: Walter Jens

Gruppe 47: Schicksale, die jeden einschüchtern

Vor 50 Jahren tagte die Gruppe 47 zum letzten Mal. Jetzt haben sich die Überlebenden getroffen, um mit jungen Autoren über die Zukunft der Literatur zu debattieren.

© Nicole Böttler

Demenz: "Im Krankenhaus wäre Walter verhungert"

Gehören demente Angehörige ins Heim? Nein, sagt Inge Jens. Zehn Jahre hat sie ihren Mann zu Hause gepflegt. Ihr Plädoyer: Man muss sich dem Sterben stellen.

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Helmut Kohl: Lieber Langeweile als Faschismus

Peinlich, provinziell, bauernschlau – für Intellektuelle war Helmut Kohl ein Graus. Sie rieben sich an ihm, dabei entging ihnen etwas Wesentliches: Kohls Traumatisierung.

Alzheimer: Wider die Selbst-Verzweckung

Die Regierung will klinische Prüfungen an Alzheimer-Patienten erlauben – selbst wenn diese nicht davon profitieren. Das ist falsch.

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Rhetorik: So überzeugen Sie wie Obama

Wie fesselt man das Publikum und warum reden Männer anders als Frauen? Reden kann man lernen, am besten von großen Vorbildern wie Barack Obama oder Martin Luther King.

Navid Kermani: Der Religionsflüsterer

Es gibt ihn noch, den öffentlichen Intellektuellen: Navid Kermani erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – völlig zu Recht.

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Auschwitz: In der Todesmühle

Thomas Gnielka war als Kindersoldat in Auschwitz und schrieb ein hochmodernes Romanfragment. Es wirft auch ein Licht darauf, ob die Gruppe 47 wirklich antisemitisch war.

Das Treffen im Seichten

Antisemitisch ist Martin Walsers Roman nicht. Aber läppisch. Marcel Reich-Ranicki hätte Schlimmbesseres verdient

E S S A Y : Moralische Geiselhaft

Es war in diesen Wochen viel von "Zivilcourage" und ihrem Gegenteil die Rede, von der "Feigheit vor dem Freund" (USA). Wer ein wahrer Freund der USA sei, müsse ihnen freimütig sagen, dass sie auf dem falschen Wege seien. An solchen freimütigen deutschen Freunden der USA hat es wahrlich nicht gefehlt. Aber gehörte Mut zu diesen Stellungnahmen? Mit der Zivilcourage ist es so eine Sache.Der Konsens der deutschen Kriegsgegner ist bequem und selbstgerecht

Walter Jens: Ein Intellektueller im Zehnkampf

Walter Jens war der Archetyp des linksliberalen Denkers der Nachkriegszeit. Er zielte nie bloß auf die Akademie, sondern suchte die Öffentlichkeit. Von Ulrich Rüdenauer

Literatur: Philologe Walter Jens ist tot

Der Rhetorikprofessor und frühere Präsident der Berliner Akademie der Künste litt seit Jahren an schwerer Demenz. Im Alter von 90 Jahren ist er in Tübingen gestorben.

Rhetorik: Ich, der Tausendfüßler

Gregor Gysi, der Jurist und Vorsitzende der Linkspartei, beobachtet einen Verfall der Rhetorik. Ein Plädoyer für die Kunst der Rede in der Welt der Politik

Judas: Unser nützlichster Verräter

Damit Jesus zum Heiland werden kann, musste Judas ihn verraten. Sabine Rückert beschreibt eine tragische Figur der Bibel.