: Victor Klemperer

Hamburg: Daniel Kehlmann erklärt Victor Klemperer

Burghart Klaußner liest ausgewählte Passagen aus einem bisher nie publizierten Kapitel von Victor Klemperers "Revolutionstagebuch 1919". Autor Daniel Kehlmann spricht mit ZEIT-Feuilletonchef Adam Soboczynski über die Tagebücher.

© Fox Photos/Hulton Archive/Getty Images

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Vor 70 Jahren zerstörten die Alliierten Dresden aus der Luft. In den Jahren davor hatten die Deutschen Millionen Europäer terrorisiert. Fünf Städte und ihr Schicksal

Abkindern oder Abzahlen?

November 1976. Ganz Deutschland feiert den Beginn der Wiedervereinigung, denn heute hat die Viermächtekonferenz beschlossen, der Wiedervereinigung Deutschlands keine Hindernisse mehr in den Weg zu legen.

Kritische Annalen von Walter Jens: Im Stile eines schlechten Predigers

Die nationalsozialistische Rhetorik, lingua tertii imperii, ist seit einiger Zeit zum Gegenstand semantischer und syntaktischer Analysen geworden: Vierzehn Jahre nachdem Victor Klemperer unter dem Titel LTI sein Notizbuch eines Philologen publizierte, erschien Eugen Seidels und Ingeborg Slottys Untersuchung „Sprachwandel im Dritten Reich“ (Halle 1961), gefolgt von Cornelia Bernings Studie über das Vokabular des Nationalsozialismus (vom „Abstammungsnachweis“ zum „Zuchtwart“) und Sigrid Frinds Arbeit über die Sprache als Propagandainstrument in der Publizistik des Dritten Reiches, einer Dissertation der Freien Universität Berlin vom Jahr 1964.

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ES ENTHÄLT jene fünfundzwanzig bekannten und weniger bekannten belletristischen Prosawerke, die hier, da die Gliederung in „Romane“ einerseits und „Erzählungen“ andererseits wenig Sinn hat, einmal einfach nach der Länge geordnet seien: Candide (121 Seiten) – Zadig – Die Prinzessin von Babylon – Das Naturkind – Der Mann mit den vierzig Talern – Jennis Geschichte – Amabeds Briefe – Der weiße Stier (40 Seiten) – Mikromegas – Die Ohren des Grafen Chesterfield – Die Welt, wie sie ist – Der Weiße und der Schwarze – Lobrede auf die Vernunft – Jeannot und Colin – Geschichte der Reisen Scarmentados –Der einäugige Lastträger (8 Seiten) – Cosi-Sancta – Memnon oder die menschliche Weisheit – Was das Gedächtnis erlebte – Bababek und die Fakire – Geschichte eines guten Brahmanen – Platons Traum – Die beiden Getrösteten – Indisches Abenteuer – Wenn Blinde von der Farbe reden (2 Seiten).

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Wem die öffentlich geführte Sprache nicht gleichgültig ist und wer ein geschärftes Ohr für sie besitzt, den mußte dieser markige Satz ungleich mehr erschrecken als seinerzeit die „ganz kleinen Pinscher“, die „Banausen“ oder die „Nichtskönner“.

KRITIK IN KÜRZE

„Professor Mmaa’s Vorlesung“, Roman von Stefan Themerson. An verwandte Vorgänger wie Swifts „Gullivers Reisen“ und Butlers „Erewhon“ kommt dieser groteske, satirische Science-Fiction-Roman, der 1943 entstanden ist und in einem Termitenstaat unter der Erdoberfläche spielt, zwar bei weitem nicht heran, doch streckenweise macht es schon Spaß, ihn zu lesen.

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