: Vanessa Redgrave

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Jewgeni Lebedew: Ein Oligarch für die Pressefreiheit

Der junge Oligarch Jewgeni Lebedew umgibt sich in London mit Literaten, betätigt sich als Verleger – und arbeitet als Krisenreporter. Ein Besuch bei dem Russen.

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Menschenrechte: Der Mann, der aus der Folter kam

Der Bremer Murat Kurnaz saß fünf Jahre in Guantánamo. Nun reist er durch Europa und bittet die EU um eine ungewöhnliche Geste.

Film: Antonioni ist tot

"Ich habe immer die gleichen Filme gemacht", sagte Michelangelo Antonioni über sein Werk. Die Unfähigkeit der Menschen zu echten Gefühlen war sein großes Thema

Film: Fotografische Täuschung, voyeuristische Lähmung

Vor 40 Jahren drehte Michelangelo Antonioni den "Swinging-London"-Kultfilm "Blow Up". Doch der hat mit der Metropole und den "wilden Sixties" eigentlich nicht viel zu tun, mit der Gegenwart dagegen umso mehr

Russland: Hier tobte der Bär

Im Hotel Rossija begegneten sich Ost und West. Noch heute sind die Moskauer dem Koloss in Hassliebe verbunden. Nun steht der Abriss bevor

Essay: Einsamer Protest der Massen

Die Öffentlichkeit des Westens wird unpolitisch. Das Privatleben der Regierenden interessiert mehr als deren Amtsführung. Sogar die Protestbewegungen haben sich von der Politik verabschiedet

Zeitspiegel

Der bislang jüngste Leidtragende des Börsenkrachs ist ein 15jähriger Schüler aus Derbyshire, Großbritannien. Während seine Kameraden in der Schulpause brav ihre Suppe löffelten, versuchte er sich als Spekulant und orderte Aktien für über 100 000 Pfund bei einem Brokerbüro.

Siegfried Schober: IM KINO

Vanessa Redgrave spielt in "Wetherby", dem ersten Film des englischen Theater- und Drehbuchautors David Hare, eine Lehrerin, in deren Schicksal, folgt man Hares Äußerungen, sich der ganze desolate Gemütszustand Englands widerspiegelt.

Ich bin Mutter Courage

Der Vorhang hebt sich, das Spiel beginnt. Zuerst das Bühnenbild: ein viktorianisches Interieur in Weinrot, mit schweren Portieren und Samtsesseln.

Fernseh-Vorschau: Musik aus der Hölle

Gestritten wurde über diesen Film schon, als er noch nicht einmal gedreht worden war. Die Ankündigung der Produzentin Linda Yellen, niemand anders als Vanessa Redgrave werde die Hauptrolle in dem Fernsehdrama nach Fania Fenelons Auschwitz-Erinnerungen "Sursis pour un orchestre" spielen, löste bei jüdischen Organisationen in den USA Empörung und Proteste aus.

Filmtips

"Yanks – Gestern waren wir noch Fremde" von John Schlesinger, der in den sechziger Jahren mit Filmen wie "Nur ein Hauch Glückseligkeit" und "Billy Liar" zu den Erneuerern des britischen Kinos zählte und jetzt nach einer wechselvollen Hollywood-Karriere ("Asphalt Cowboy", "Marathon Man") auf vertrautes Terrain zurückkehrt.

Filmtips

„Kein Koks für Sherlock Holmes“ von Herbert Ross ist keine überdrehte Farce wie Gene Wilders „Sherlock Holmes’ cleverer Bruder“, sondern eine elegant-stilvolle Parodie, deren Vergnügen in den ironischen Verknüpfungen von Fakten und Phantasie liegt.