: Terrorismus

Das Leben steht höher

Ich bin auch der Meinung, daß entführte Politiker sich nicht austauschen lassen sollten, nur so wird die Entführung als politisches Druckmittel wertlos.

Wer bringt unseren Staat in Gefahr?

Ein Teil der Opposition scheint finster entschlossen, den Volkszorn, den die Entführung von Peter Lorenz ausgelöst hat, um jeden Preis parteipolitisch nutzbar zu machen – getreu der fatalen Parole von Franz Josef Strauß: "Den Rechtsstaat retten – das ist blödes Zeug.

Ein Asyl-Land für Anarchisten?

Am weitesten ist hierzulande die Meinung verbreitet, daß die Häftlinge in Aden "auf Verständnis" hätten rechnen können; daß der Terrorismus der Deutschen mit den "revolutionären Umtrieben im Südjemen" artverwandt sei und daß die fünf aus brüderlicher Verbundenheit willkommen geheißen worden seien.

Zeitspiegel

Nicht der Terror macht den Vereinten Nationen zu schaffen. Die Parkprobleme für die Limousinen der UN-Diplomaten machen der Weltorganisation, gegründet zur Erhaltung des Friedens, allem Anschein nach weitaus mehr Sorge.

"Ein Staatsstreich in fünf Minuten"

Nachts auf der Florida, der schicksten Einkaufsstraße der argentinischen Hauptstadt, herrscht ein Leben wie auf der Via Veneto.

Ruhe, ich will noch lernen

Acht unveröffentlichte, abgeschlossene Gedichtbände hinterließ der chilenische Nobelpreisträger Pablo Neruda, als er im September letzten Jahres starb.

Italien: Neue Anschläge?

Das italienische Kabinett Rumor beriet am Dienstag über die Bekämpfung des Bombenterrors, der in Italien eine Atmosphäre der Angst verbreitet.

Am 22. Juli wollen sich in Dublin Untergrundkämpfer er aus aller Welt treffen. Etwa 300 Delegierte der verschiedensten Guerilla-Organisationen werden in Irlands Republik erwartet. Formiert sich hier eine Internationale des Terrors?: Durch Terror zur Gerechtigkeit?

Ein Gespenst geht um in der Welt – das Gespenst des Terrorismus. Alle Mächte der alten Welt haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der rote Zar, Kissinger und Giscard, amerikanische Linke und deutsche Verfassungsschützer.

Wo Gewalt vor Recht geht

In Kanada wurde der Minister Laporte von Quebec-Fanatikern getötet, in Lod brachten japanische Attentäter 27 Israel-Pilger um, in Fürstenfeldbruck ermordeten arabische Terroristen 12 israelische Sportler – all dies mußte geschehen, ehe sich die Organisation der Vereinten Nationen, die Weltfriedenshüterin, endlich dazu aufraffte, auf Anregung des Generalsekretärs Waldheim eine Debatte über die Epedemie der Gewalt, ihre Grenzen und Gegenmittel auf die Tagesordnung zu setzen.

Aktuelle Krisenherde

Das Klima der Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik, das nach der erzwungenen Freilassung der drei Mörder von München fast auf den Nullpunkt abgesunken war, hat sich wieder gebessert.

UN: Erfolg für Waldheim

Mit einem überraschenden Erfolg für UN-Generalsekretär Kurt Waldheim begann die Generaldebatte der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York.

Hals auf dem Block

Der philippinische Präsident Ferdinand E. Marcos hat am Sonnabend voriger Woche über die 7100 Inseln seines Landes das Kriegsrecht verhängt.

Rechtsstaat = Recht Staat

Die "Rote Armee Fraktion (RAF)", wie sich die Baader-Meinhof-Gruppe seit 1970 nennt, hat ihren selbsterklärten Krieg gegen. den Rechtsstaat verloren.

Die Saat der Gewalt

Der Redakteur der Tagesschau hatte sich wohl nichts dabei gedacht: Auf die Meldung von neuen Bombenanschlägen in der Bundesrepublik ließ er unmittelbar die Nachricht folgen, amerikanische B 52 hätten die bisher schwersten Bombenangriffe gegen Ziele in Vietnam geflogen.

"Heißer Krieg" gegen Basken

Hinter den streng verschlossenen Türen eines Militärgerichtshofes in Burgos, der ehemaligen Hauptstadt Kastiliens, beginnt diese Woche der größte politische Prozeß seit den Säuberungsaktionen nach dem spanischen Bürgerkrieg.

Prags neue Zwingherren

Der bedeutendste Wirtschaftsreformer Prags klagt an: Der Kommunismus Moskauer Prägung läßt alles Leben erstarren

Gegen den Terror: Der 11. September und die Zukunft der offenen Gesellschaft

Im Rahmen seines Staatsbesuchs in Indien sprach Bundespräsident Johannes Rau am 4. März in Neu-Delhi vor Vertretern von Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kultur über die Auswirkungen des 11. Septembers. Er bezeichnete den Terrorismus als neue Herausforderung für demokratische, offene, pluralistisch verfasste Gesellschaften