: Walter Jens

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Demenz: "Im Krankenhaus wäre Walter verhungert"

Gehören demente Angehörige ins Heim? Nein, sagt Inge Jens. Zehn Jahre hat sie ihren Mann zu Hause gepflegt. Ihr Plädoyer: Man muss sich dem Sterben stellen.

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Helmut Kohl: Lieber Langeweile als Faschismus

Peinlich, provinziell, bauernschlau – für Intellektuelle war Helmut Kohl ein Graus. Sie rieben sich an ihm, dabei entging ihnen etwas Wesentliches: Kohls Traumatisierung.

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Rhetorik: So überzeugen Sie wie Obama

Wie fesselt man das Publikum und warum reden Männer anders als Frauen? Reden kann man lernen, am besten von großen Vorbildern wie Barack Obama oder Martin Luther King.

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Auschwitz: In der Todesmühle

Thomas Gnielka war als Kindersoldat in Auschwitz und schrieb ein hochmodernes Romanfragment. Es wirft auch ein Licht darauf, ob die Gruppe 47 wirklich antisemitisch war.

Das Treffen im Seichten

Antisemitisch ist Martin Walsers Roman nicht. Aber läppisch. Marcel Reich-Ranicki hätte Schlimmbesseres verdient

E S S A Y : Moralische Geiselhaft

Es war in diesen Wochen viel von "Zivilcourage" und ihrem Gegenteil die Rede, von der "Feigheit vor dem Freund" (USA). Wer ein wahrer Freund der USA sei, müsse ihnen freimütig sagen, dass sie auf dem falschen Wege seien. An solchen freimütigen deutschen Freunden der USA hat es wahrlich nicht gefehlt. Aber gehörte Mut zu diesen Stellungnahmen? Mit der Zivilcourage ist es so eine Sache.Der Konsens der deutschen Kriegsgegner ist bequem und selbstgerecht

Kritische Annalen von Walter Jens:: Eine andere literarische Welt

Die bottle-parties der ersten Nachkriegsjahre, bei denen die Flasche aus einem Holzklotz bestand, den jedermann mitbringen mußte, und die Intellektuellen-Feten von heute haben eines gemeinsam: im Verlauf der Nacht kommt der Moment, in dem man darangeht, eine literarische Zeitschrift zu gründen.