Darstellung der Moskauer Vorgänge befindet sich auf der ersten Seite dieser Nummer.

Gespräch Clavigo-Hamlet

Clavigo: Und das sagen Sie mir, Hamlet? Haben Sie denn nie Literaturgeschichten gelesen? Dann wüßten Sie nämlich, daß, wenn irgendeiner, Sie selbst als Prototyp des nichtdramatischen Helden darin herumgeistern.

Taktiker Peron

Unter dem Beifall einer großen Menschenmenge, die zur Begrüßung erschienen war, ist dieser Tage der neue Botschafter Argentiniens für Spanien, Dr.

Kurze Wirtschaftsmeldungen

Im Rahmen der Übernahme der wirtschaftlichen Verantwortung für die britische und amerikanische Zone durch die deutschen Zweizonen-Verwaltungsämter wurde das bisher in Hamburg ansässige Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft nach Stuttgart verlegt.

Not und Planung in Westeuropa

Das große westeuropäische Industriezentrum, Ausgangspunkt des modernen Kapitalismus und der technischen Revolution – des 15.

Lausbuben oder Engel?

Mozart könnte das Lied "Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein" gut zum Spezialgebrauch für die Wiener Sängerknaben geschrieben haben.

WOCHENÜBERSICHT

Am 10. März 1947 werden die Außenminister in Moskau zusammentreten, um die Friedensverträge mit Deutschland und Österreich in ihren Grundzügen zu besprechen.

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Über alle noch offenen Fragen der Friedensverträge mit Italien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Finnland sowie über die Verfassung von Triest und die Donauschiffahrt haben sich die vier Außenminister geeinigt.

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Bei den Wahlen zum amerikanischen Kongreß hat die republikanische Partei seit 12 Jahren zum ersten Male wieder die Mehrheit errungen.

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Die UNO-Vollversammlung wird am 23. Oktober durch eine Rede Präsident Trumans eröffnet. Da Bevin zur Eröffnung noch nicht in New York sein kann, wird Luftfahrtminister Noel Baker bis zu seiner Ankunft die Führung der britischen Delegation übernehmen.

Lebensstandard, hier und drüben

Selbst von Engländern ist gelegentlich zu hören, daß man in Deutschland vor dem Kriege besser gelebt und auf die Wohnung mehr Sorgfalt gelegt habe als in England.

Um die Neutralität der Schweiz

Der Schweizer Außenminister, Prof. Petitpierre, hat jetzt eine Frage aufgeworfen, die für im Schicksal der Schweiz entscheidend ist.

Belgiens Wiederaufstieg

Im September 1944 wurde Belgien frei von der deutschen Besetzung. Noch war der Kampf an seinen Ostgrenzen im vollen Gange, noch war eine Vielzahl alliierter Soldaten im belgischen Hinterland in Stäben und Depots tätig, ab die Regierung die ersten Maßnahmen beschloß, die das Land wieder in Friedensverhältnisse zurückführen sollten.

Krise des Suezkanals

Seit der Eröfhiung des Suezkanals im Jahre 1869 ist Nahostpolitik ein integrierender Bestandteil der WeltpolJiik. England, Frankreich, die Türkei waren zunächst die in erster Linie interessierten Mächte.

Vorhutschicksal

Wenn wieder einmal die Welt zusammenbricht und gewohnte Ordnungen zerfallen, beginnt Im Inneren die Völkerwanderung der Vorstellungen.

Polen stimmt ab

Nach Frankreich und Italien wird am 30. Juninunmehr auch Polen eine Volksabstimmung veranstalten. Die drei Tragen, auf die die Polen zuantworten haben werden, lauten: 1.

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Die italienischen Wirtschaftsfragen standen als erster Punkt auf der Tagesordnung der Pariser Konferenz der vier Außenminister, die am Montag unter dem Vorsitz des britischen Außenministers Bevin zur zweiten Sitzung zusammentrat.

Angeklagtes Spanien

Der Weltsicherheitsrat der UNO ist vor einiger Zeit mit einer recht delikaten Aufgabe betraut werden. Er sollte die Frage entscheiden, ob Spanien infolge seines faschistischen Regimes und seiner außenpolitischen Haltung eine Gefahr für den Weltfrieden darstelle, und welche Maßnahmen Spanien gegenüber in diesem Fall ergriffen werden sollten.

Wille zur Synthese

Am kommenden Sonnabend werden die Außenminister in Paris erneut zur Konferenz zusammentreten. Zwar werden sie dort nicht in einem Konklave nach dem Vorbild römischer Papstwahlen sitzen – nicht eher entlassen aus ihm, als sie sich geeinigt haben –, aber die Notwendigkeit, nunmehr endlich die Vorbereitung eines Friedensschlusses zustande zu bringen, ohne den sich die Erholung der Welt täglich von neuem als unmöglich erweist, stellt einen nicht weniger gebieterischen Zwang dar.

Rekord-Schiffbau

Seitdem Lloyd’s Register seine Berichterstattung wieder aufgenommen hat, läßt sich ein Überblick über den Wiederaufbau der Handelsflotten geben.

Ernährungskrise, realistisch betrachtet

Aus der Fülle der Nachrichten, die in den letzten Wochen über Besprechungen, Berichte und Beschlüsse zur Welternährungskrise an uns gelangt sind; läßt sich erkennen, daß man mehr und mehr zu einer realistischen Betrachtungsweise kommt, während zunächst, monatelang, sehr viel über Planung und Lenkung "in weltweitem Rahmen" gesprochen, die Mangellage währenddessen immer verderblicher geworden war.

Ein Stein für René Schickele

Nach dem ersten Weltkrieg, als René Schickele sein Haus in Badenweiler bezogen hatte, sprachen wir manchmal davon, Ernst Stadler in den Vogesen einen Gedenkstein zu setzen, der von dem jünglingshaft adeligen Dichter künden solle.

Aufstieg und Untergang des Admirals Canaris

Canaris ist der Name eines Mannes, der in Deutschland bis zum Jahre 1945 lebte. Sein Geist wird oft im Nürnberger Gerichtssaal beschworen, denn er war vor und während des Dritten Reiches Chef der deutschen Spionage und der Gegenspionage.