© Delil Souleiman/​AFP/​Getty Images

Syrien: Acht Jahre Krieg

  • Die Kurdenmiliz YPG hat ihre bewaffneten Truppen aus dem nordsyrischen Grenzgebiet abgezogen. Die Türkei kündigte gemeinsame Patrouillen mit Russland in dem Gebiet an. Die türkische Regierung stellte eine Rückgabe der Gebiete an Syrien in Aussicht, sollte die syrische Regierung in der Lage sein, ihr Territorium zu schützen und "Terrororganisationen" zu bekämpfen.
  • Am 9. Oktober hatte die türkische Armee eine Militäroffensive im Norden Syriens gestartet. Ziel war die YPG, die die Anti-IS-Allianz Syrische Demokratische Kräfte (SDF) anführt und von der Türkei aufgrund ihrer Nähe zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK als Terrororganisation betrachtet wird.
  • Die USA hatten ihre an der Grenze stationierten Truppen zuvor abgezogen und so einem türkischen Einmarsch den Weg geebnet. Die Entscheidung Donald Trumps rief weltweit Empörung hervor. Die Kurden waren die wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat.
  • In Syrien herrscht seit 2011 Bürgerkrieg. Aus friedlichen Demonstrationen während des Arabischen Frühlings entwickelte sich ein Krieg mit vielen Fronten: Diktator Baschar al-Assad bombardierte die eigene Bevölkerung. Auch der "Islamische Staat" (IS) und Rebellenmilizen wie die salafistische Ahrar al-Scham, der Al-Kaida-Ableger Al-Nusra und die Muslimbrüder griffen Zivilisten an.
  • Millionen Menschen flohen aus Syrien, Hunderttausende starben, 45 Prozent der Bevölkerung wurden vertrieben. Viele Städte sind großflächig zerstört.
  • Im September 2014 schloss sich unter der Führung der USA eine Militärkoalition mit Deutschland, Frankreich, der Türkei und mehreren arabischen sowie europäischen Staaten zusammen, die aus der Luft IS-Ziele in Syrien und im Irak angriff. Inzwischen ist der IS in Syrien weiträumig zurückgedrängt. Im März 2019 meldeten die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) die Befreiung der letzten IS-Bastion Baghus.