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Amazonas: Waldbrände in Brasilien

  • Im Amazonasregenwald in Brasilien wurden seit Jahresbeginn mehr als 75.000 Brände registriert. Es sind die schwersten Waldbrände seit Jahren. Mehrere Bundesstaaten haben den Notstand ausgerufen.
  • Medienberichten zufolge sollen im Bundesstaat Pará Landwirte in einer konzertierten Aktion große Flächen Wald in Brand gesetzt haben, um Platz für neue Weideflächen zu schaffen.
  • Nach internationalem Druck hat Präsident Jair Bolsonaro eine Militäroperation zum Kampf gegen die Brände eingeleitet. Mehrere EU-Staaten hatten gedroht, das Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten nicht ratifizieren zu wollen, sollte Brasilien keine Maßnahmen gegen die Waldbrände einleiten.
  • Auf dem G7-Gipfel in Biarritz wurden zusätzliche internationale Soforthilfen zur Unterstützung Brasiliens bei der Bekämpfung der Brände beschlossen. Bolsonaro lehnt die Hilfszahlungen jedoch ab. Er wirft Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der die Brände auf die Tagesordnung der G7 gesetzt hatte, eine "kolonialistische Mentalität" vor.
  • Bolsonaro hatte wiederholt erklärt, das Amazonasbecken wirtschaftlich erschließen zu wollen und Landwirtschaft auch in indigenen Schutz- oder Naturschutzregionen zu ermöglichen.