: Susan Sontag

Horaz und ich

Heiner Müller als Lyriker: Eine eher mäßige Begabung

Wenn Blicke töten

Im "Goldenen Buch der Rolleiflex" von 1935 heißt es über das Photographieren: "Schnappschuß bedeutet Krieg. Einen friedlichen Krieg zwar, bei dem es keine Verwundeten ...

Camille Paglia: Männer flüchten, Frauen gebären

Seit die Prominenz über sie hereinbrach, verteilt die 43jährige Hochschullehrerin Audienztermine wie andere Dozenten Seminarscheine. Nur zu gern empfängt sie in ihrem Büro in der Philadelphia University of the Arts.

Uraufführung in Bonn: "Alice im Bett" von Susan Sontag: Die Feministin auf der Erbse

Es gibt auf diese Frauenfrage eine wahre Antwort, eine weibliche, eine naturgemäß schreckliche. Virginia Woolf, die Shakespeares Schwester für ihre Streitschrift "Ein Zimmer für sich allein" erfunden und auf den schönen Namen "Judith" getauft hat, stellt sich das traurige Ende der Geschichte so vor: Judith "brachte sich an einem Winterabend um und liegt nun an einer Wegkreuzung begraben, wo jetzt die Omnibusse halten, außerhalb von Elephant und Castle".

Im Schatten des Teufels

Salman Rushdies Ächtung trifft auch seine Frau, die Schriftstellerin Marianne Wiggins

Aids: Gegen die Angst

Das Grauenvolle der Krankheit Aids ist uns in zwei Bildern im Kopf eingebrannt: ein junger schöner Mensch, strahlend. Und dann: ein zerfallener Leichnam, der noch lebt, zwei Augen flehen uns an.

Ein Wunder an Sprachkraft, eine Meisterleistung der Dialogregie: Schwarzer Spiegel

Beste DDR-Literatur aus USA. Da das kein Aperçu sein soll, will es begründet sein. Die Literatur in der DDR hat seit eh und je eine gleichsam zusätzliche, außerliterarische Funktion: Sie ersetzt die nicht vorhandene Öffentlichkeit, nimmt nicht ausgetragenen Disput und nicht verbreitete Information auf; von Erwin Strittmatters "Ole Bienkopp" über Christa Wolfs "Störfall" bis zu Volker Brauns Lenin- und Trotzki-Stücken gibt es da eine lange Linie.

Schaut her, ich war da

Zwei Touristen stehen auf dem Eiffelturm. "Mach mal’n Bild!" sagt der eine und drückt dem anderen die Kamera in die Hand. Dann lehnt er sich mit dem Rücken an die Brüstung, der Wind fährt ihm ins Haar, weit unter ihm in der Abendsonne liegt Paris.

Von Maine bis Mexiko

Die außerordentliche Vielfalt der US-amerikanischen Literatur dürfte auch damit zusammenhängen, daß sich der amerikanische Nationalcharakter aus einer Mischung nahezu aller europäischer und etlicher außereuropäischer Kulturen entwickelt hat.

Fritz J. Raddatz: Pariser Tagebuch (3)

Lese im Globe unter der Überschrift "Ne nous quitte pas ..." (ein Chanson von Jacques Brei, das jede Pariser Concierge kennt, heißt "Ne me quitte pas .