: Süleyman Demirel

Türkei: Ex-Präsident Demirel ist tot

Mehr als vier Jahrzehnte lang prägte er die türkische Politik. Nun ist der ehemalige Staatspräsident Süleyman Demirel an Herzversagen gestorben. Er wurde 90 Jahre alt.

Auf nach Europa

Die Türkei braucht Demokratie und Menschenrechte. Jetzt hat das Land einen neuen Hoffnungsträger: Präsident Ahmet Necdet Sezer

Die toten Söhne des Kurden M.

Istanbuls Kurden ist der Weg zurück in ihre Dörfer versperrt. Haus und Hof sind oft niedergebrannt. Wie will die türkische Mehrheit mit der kurdischen Minderheit umgehen? Der Prozeß gegen Öcalan wird hier zum Testfall

Sie gehören zuDeutschland

Die in der Bundesrepublik lebenden Türken sind keine Belastung, sondern eine Bereicherung

Ministerpräsidentin: Stählernes Lächeln

Die Bauern und die Granden der kleinen nordtürkischen Kreisstadt waren sich einig: "Fähig ist sie ja. Aber Ministerpräsidentin? Das denn doch nicht!" Die Rede war von Tansu Çiller, die Präsident Süleyman Demirel vor zwei Wochen zu der Trauerfeier für die Terroropfer von Solingen begleitet hatte.

Das International Press Institute (IPI): eine GSG-9-Truppe des Journalismus: Für die Pressefreiheit

Das Düna Intercontinental – im Herzen Budapests am Ufer der Donau gelegen – war voll belegt, inklusive Konferenzsaal mit Simultan-Dolmetscher-Anlage für sechs Sprachen; Staatspräsident Arpad Göncz betrat den gotisch-barock-osmanischen Sitzungssaal des pompösen Parlaments, in dem Ministerpräsident Jöszef Antall die Eröffnungsrede und Sir Ralf Dahrendorf die Festansprache hielten; am nächsten Tag war es Außenminister Géza Jeszenszky, der zu einem üppigen Buffet ins Ethnographische Museum bat, bevor man den Ausführungen des türkischen Premierministers Süleyman Demirel oder des Präsidenten des Internationalen P.

Folter in der Türkei: Steine reden lassen

Als Ministerpräsident Süleyman Demirel im November 1991 die Regierung übernahm, verblüffte er die politischen Gegner mit ungewohnten Tönen: Die „kurdische Realität“ wolle er nun anerkennen, beteuerte der Regierungschef.

Den Militärs ein Schnippchen geschlagen

Langsam scheinen die Türken wieder zu sich kommen. Die Raffinesse, mit der sie den widerstrebendes Generalen den kleinen, rundlichen Schnauzbartträger Target Özal als Wahlsieg präsentierten, läßt darauf schließen, daß sie ihre demokratischen Lebensgeister wiedergefunden haben.

Die getürkte Demokratie

Ein Lautsprecherwagen rast durch das ärmliche Kaie-Viertel von Ankara. Auf dem Dach hockt ein schwarzer Hahn aus Blech – das Symbol der "Partei der Nationalistischen Demokratie".

Letzte Woche schilderte unser Korrespondent, wie das Militär durch eine erfolgreiche Sicherheitspolitik das Vertrauen des türkischen Volkes gewonnen hat. Heute zeigt er die Kehrseite der Medaille: soziale Spannungen und enttäuschte Hoffnungen auf eine demokratische Wiedergeburt des Landes: Ruhm allein kann den Hunger nicht stillen

In Ankara und Istanbul klingen dieser Tage erste verhaltene Zweifel an, ob sich die Generäle mit ihrem jüngsten, im Vergleich zu 1960 und 1971 viel tiefer reichenden "Eingriff" nicht übernommen haben, ob die Ziele einer "neuen Infrastruktur für die türkische Gesellschaft" (so ein Stabsoffizier), eines "neuen politischen Systems" (Admiral Biren) mit einer "neuen Generation von Politikern" (Staatschef Evren) nicht zu hoch gesteckt sind.

Türkei: Der sechste Versuch von "Eisenhand"

Beim Zugriff zur Macht war Süleyman Demirel noch nie von Skrupeln geplagt. Als Sieger der türkischen Teilwahlen vom 14. Oktober hat er jetzt zum sechstenmal in den letzten fünfzehn Jahren die Chance, die Regierung in Ankara neu zu bilden.