: Streik

expo 67: Streik

Ursprünglich sollte an diesem Tage ein neuer Rekord gefeiert werden: Letzten Freitag, achtunddreißig Tage vor Schluß, erreichte expo 67 das Ergebnis der Brüsseler Weltausstellung von 42 073 561 Besuchern.

Und der Sachverstand?

Die deutschen Arbeitgeber wollen ein Exempel statuieren und notfalls sogar einen Streik in der Metallindustrie in Kauf nehmen, um ihrem lohnpolitischen Glaubensbekenntnis Respekt zu verschaffen: daß die Löhne nicht stärker steigen dürfen als die Produktivität.

Der Streik der weißen Kittel

Belgien erlebte in der letzten Woche, was die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte: einen Ärztestreik. 10 000 Ärzte und 2000 Zahnärzte – 80 Prozent der gesamten Ärzteschaft des Landes – traten in den Ausstand, um die Regierung zu zwingen, das neue Krankenversicherungsgesetz noch einmal abzuändern.

Schlappe der Kommunisten

Hätte die Regierung Moro etwas mehr Selbstvertrauen gezeigt, so hätte der von den Kommunisten geleitete Allgemeine Gewerkschaftsbund (CGIL) mit seinem am 3.

Das Komplott der Funktionäre

Unter den Briefen, die die Redaktion der ZEIT zum Metallarbeiterstreik erreichten, erscheint uns der nachfolgende eines Unternehmers bemerkenswert.

Zeitungen fürchten Ruin

Seit dem 8. Dezember ist die Achteinhalb-Millionenstadt New York ohne Tageszeitungen. Eine Weltstadt, die täglich 5,7 Millionen Zeitungen konsumiert, muß sich mit ein paar Provinzblättern begnügen, die selbst im Verein mit dem Radio und dem Fernsehapparat nicht den Appetit des nachrichtenhungrigen New Yorkers zu stillen vermögen.

Londoner Börse: Weiterhin Unsicherheit

Die Baisse in London hält an. Die Stahlindustrie – ebenso wie die Automobilindustrie von Streiks heimgesucht – arbeitet bei einer Kapazität von nur 77 vH (September-Zahlen).

Aufruhr in Kasachstan

Anfang Oktober 1959 sind im sowjetischen Nord-Kasachstan Streiks und Unruhen ausgebrochen, die von Truppenverbänden erst nach blutigen Kämpfen niedergeschlagen werden konnten.

ZEIT-RAFFER

Am Mittwoch sind in den USA eine halbe Million Stahlarbeiter in einen unbefristeten Streik getreten, nachdem die über zwei Monate laufenden Verhandlungen um den Abschluß eines neuen Tarifvertrags zusammengebrochen waren.

Streik der Drucker

Der vor vier Wochen im britischen Druckgewerbe ausgebrochene Lohndisput hat sich am letzten Samstag „zum Streik verdichtet“.

Zur Kasse, bitte!

Der für diese Woche in den kommunalen Verkehrs- und Versorgungsbetrieben angedrohte Streik ist abgeblasen worden. Es mag sein, daß diejenigen, die sich als Normalverbraucher durch die Straßen zu bewegen pflegen und nun am Morgen und am Abend wie üblich ihre Straßenbahn besteigen, sich dabei mit dem Gefühl der Genugtuung des schönen Spruchs erinnern, daß nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde.

Wichtig – und warum

Polnische Arbeiter streiken: Zu einem Streik, der an den Posener Aufstand des vergangenen Jahres erinnert, kam es in Lodz, der zweitgrößten Stadt Polens.

Chinas Jugend rebelliert

Die Unruhe unter den Studenten Chinas ist seit Monaten überall spürbar und hat zu einer Reihe Streiks an Universitäten und Schulen geführt.

Leere Hörsäle?

Eben erst hatten sich Schleswig-Holsteins Metallarbeiter bereit erklärt, in ihre Fabriken zurückzukehren, da tauchte ein anderer Streik am bundesdeutschen Horizont auf.

Ein Streik kostet heutzutage viel Geld

In dieser Woche werden wir ein ebenso ungewöhnliches wie unerfreuliches Jubiläum feiern: den „Vierteljahrestag“ des schwersten und längsten Nachkriegsstreiks, des Streiks der Metallarbeiter in Schleswig-Holstein.

Wichtig - und warum

Ungarn: Schüsse, Streiks und kein Ende: Zusammenstöße zwischen Polizei und Streikenden forderten mindestens fünf Todesopfer, und Kadar verschärfte die bestehenden Ausnahmegesetze dahin, daß jetzt auch Aufforderung zum Streik mit dem Tode bestraft werden kann.

Wichtig-und warum

Aufstand in Posen: Posener Arbeiter traten in Streik aus Protest gegen die niedrigen Löhne und die schlechte Versorgung. Sie veranstalteten Massenkundgebungen, die bald auch einen politischen Charakter annahmen.

Woher kommen die wilden Streiks?

Zu dem Artikel „Betriebsgewitter“ (in der Ausgabe der ZEIT der vergangenen Woche) erhielten wir die nachfolgende Zuschrift eines Gewerkschafters, die uns bedeutsam genug zu sein scheint, um an dieser Stelle veröffentlicht zu werden.

Die Sackgassen des Streiks in Hamburg

Am Mittwoch, dem 4. August, kamen in Hamburg die Straßenbahnen, und Omnibusse frühmorgens nicht aus ihren Depots; die Schächte der U-Bahn blieben menschenleer –: Streik.

Berliner Eisenbahnerstreik

Die Sowjetrussen hatten mit den drei westlichen Besatzungsmächten ein gentlemanagreement getroffen. Die deutschen Eisenbahner hatten sich daraufhin bereit erklärt, den Streik aufzugeben.

Kominform läßt streiken

Wie Innenminister Moch erklärt hat, geht der Streik der französischen Bergarbeiter auf Anweisungen des Kominform zurück. Und der Umfang, in dem dem kommunistisch dirigierten Allgemeinen Gewerkschaftsbund, der C.

Betriebsvereinbarungen

Pressenotizen berichteten kürzlich von Streiks, nicht verursacht durch Lohnforderungen, sondern dadurch, daß einzelne Unternehmer sich geweigert hatten, eine ihnen vom Betriebsrat vorgelegte „Betriebsvereinbarung“ zu unterzeichnen.

Ein Antistreikgesetz in den USA?

Der amerikanische Kongreß wird erneut versuchen, die Streik- und Koalitionsrechte der Gewerkschaften und Arbeiter so festzulegen und abzugrenzen, daß nicht mehr wie in den letzten Jahren Streiks in lebenswichtigen Zweigen das Wohl der Allgemeinheit gefährden.