: Supreme Court

,,Hängen wir einen Nigger auf!"

Die meisten der 20 471 Einwohner von Tupelo im Bundesstaat Mississippi sagen, in ihrem Städtchen geschehe nie etwas. Wirklich nie? Der Name Tupelo läßt an die Indianer Mississippis zurückdenken, von denen nur wenige überlebt haben; auf der Landkarte von Mississippi aber finden sich ihre Namen noch heute, und sie haben den pulsierenden Klang von Indianertrommeln: Tupelo, Tishomingo, Itawamba, Pontotoe, Chichasaw, Choctaw, Tallahathie, Coahoma, Yalobusha, Toccopola, Wenasoga.

Die Konterkapitäne von Karlsruhe

Es war die längste Nacht in der Geschichte des Gerichts. Im Beratungszimmer des Ersten Senats am Karlsruher Schloßplatz brannten die Lichter bis in den frühen Morgen des 16.

US-Recht: Kritik als Privileg

Das Buch legt die besondere Form der Gewaltenteilung klar, wie sie sich in den Vereinigten Staaten im Verhältnis zur Justiz entwickelt hat.

Hilfe zum Sterben?

Zum erstenmal haben Richter über das Sterben eines Menschen anders befunden denn durch die Verurteilung zum Tode: Der Oberste Gerichtshof des US-Staates New Jerseyerlaubte den Ärzten und Adoptiveltern der seit einem Jahr im Koma liegenden Karen Ann Quinlan, die Beatmungsmaschine abzustellen, die das Mädchen am Leben hält.

"Töten gegen Barzahlung"

Abtreibungsgegner in den USA sammeln sich in einer kämpferischen Organisation

An den Grenzen des Rechts

ZEIT: Herr Professor Leibholz, Sie waren seit 1951, seit der Gründung des Gerichts, bis 1971 Richter am Bundesverfassungsgericht.

Muß Richard Nixon ins Kittchen?

Die Demonstrantengruppe, die Richard Nixons Abschied vom Weißen Haus mit Plakaten: "Jail to the Chief – Nixon ins Kittchen! – begleitete, sprach nur für knapp die Hälfte der amerikanischen Öffentlichkeit.

Amerika in der Zerreißprobe

Nun sind die Weichen gestellt, Präsident Nixons Schicksal vollzieht sich unaufhaltsam. Das jahrelange makabre Spiel zwischen einem listenreichen Präsidenten und einem zornerfüllten Kongreß, der an die Vorschriften der Verfassung gekettet ist – juristisches Procedere gegen abgefeimte Tricks –, ist nun in die Endphase eingetreten.

Die Grenzen des Präsidenten

Der König, so lautet ein ungeschriebenes Verfassungsgesetz der absoluten Monarchie, kann kein Unrecht tun, denn er steht über dem Gesetz.

Klage Jaworskis

Knapp zwei Jahre nach dem Einbruch in das Watergate-Hauptquartier der Demokraten soll nun der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten ein Urteil fällen.

Geheimdienste in einer Demokratie sein?: Etwas außerhalb der Regel

Reinhard (von althochdeutsch Rhinehard – "der zum Spähen Ausgesandte") Gehlen kündigt seine Memoiren an: mit "Der Dienst" preußisch knapp im Titel, als werbetechnisches hors d’œuvre eine Prise Bormann-Mystizismus, zur visuellen Einstimmung ein Gehlen-Konterfei im Sonnenbrillenlook à la Greta Garbo.

Im Zweifel für die Freiheit

Mit sechs gegen drei Stimmen hat die liberale Mehrheit der Richter des Supreme Court der Vereinigten Staaten der New York Times und der Washington Post erlaubt, die Veröffentlichung der McNamara-Studie und der Pentagon-Dokumente über den Vietnam-Krieg fortzusetzen.

Verbrechen in Amerika

Im August 1968 wurde Lee Otis Johnson, ein junger Neger aus Houston in Texas, der sechstgrößten Stadt der Vereinigten Staaten, zu dreißig Jahren Gefängnis verurteilt, zu zehn Jahren mehr als der Staatsanwalt beantragt hatte.

Ruf nach Rebellion

An Kandidaten und Richter des Supreme Court, des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, werden höchste ethische Anforderungen gestellt – genügend Anlaß zu politischem Ränkespiel zwischen konservativen und liberalen Kräften im Kongreß.

Wiederzulassung der KPD?

Die Regierung Adenauer, die am 22. November 1951 den Antrag gestellt hat, die KP verfassungswidrig zu erklären, hatte sicherlich nicht die törichte Illusion, den sogenannten Marxismus-Leninismus mit gerichtlichen und polizeilichen Mitteln zu unterdrücken, nicht einmal auf dem Gebiet der Bundesrepublik, erst recht nicht dort, wo er mächtig oder gar an der Macht war.

Nur mit Zittern und Zagen

Erstens: Die Frage lautet – ob überhaupt. An der öffentlichen Notstandsdebatte habe ich mich nicht beteiligt, weil ich das Gefühl hatte, daß die Argumentation ins Übertriebene geriet und daß es wahrscheinlich weniger auf das Ob überhaupt, als eigentlich auf das Wie einer solchen Normierung ankomme.

Der verhaßte Konzern (II)

Das Mißtrauen der amerikanischen Regierung gegen Großunternehmen und Konzerne verbaut der Wirtschaft den Weg in die Zukunft.

Die unvollkommene Trennung

Unser Grundgesetz gewährt unbedingte und nicht durch Gesetzesvorbehalt beschränkte Religionsfreiheit. Der Satz der Weimarer Vzrfassung: "Es gibt keine Staatskirche" ist ins Grundgesetz übernommen.

Der Kampf in Montgomery

Seit 1945 lebte der Pfarrer Dr. Martin Luther King, ein Neger, in Montgomery, der Hauptstadt des Staates Alabama, von deren Einwohnern etwa die Hälfte Neger sind und damit allen den Beschränkungen unterworfen, die die Gesetzgebung der Südstaaten über ihre farbige Bevölkerung verhängt.