: Warschauer Pakt

Völker im Wandel

Polen und Ungarn befinden sich auf dem Wege zu eigenen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen, und niemand redet ihnen offenbar hinein, wenigstens solange sie im Warschauer Pakt bleiben.

Niemand will Neutralität

Ich mochte diesen zweiten Teil meines Beitrags mit einigen Bemerkungen über die jüngste Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten beginnen.

Worte der Woche

„Es liegt nicht im deutschen Sicherheitsinteresse, weitere Null-Lösungen zu vereinbaren, solange nicht im konventionellen Bereich die dreifache Überlegenheit des Warschauer Paktes abgebaut wird.

Gehört Polen zu Europa?

Erfahrungen aus dem alltäglichen und geistigen Leben der Weichsel-Republik früher und heute

Überlegungen zum Dritten Weltkrieg

Jeder Konflikt zwischen Menschen oder sozialen Gruppen kann zur Gewaltsamkeit eskalieren. Das gilt auch für Konflikte zwischen einzelnen Menschen oder Gruppen innerhalb eines Staates oder gegen den Staat, wobei der Staat der Träger eines rechtlich anerkannten Gewaltmonopols ist.

Rumäniens Rückzug

Rumäniens Staats- und Parteichef Ceauşescu fährt das von ihm abgewirtschaftete Land wieder in die Arme Moskau. Er hat eine engere Zusammenarbeit zwischen den Armeen des Warschauer Pakts proklamiert und seinen Verteidigungsminister abgelöst.

BONNER BÜHNE: Manöver im Sandkasten

In Bonn ist es staubig, heiß und leer. Seit auch Helmut Kohl seinen Regierungssitz verlassen hat, liegt das Bundesviertel so ausgestorben da wie die Kulisse eines längst abgedrehten Films.

Bonner Zahlenspiele

Künftig sollen auf beiden Seiten nur noch je 14 000 Kampfpanzer, 7500 Schützenpanzer und 7500 Artilleriegeschütze stehen. Diese „Kontingente“ sieht ein neues Konzept des Bundesverteidigungsministeriums zur konventionellen Abrüstung in Europa vor.

Gute Reise, Kanzler!

PARIS. – Gewiß werden einige griesgrämige Geister in Frankreich sich nun über die deutsch-sowjetische Annäherung erregen, die von dem Besuch Kohls in Moskau zu erwarten ist.

Die Bundesrepublik ist der beliebteste Partner

Jugoslawien muß seine Außenpolitik neu definieren. Die Schwierigkeiten, die Belgrad dabei zu erwarten hat, schildert unser Korrespondent im Schlußteil seiner Serie über das Balkanland.

So eisern ist die Lady nicht

OXFORD. – Ganz blieb der Spott nicht aus, als Margaret Thatcher den bevorstehenden Besuch Michail Gorbatschows in London als großes Ereignis ankündigte, nur um anschließend mitzuteilen, der sowjetische Partei- und Staatschef werde lediglich auf seinem Rückflug von New York in England Station machen.

Denkanstoß

In wenigen Monaten könnten Nato und Warschauer Pakt endlich verhandeln über die Verringerung der konventionellen Rüstung in Europa auf einen Stand, der keiner Seite die Fähigkeit zur Invasion der anderen beläßt.

Das Verhältnis zwischen Ost-Berlin und Washington: Ganz im Schatten der Bundesrepublik

Anfang dieses Monats mußte sich die DDR-Botschaft in Washington mit einer bitteren Erkenntnis vertraut machen: Die Reagan-Administration wird den Ostdeutschen keine diplomatischen Kopplungsgeschäfte (linkage) mit den Vereinigten Staaten erlauben, selbst wenn diese nur auf Wirtschaftsfragen beschränkt bleiben sollten.

Waffenhandel: Zuviel Export macht süchtig

Die an die Bundesregierung gerichtete Empfehlung ist an Deutlichkeit nicht zu überbieten: „Angesichts der sinkenden Nachfrage in der Dritten Welt muß von jedem Versuch, westdeutsche Rüstungsexporte ausweiten zu wollen, abgeraten werden.

NAMEN UND NACHRICHTEN

Michail Gorbatschow, zur Erneuerung des Warschauer Paktes auf Besuch in Polen, kündigte eine verstärkte Atomrüstung für den Fall an, daß die Vereinigten Staaten auf ihren Weltraumwaffen-Plänen bestehen.

Ostblock: Verlängerung

Die Partei- und Regierungschefs. der osteuropäischen Staaten treffen sich am Freitag in der polnischen Hauptstadt, um den Warschauer Pakt um weitere 30 Jahre zu verlängern.

Der Chef drückt aufs Tempo

N Noch erholt sich Michail Gorbatschow auf der Krim. Moskau hat Sommerpause. Die Zurückgebliebenen in den Amtsstuben lassen doch durchblicken, die letzten Monate seien sehr hektisch gewesen.

Ein Plan für das ganze Europa

Die deutsche Geschichte hat, nach einem Wort unseres Bundespräsidenten, nie den Deutschen allein gehört. So war, im Guten und im Bösen, deutsches Schicksal immer auch europäisches Schicksal – und umgekehrt: die Geschichte unserer Nachbarn hat immer auf Deutschland zurückgewirkt.

Zaudern, Zappeln, Zähneknirschen

Der Zeitgenosse reibt sich verwundert die Augen. Ist es die Möglichkeit? Da pocht der Westen seit Jahren auf die Notwendigkeit, daß Ost und West schleunigst über einen Abbau der konventionellen Streitkräfte und Rüstungen in Europa verhandeln.

Keine Angst vorm Abrüsten?

Alle reden von Abrüstung. Gorbatschow scheint’s möglich zu machen. Ein neues sicherheitspolitisches Zeitalter scheint angebrochen zu sein.