: Volkskammer

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Die Stasi-Gründung 1950: Spitzel unter sich

Am 8. Februar 1950 beschließt die provisorische Volkskammer der DDR die Gründung der Stasi – ungewöhnlich diskret für die sonst so propagandafreudige junge Republik.

Bonner Bühne: Die Ossis nach vorne!

Die Ossis kommen, endlich. Genauer: Ihr Gewicht verspricht zuzunehmen. Wenn alles gut geht, wird Richard Schröder, einst der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der zuletzt demokratisch gewählten Volkskammer der DDR, am kommenden Wochenende in einem brandenburgischen Wahlkreis als Bundestagsbewerber aufgestellt werden.

Ost-Berlin vor einem Jahr: Die Mauer war längst gefallen – aber Deutschland noch immer geteilt. Am nationalen Gedenktag der Westdeutschen forderten ostdeutsche Abgeordnete in einer dramatischen Sitzung der Volkskammer: Beitritt sofort!: Beinahe ein Tag der Einheit

Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen scheint uns abhanden zu kommen. Erst jetzt bemerken wir, daß die Mauer, die uns trennte, uns auch verbunden hatte – als ein gemeinsamer Feind, ein Ärgernis, das früher oder später aus der Welt geschafft werden mußte.

Nach der Vereinigung sind 144 ehemalige Volkskammerabgeordnete in den Bundestag eingezogen. Einer von ihnen ist Richard Schröder, vorher SPD-Fraktionsvorsitzender im DDR-Parlament. Hier schildert er seine Erfahrungen in Bonn.: In ein fremdes Land geraten?

Wie fühlen Sie sich in Bonn?" Die westlichen Reporter fragen uns immerfort nach unseren Gefühlen. Warum eigentlich? Einen Klempner oder Arzt auf dem Weg zur Arbeit würde man doch auch nicht nach seinen Gefühlen fragen.

"So viel kann ich nicht bezahlen"

Auf ein Wahlplakat in Teltow hat jemand mit schwarzer Farbe gepinselt: "Nicht schon wieder!" Dreimal haben die Ostdeutschen in diesem Jahr gewählt: Volkskammer, Gemeindevertretung, Landtag.

Der letzte Coup der Stasi

Das neue Deutschland ist exakt 31 Stunden alt, als sich der Rechtsstaat anschickt, die ehemalige Stasi Festung in Berlin Lichtenberg zu erobern.

Peinlich

Es war am 23. August dieses Jahres in der Volkskammer zu historischer wie nächtlich später Stunde, als der Frau Präsidentin ein Malheur passierte: Bei Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses über den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik hätte Sabine Bergmann-Pohl beinahe den "Beitrag" der DDR verkündet.

Die Urteils-Maschine

Die DDR-Justiz, gestern noch Dienerin der SED, eilt dem Rechtsstaat entgegen.

Keine Zeit für die Größe der Arbeit

Anzumerken ist ihr nicht, daß sie eine Woche hinter sich hat, die historisch zu nennen nun wirklich nicht zu hochgegriffen ist.

Ohne Symbol

Die hastige Demontage des Symbols geriet selbst zum sinnbildlichen Akt: Nach konfusem Gezänk beschloß nun die Volkskammer, das Staatswappen der DDR von allen öffentlichen Gebäuden zu entfernen oder zumindest notdürftig zu verhängen.

Mit der List der Vernunft

Martin Gutzeit, Mitbegründer der Ost-SPD, zieht in der Volkskammer die Fäden

Ein Aufsteiger in Ost-Berlin: Neuer Besen, altes Reisig

Bisher ist er vor allem durch flotte Reden und forsche Sprüche aufgefallen. In der neu gewählten Volkskammer sorgte Peter-Michael Diestel gleich nach seinem Amtsantritt für Aufregung, weil er die DDR-Verfassung in Bausch und Bogen ablehnte.