: Staatsgrenze

Töten mit einem Federstrich

Schreibtischtäter stehen nur selten vor Gericht. Viel wäre gewonnen, wenn Staatsgrenzen sie nicht länger vor Strafverfolgung schützten

Sibirien: Mit dem Zug in eine andere Welt

Fast 100 Stunden ist der Reisende unterwegs von Europa nach Asien. Drei Staatsgrenzen, vier Klima- und fünf Zeitzonen liegen zwischen Berlin und Nowosibirsk.

Worte der Woche

"Herr Vorsitzender, wir teilen Ihnen mit, daß der fünfte Armeebereich den Befehl erhalten hat, alle Grenzübergänge zu besetzen und die Staatsgrenze der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien zu sichern.

Wenn Demokratien sich verleugnen

LONDON. – Die Zahl der "internationalen Flüchtlinge" – Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung über eine Staatsgrenze fliehen – wird heute auf insgesamt vierzehn Millionen geschätzt.

Wann darf geschossen werden?

Auszug aus dem "Gesetz über die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik (Grenzgesetz)" vom 25. März 1982

Wien-Budapest: Bewerbung um Expo

Längst haben Wien und Budapest entdeckt, daß Staatsgrenzen und ein paar Autostunden Entfernung überwindliche Barrieren zwischen Ost und West sind.

Als wäre nichts geschehen

Auf die atomare Katastrophe in Tschernobyl reagierten die Franzosen ganz anders als ihre europäischen Nachbarn. Die Regierung in Paris erließ zunächst keine Vorsichtsmaßnahmen, als ob die gefährliche radioaktive Wolke vor der französischen Staatsgrenze haltmachte.

Worte der Woche

"Macht die Tore weit auf für Christus, öffnet die Staatsgrenzen, die wirtschaftlichen und politischen Systeme, die weiten Reiche der Kultur, der Zivilisation, des Fortschritts.

DOKUMENTE ZUR ZEIT: "Mit klingendem Spiel"

Vor siebzehn Jahren, am 13. August 1961, haben wir die Staatsgrenze der DDR zu Westberlin unter feste Kontrolle genommen und die Sicherung unserer Staatsgrenze gegenüber der BRD verstärkt.

Innerdeutsche Verhandlungen: Bonn braucht eine Strategie

Wenn demnächst eine neue Verhandlungsrunde im innerdeutschen Rahmen beginnt, werden sich die wachsenden Hindernisse in den Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR aufs neue offenbaren.

Die Sprachlosigkeit des Hörfunks

Enthusiasten waren einmal fest davon überzeugt, daß der Rundfunk eine kulturelle Revolution einleiten werde. Die Möglichkeit zur unbeschränkten Teilnahme an den Ereignissen auf der Erde, die phantastische Überwindung trennender Staatsgrenzen müßte doch, so erwarteten sie, den Menschen ein Gefühl brüderlicher Zusammengehörigkeit vermitteln und sie insgesamt friedfertiger stimmen.

Grenzverletzer "vernichten"

Das Regime an der Staatsgrenze" (Neues Deutschland) der DDR, seiner ganzen Anlage nach dazu geschaffen, Bürger der DDR am Verlassen ihres Staates zu hindern, wird ständig perfektioniert.

Die Attacke des "Neuen Deutschland"

Die tragische Verkettung von Umständen, durch die am Grenzübergang Hirschberg bedauerlicherweise bei bis jetzt noch nicht geklärten mysteriösen Vorgängen ein mit der DDR befreundeter italienischer Kraftfahrer ums Leben kam, wird jetzt durch die BRD in schamloser Weise zu dem Versuch ausgenutzt, die ununterbrochenen Provokationen gegen die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik durch die BRD zu rechtfertigen und von deren Ursachen und Urhebern abzulenken.

J.M-M: Vorschlag für DEUS

Die für Abkürzungen weltweit zuständige ISO in Genf will es nicht länger dulden, daß wir Deutsche, wenn wir im Auto über die Staatsgrenzen rollen, mit einem schlichten "D" herumfahren.

Wo die Flucht tödlich endet...

Bei Harpe sieht die Staatsgrenze West der DDR noch friedlich aus: Kein Mensch weit und breit, auch die Wachttürme liegen verlassen da.

Drahtharfe und Staatsgrenze

Zu einem Angriff auf den Verleger Klaus Wagenbach in einer Erklärung der Presseabteilung des SED-Zentralkomitees

Flucht eines Volkspolizisten

Wir wissen nicht, was ein junger Mecklenburger oder Sachse empfindet, der als Volkspolizist an der "Staatsgrenze" der DDR auf Posten zieht, und wir wissen nicht, wie die Freiheit aussieht, wenn man das Wagnis eingegangen ist, seine Kameraden, seine Eltern, seine Angehörigen im Stich zu lassen und "in den Westen" zu gehen.