: Vernichtungslager

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Gewalt gegen Roma: Brennender Hass

Dragan J.s Großvater starb 1944 in Auschwitz, seine Tochter 1994 nach einem Anschlag auf ihre Notunterkunft in Köln. Er fühlt sich in der deutschen Geschichte gefangen.

Holocaust: "Und sie vergasen sie"

1944 vergrub der Jude Marcel Nadjari bei Auschwitz einen Brief an die Nachwelt. 36 Jahre später fand man seinen Text – vollkommen verwittert. Nun wurde er entziffert.

Demjanjuk-Prozess: Ivan der Armselige

Das letzte große NS-Verfahren geht zu Ende. Was sagt der Demjanjuk-Prozess über die Schuld des Angeklagten? Und was sagt er über uns, die Nachgeborenen?

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Nationalsozialismus: Ausgraben gegen das Vergessen

Archäologen haben die Ruinen des Vernichtungslagers Sobibór freigelegt. 1943 hatten die Nazis es gesprengt, um Spuren zu verwischen. Doch einige Beweise haben überdauert.

Islamophobie: Erdoğans Killer-App

Islamkritik ist gleich Islamophobie ist gleich Antisemitismus ist gleich Vernichtungslager. Wer so argumentiert, und sei es implizit, würgt den Dialog ab. Von Josef Joffe

Holocaust: Geschichtsnachhilfe für Chinesen

Zum ersten Mal zeigt eine Ausstellung in Peking die Realität im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Für viele Chinesen sind die Bilder ein Schock.

Labor Auschwitz

Von der Datensammlung über Aussonderung zum Massenmord: der Sündenfall einer politisierten Wissenschaft

Baden-Württemberg: Die Gräber von Gurs

Ende Oktober 1940 meldete Badens Gauleiter stolz nach Berlin, daß sein Gau als erster des Reiches „judenfrei“ sei. Judenfrei: die rund zehntausend badischen Juden waren allesamt in südfranzösische Vernichtungslager geschafft worden.

Warschau: "Sie waren unsere Brüder"

Warschau feierte den 45. Gedenktag des Getto-Aufstands von 1943 auf zweierlei Weise: Am 18. April enthüllte das offizielle Organisationskomitee einen Marmorblock am ehemaligen Umschlagplatz, von wo 300 000 Juden in das Vernichtungslager Treblinka abtransportiert wurden.

Kurt Gerstein: Protokoll aus dem Vernichtungslager Belzec: Tot nach 32 Minuten

Zu den fürchterlichsten Dokumenten der Vernichtungs-Aktionen der SS zählt ein Gedächtnisprotokoll des Dr. Kurt Gerstein. Er war – als Anhänger der Bekennenden Kirche und leidenschaftlicher Feind der Rassenideologie der Nazis – in die SS eingetreten, um, wie kirchliche Würdenträger später bezeugten, „das Schlimmste zu verhüten“.

Befehl war nicht Befehl

Ein Spruch des Strafsenats beim Münchner Oberlandesgericht hat unter Juristen Verwirrung gestiftet. Nachdem die 4. Strafkammer des Landgerichtes I ein Verfahren gegen sieben ehemalige SS-Männer des Vernichtungslagers Belzec abgelehnt hatte, mußte auf Einspruch der Staatsanwaltschaft die höhere Instanz den Fall entscheiden.