: Triumph-Adler

Manager und Märkte

Olivetti: Einäugig unter Blinden Versicherungen: Angst vor Umweltrisiken Benzinpreise: Aufklärung vor Gericht

Italien: Spiel ohne Grenzen

Mit einem Geflecht von Beteiligungen bautsich Konzernstratege De Benedetti eine europäische Firmengruppe

MANAGER UND MÄRKTE

Genau ein Jahr ist Francesco Tatö Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Triumph-Adler AG (TA) – jetzt wurde seine Stellung bei dem Schreibmaschinenhersteller, der im vergangenen Jahr vom italienischen Olivetti-Konzern übernommen wurde, deutlich gestärkt.

Fahrt auf Reserve

Carl Horst Hahn liebt es, an der Spitze zu stehen – im Vorstand von Volkswagen tut er das seit fünf Jahren. Richtig schön ist dieses Gefühl aber erst, seit er sagen kann: "Wir sind die Nummer eins in Europa.

Rastlos und ratlos

Eine scheinbar harmlose Frage richteten Interviewer des Bielefelder Emnid-Instituts an 779 Mitglieder deutscher Aufsichtsräte: "Halten Sie die strenge Aufgabentrennung zwischen Aufsichtsrat (Kontrolle) und Vorstand (Geschäftsführung) nach dem deutschen Aktiengesetz für richtig?" – Die Antwort war einigermaßen schockierend: 25 Prozent aller Befragten antworteten mit einem schlichten "Nein".

MANAGER UND MÄRKTE

Muammar al-Ghaddafi macht Kasse. Die staatliche libysche Finanzholding Lafico verkauft ihre vor zehn Jahren erworbene Beteiligung von 15,19 Prozent am Kapital der Rat SpA in Turin.

MANAGER UND MÄRKTE

Was lange währt, wird hoffentlich endlich gut. Sechs Jahre lang versuchte die chemische Industrie der Bundesrepublik mit Anzeigenkampagnen ihr durch Umweltskandale ramponiertes Image aufzupolieren – mit eher minderem Erfolg.

MANAGER UND MÄRKTE

Krauss Maffei: Flaute im Panzergeschäft Triumph-Adler/Olivetti: Warten auf Juli

MANAGER UND MÄRKTE

Triumph-Adler: Parallel-Konzept American Express: Besserer Bargeldservice Bayerische Sparkassen: Neuer Chef

Triumph Adler: Neuer Partner im Visier

Der Chef des Volkswagenwerkes, Carl H. Hahn, ist offensichtlich auf dem besten Wege, eine Fehlinvestition seiner Vorgänger zu bereinigen, die das Unternehmen bisher nicht weniger als 1,7 Milliarden Mark gekostet hat: Die 1979 gekaufte und auch im letzten Jahr noch mit knapp hundert Millionen Mark defizitäre Nürnberger Büromaschinen-Tochter TA Triumph-Adler AG soll möglicherweise unter die Fittiche des italienischen Konzerns Ing.

Wirtschaftsgipfel: Die Industrie zahlt die Zeche

Der Bundesregierung ging es vor allem ums Geld. Nur zweieinhalb Millionen Mark plante sie für den Bonner Weltwirtschaftsgipfel ein, viel zu wenig, um die tausend Delegationsmitglieder und 3800 akkreditierten Journalisten angemessen aufzunehmen und die Bundesrepublik ins rechte Licht zu rücken.

Zu früh für tot erklärt

Vor drei Jahren herrschte Lärm auf der Straße, wurden Spruchbänder geschwungen, ertönten Sprechchöre, läuteten die Glocken der benachbarten Kirchen Sturm, weil es in den Werkhallen still werden sollte.

Büromaschinen: Neues vom Multi

Eine Nachricht alarmierte in der letzten Woche weltweit die Kommunikationsbranche. Der Computer-Gigant IBM, der in den vergangenen Jahren in der Sparte Textverarbeitung immer mehr Marktanteile verloren hatte, weil er zu lange an der technisch veralteten Kugelkopfschreibmaschine festhielt, meldete sich als innovativer Büromaschinenhersteller zurück.

Computer-Weltklasse in Paderborn: Der knorrige Patriarch der Elektronik

Heinz Nixdorf ist 59 Jahre alt und ein Westfale, wie er im Buche steht – groß, eckig, blond, spröde. Anders als ein Hans L. Merkle, ein Eberhard von Kuenheim, ein Wilfried Guth überglänzt er keinen Aufsichtsrat, brilliert er nicht auf internationalen Symposien, und im Fernsehen, schmückt er auch nicht die Parties der Wirtschaftsprominenz an Ruhr, Rhein, Neckar und Isar.

MANAGER UND MÄRKTE

Der Einstieg in das Büromaschinengeschäft bringt für das Volkswagenwerk immer neuen Ärger: Erst wurde für Triumph-Adler in Nürnberg zuviel Geld bezahlt, dann mußte der Autokonzern auf öffentlichen Druck geplante Betriebsschließungen zurücknehmen, dann häufte die neue Tochtergesellschaft immer neue Verluste auf und nun wird auch noch der erst seit zweieinhalb Jahren amtierende Vorstandsvorsitzende Peter Niedner abgelöst.

Streik: Widersinnig

Noch ist die Erinnerung nicht ganz verblaßt an jene Tage, in denen die Mitarbeiter des Büromaschinenherstellers Triumph-Adler in Frankfurt mit Fahnen, Transparenten und Parolen dagegen protestierten, daß sie ihre Arbeitsplätze verlieren sollten.

Büromaschinen: Die Japaner abgeblockt

Peter Niedner hätte sich einen schöneren Beweis für die Richtigkeit seines neuen Fertigungskonzeptes kaum wünschen können: Der Chef des zum VW-Konzern zählenden Bürotechnik-Unternehmens Triumph-Adler wird künftig seinen schärfsten inländischen Konkurrenten mit elektronischen Schreibmaschinen beliefern.

Der Sanierer von morgen

Der VW-Konzern steckt in den roten Zahlen; die Aktionäre müssen für 1982 auf eine Dividende verzichten; der erste Platz unter den deutschen Autokonzernen, gemessen am Umsatz, muß für Daimler-Benz geräumt werden – fürwahr, die Lage in Wolfsburg ist, ein gutes Jahr nach dem Amtsantritt von Carl H.

Volkswagenwerk: Falsch geschaltet

Eigentlich kommt keine der Nachrichten überraschend: Die Verluste des Volkswagenkonzerns in den USA (siehe Seite 17 "Rabbit im Rückwärtsgang") haben sich schon im vorigen Jahr angekündigt; die Büromaschinentochter Triumph-Adler kostet wie erwartet auch in diesem Jahr wieder viel Geld; nach niedrigen Gewinnen im Vorjahr war schon im Herbst 1982 so gut wie sicher, daß die Aktionäre wohl nicht mit einer Dividende rechnen könnten.

Schreibmaschinenmarkt: Angst vorm Wolfsrudel

Peter Niedner liebt die bildhafte Sprache. Und wenn der Vorstandsvorsitzende der ums Überleben kämpfenden Volkswagen-Tochter Triumph-Adler AG für Büro- und Informationstechnik (TA) in Nürnberg von seinen Konkurrenten in Fernost redet, kommt er besonders in Fahrt.