: Wackersdorf

Fernseh-Kritik: Weiterhin Atompolitik

Genauso habe ich mir die Katastrophe vorgestellt. Man kommt von einer Einladung nach Hause, gerade noch rechtzeitig zur letzten "Tagesschau", da sagt Frau Berghoff, profihaft gelassen, man müsse nun davon ausgehen, daß sich der "Größte Anzunehmende Unfall" ereignet habe, im Atomkraftwerk von Tschernobyl sei ein gigantisches Unglück passiert.

Ostermontag im Taxöldener Forst bei Wackersdorf: Rund 50 000 Demonstranten zogen gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage zu Felde. Drei ZEIT-Reporter schildern, was sich in der Auseinandersetzung mit der Polizei zutrug.: "Das ist Krieg gegen die Oberpfalz"

Die Wirtin des Gasthofes Gilch in Traunricht, einem Marktflecken ungefähr 20 Kilometer von Wackersdorf entfernt, stürzt aufgeregt ins Nebenzimmer: "Jetzt san’s alle auf amol ganga!" Die Gaststube vorne hat sich schlagartig geleert, weil die Leute von der örtlichen Bürgerinitiative hereingeschneit kamen, um die Ostermontagskundgebung vorzubereiten.

Protest ohne Paukenschlag

Das alberne Abzählspiel, wieviele Menschen nun tatsächlich an Ostern demonstrieren gingen, hat einen einfachen Grund: Die Polit-Verhaltensforscher jeder Couleur messen das Gewicht der Protestbewegung kühl an der Personenzahl und an den Sitten bei den Aktionen, Kundgebungen und Sternmärschen.

Wackersdorf und die SPD: "Ein Akt der Vernunft"

Atomkraftgegner wollen zu Ostern am Baugelände der geplanten Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf demonstrieren. Der bayerische SPD-Bundestagsabgeordnete Axel Wernitz hat vor diesen Demonstrationen gewarnt.

Sind die bayerischen Sozialdemokraten Staatsfeinde?: Chaos im Landtag

Wahrscheinlich hat sich jene "autonome Gruppe", die das Szene-Magazin freiraum herausgibt, nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen können, daß ausgerechnet ein Zitat aus ihrem "Blatt für den Staatsanwalt" (so der Untertitel im Impressum) zu einem Streit beitragen würde, der den bayerischen Landtag in die heftigste Auseinandersetzung seiner Geschichte gestürzt hat.

Grüne Harmonie in Hagen

Die Grünen haben am vergangenen Wochenende in Hagen ihre achte ordentliche Bundesversammlung beendet. Sie waren so fest entschlossen, sich nicht wieder zu streiten, daß ihnen beinahe Einigkeit gelungen wäre.

Morgen ist wieder kein Tag

Armin Halle macht sich steif, schiebt seinen Sessel dicht an den Schreibtisch, legt die Ellbogen leicht auf die Platte, nimmt ein Blatt Papier in die Hand, kippt leicht nach vorn und knipst sein Lächeln aus.

Geräumt

Es war immer nur eine Frage der Zeit, wann der Bauplatz in Wackersdorf geräumt wird. Kein rechtlich geordnetes Gemeinwesen kann es ohne Gefahr der Selbstaufgabe zulassen, daß sich ein Teil seiner Bürger auf selbstgewählten Inseln aus den geltenden Regeln und Ordnungen "ausklinkt".

Weck die tote Christenheit

Anfang dieser Woche wurden in Wackersdorf die Besetzer von der Polizei vertrieben

Nach der Bundesversammlung der Grünen: Beide Flügel werden gebraucht

Gerade rechtzeitig, fast wie bestellt, kam die Bombendrohung. "Keine Panik, wir haben noch vierzehn Minuten Zeit, den Saal ruhig zu verlassen", tönte es vom Präsidium, und die Delegierten der achten grünen Bundesversammlung gehorchten: gelassen, zumeist erheitert und überwiegend froh, daß endlich einmal ein Parteitag tatsächlich am Sonntag um 15 Uhr endete.

Wackersdorf: "Gefährlich und unnütz"

Wird die geplante Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf zum neuen Kristallisationspunkt der Atomkraftgegner? Helmut Hirsch, Physiker in Hannover und 1979 einer der prominentesten Kritiker der geplanten Wiederaufbereitungsanlage in Gorleben, faßt die Gründe zusammen, die gegen das Projekt sprechen.

WAA Wackersdorf: Die Ohnmacht schlägt durch

Dienstag, 10. Dezember 1985. Heute morgen hat der 22. Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs in München entschieden: keine einstweilige Anordnung gegen den Bebauungsplan "Westlicher Taxöldener Forst".

Energiepolitik: Atommüll für China

Unser Atomgeschäft mit China ist wie ein langsamer Klimmzug, und jeder Sportler weiß, je langsamer, desto anstrengender." Mit diesem Seufzer skizziert man bei der Kraftwerk Union (KWU) in Offenbach die chinesischdeutsche Vereinbarung.

Die Versuchskaninchen von Wackersdorf

Es war einmal ein Mann aus Altenschwand bei Wackersdorf im Landkreis Schwandorf, drei Tagesmärsche östlich von Nürnberg, der zog Jahr um Jahr mit einer Plastiktüte in den Wald, um Pilze zu suchen.

"Sie hoffen für ihre Kinder..."

Die Wiederaufarbeitungsanlage bringt Arbeitsplätze, aber auch Ängste in die Gemeinde Wackersdorf

Kernenergie: Vorsicht: Falle

Es handelt sich um eines der meist umworbenen Projekte der deutschen Industriegeschichte: die geplante Wiederaufarbeitungsanlage für Kernbrennstoffe.

Atomenergie: Gorleben in Bayern

Im östlichen Bayern wogt seit drei Wochen der Streit um ein Zehn-Milliarden-Projekt, das dieser strukturschwachen Region zu einem wirtschaftlichen Aufschwung ohnegleichen verhelfen könnte, das vielen Bürgern aber Angst einjagt: eine Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken.