: Wackersdorf

Berliner Chronik: Neues vom Theatertod: Messer im Mund

Die Lage des erst vom Berliner Senat geschlossenen, nun per Beschluß des Landesverfassungsgerichts bis zur ersten Parlamentssitzung nach der Sommerpause irgendwie und sowieso wiedereröffneten Schiller-Theaters hat sich inzwischen so verkompliziert, daß auch der Weiterbau der Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf als direkte Folge der hauptstädtischen Ereignisse nicht mehr ausgeschlossen werden kann.

Die Musterphrase

Plastikwörter beherrschen die politische Rede. Unser Autor, prominenter SPD-Politiker, ehemals Minister in Bonn, hat in einem Satz typische Vokabeln versammelt – und spürt nun ihrer Bedeutung nach

Atomenergie und Klimaschutz: Projekt Sonne

Viele in unserer Gesellschaft halten den Konsens als solchen für gut, den Konflikt für schlecht. Die Bundesregierung, die die SPD zur Rückkehr zum energiepolitischen Konsens auffordert, kann sich deshalb unabhängig von den Inhalten zunächst breiter Unterstützung sicher sein.

Bayern: Stehn’S auf! Sind’S fußkrank?!

Noch während Irmingard Schmidt den Saal betritt, bellt sie ins Publikum: „Stehn S’ auf! Sind S’ fußkrank?!“ Die Zuschauerreihen sind überwiegend von älteren Damen bevölkert, die ohnehin gerade dabei waren, sich zu erheben.

Die vertraute Katastrophe

Die Kinder von Tschernobyl haben ihren Alltag gemalt. Die Bilder (zur Zeit ausgestellt im Berliner Rathaus Schöneberg) sind altklug, unbeholfen, spontan und grandios wie Kinderbilder überall auf der Welt.

Was geschieht in Meuchefitz?

Dies ist die Geschichte eines Verdachts. Sie spielt von 1988 bis 1990 im Landkreis Lüchow Dannenberg, einem Zonenrandgebiet der Demokratie.

Freunde, hört die Signale!

Natürlich, mit Schabowskis Zettel hatte niemand gerechnet. Aus lauter Verlegenheit nannten alle miteinander den Zusammenbruch "friedliche Revolution".

Landtagswahl in Bayern: Im Süden nichts Neues

Wahlkampf und Oktoberfest: In solchen Sauf- und Salbaderzeiten reden die Mächtigen gern und viel vom Souverän. Der Souverän, in Bayern Voik genannt, redet lieber von der Wies’n, vom ermordeten Volksschauspieler Sedlmayr und vom Schwammerlsuchen.

Brücke zur Rückkehr

Das Thema Nummer eins ist heute der sogenannte Treibhauseffekt geworden, ein im Grunde ebenfalls sei

Der Sonne entgegen

Für die Familie des Einödbauern Alois Hiltensperger im bayerischen Brunnenbach bei Kochel am See hat in der vergangenen Woche ein neues Zeitalter begonnen Die Emodler am Kocheier Moor bekommen ihren Strom jetzt von der Sonne.

Wackersdorf wackelt

Es ist ein Rückzug, allerdings einer auf Raten, nach Art einer Springprozession, nur umgekehrt — ein Schritt vor, zwei zurück.

Expeditionen durch Großvaters Garten

Von Nürnberg geht es stur nach Osten, Richtung Oberpfalz. Die Autobahn über Amberg, Nabburg – und dann durch Dörfer, deren Namen nur für mich klingen: Hirschau, Wernberg, Unterköblitz, Kettnitzmühle.

Zeit für eine Denkpause

Ob die nach dem Plutonium-Unfall erneut unter Beschuß geratenen Hanauer Nuklear-Firmen Alkem und Nukem rechtmäßig betrieben werden, ob der Bonner Umweltminister die Rechtmäßigkeit per Bundesanweisung anordnen kann, das müssen jetzt unabhängige Juristen entscheiden.

Disziplinarverfahren: Förmlich angekreidet

Ein Gespräch mit dem Richter Helmut Wilhelm kann sich schon ein wenig hinziehen. Der 40 Jahre alte Jurist, Mitglied der Strafvollstreckungskammer am Landgericht des kleinen Oberpfälzer Städtchens Amberg, wägt sorgsam ab, was er sagt.

Wackersdorf: Wachsende Verbitterung

Tränengas und CS-Gas ist gemeint, das der Journalist Hans Kalischek am Bauzaun der Wiederaufarbeitungsanlage von Wackersdorf mehr als einmal abbekommen hat.