: Weltbank

Ausgerechnet

Im Gouverneursrat der Weltbank horchte man auf. Ein Teil des Geldes, das gegenwärtig in der Welt für Rüstungszwecke ausgegeben wird, sollte lieber dazu verwendet werden, den Lebensstandard in den Entwicklungsländern zu heben, forderte Hassan Abbas Zaki, Minister für Wirtschaft und Außenhandel der UAR.

Porträt: Hans Erich Bachem: Am Zahltisch der Entwicklungshilfe

Erfolge überläßt man nicht dem Zufall – schon gar nicht, wenn man eigentlich Generalstabsoffizier werden wollte. "Wichtige Verhandlungen, besonders auf internationalem Parkett, müssen exakt vorausgeplant und, in allen Einzelheiten vorbereitet werden", schärft deshalb Hans Erich Bachem, Vorstandsmitglied der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KW), seinen Mitarbeitern immer wieder ein.

Der reichste Club der Welt

Im Museum für Moderne Kunst von Rio de Janeiro treffen sich vom 25. bis 29. September die Männer, die die Verantwortung für die Währungen der freien Welt tragen.

Die Baulöwen sind müde

Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Bauten ist angesichts des relativ bescheidenen Volumens für die Gesamtbetrachtung nicht so wichtig, wenn sie auch für Bauunternehmer in ländlichen Räumen überaus bedeutungsvoll sein kann.

ZEIT SPART GELD

Im Hinblick auf die kaum noch zu umgehenden Steuerhöhungen verdienen steuerfreie Wertpapiere immer mehr Beachtung. Die 3prozentige Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Weltbank)-Anleihe von 1947, auf US-Dollar lautend, bringt bei einem Kurs von 86 1/2 Prozent eine laufende Rendite von 3,47 Prozent steuerfrei.

Initialzündung für die Privatinitiative

Jährlich fließen etwa neun Milliarden Dollar aus den Industrieländern in die Entwicklungsgebiete. Dabei steht die private Hilfe etwas im Schatten der offiziellen, von den Regierungen gewährten Entwicklungshilfe.

Marschall Tito ist 74 Jahre alt, aber in seinem revolutionären Schwung noch immer nicht erlahmt. Gegenwärtig krempelt er das kommunistische System von Grund auf um – nach dem Motto: Mehr Freiheit durch weniger Partei: Die Ketzer von Belgrad

Es gibt wohl kaum ein europäisches Land, das einen so stürmischen Umbruch durchlebt wie Jugoslawien. Mit revolutionärem Ruck streift es die Fesseln der Vergangenheit ab, wirft die Elendsbürde der Jahrhunderte von den Schultern und reißt sich zugleich die Scheuklappen der marxistischen Dogmatik von den Augen.

Ein afrikanisches Weltwunder

Kwame Nkrumah, der Präsident von Ghana, hat einen seiner ehrgeizigen Träume verwirklichen können. Am vorigen Sonnabend setzte er mit einem Knopfdruck den Obervolta-Staudamm in Betrieb, eine der größten Wasserkraftanlagen Afrikas, die an Größe nur noch vom ägyptischen Assuan-Staudamm übertroffen wird.

Starke Schuldner

Schon manche Bank hat erhebliche Verluste hinnehmen müssen, weil sie den harten Kern der gewiß überspitzten Warnung für jeden Kreditgeber nicht wahrhaben wollte: daß nämlich auf die Dauer immer der Schuldner der stärkere ist.

Autobahnen auf Raten

Frankreichs und Spaniens Straßennetz ist dem Touristenstrom nicht mehr gewachsen

Blessing siegte in New York

Die Schwerter blieben in der Scheide. Auf der Weltbanktagung in New York kam es nicht zum Gladiatorenkampf zwischen den Großen der internationalen Finanzwelt, den manche für unausweichlich gehalten hatten, weil die Vorstellungen über die Notwendigkeit und die Möglichkeit einer Reform des Weltwährungssystems von Bretton Woods weit auseinander gehen.

Mißkredit

Der anläßlich der in dieser Woche stattfindenden Weltbank-Tagung veröffentlichte Bericht der Internationalen Finanz-Corporation, einer Tochtergesellschaft der Weltbank, wird die privaten Kapitalgeber nicht gerade zu.

Werden die Weichen für eine Weltwährungsreform richtig gestellt? In New York fällt jetzt die Entscheidung: Mehr Geld ist nicht vonnöten

In New York City werden sich Ende nächster Woche rund neunzig Prozent des in der Welt vorhandenen Kapitals versammeln, wenn die im Jahre 1944 in Bretton Woods gegründeten Institute – die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IMF) und die Internationale Entwicklung-Gesellschaft (IDA) – ihre diesjährige Jahrestagung abhalten.

Klarheit

Die Fronten haben sich geklärt. Zur gleichen Zeit, zu der der amerikanische Finanzminister Fowler die europäischen Hauptstädte bereist, um die internationale Währungssituation zu besprechen, hat die Weltbank ihren Geschäftsbericht für das vergangene Jahr veröffentlicht.

Experten sind rar

Den Entwicklungsländern allein mit Geld helfen zu wollen, ist eine Einbahnstraße, die nicht zum Ziel führt. Es kommt allzu oft nur zu Scheinentwicklungen in den Förderungsländern, an denen keiner Seite gelegen sein kann und die meist in einer Sackgasse vielfältiger Unduldsamkeit enden.

Noch immer ist der Dollar die Leitwährung der westlichen Welt Aber jahrelange Defizite in der Zahlungsbilanz der Vereinigten Staaten haben seine Stellung unterminiert Washington ist besorgt: die amerikanischen Goldreserven sind auf den niedrigsten Stand seit 1939 gesunken.: Wie krank ist der Dollar?

Die glatte Oberfläche, unter der sich im allgemeinen die finanziellen Beziehungen der einzelnen Staaten untereinander abspielen, hat in den letzten Monaten nicht nur einige rauhe Stellen bekommen, es zeigten sich sogar einige tiefgehende Risse.

Der nächste Engpaß

Die Wirtschaft Westeuropas steckt seit Jahren in einem Engpaß – es fehlt an Arbeitskräften. Ein zweiter zeichnet sich bereits ab, der Mangel an langfristigem Investitionskapital.

Nichts Neues aus Tokio

Was in dieser Woche in Tokio geschah, hätte eigentlich die ganze westliche Welt mit Spannung verfolgen müssen. Vier Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele ging es zwar nicht um Goldmedaillen, dafür aber um Goldmilliarden und letztlich um den Wert des Geldes, das in allen Ländern – in dem einen mehr, in dem anderen weniger – an offenbar chronischen Auszehrungserscheinungen leidet.

Kredite für den Fortschritt

Wenn von der Weltbank die Rede ist, die in einem zwölfstöckigen Betonkubus im Zentrum von Washington ihren Hauptsitz hat, dann verbindet sich mit ihr unwillkürlich der Begriff Entwicklungsländer.

Die offenen Hände sind nicht leer

Unsere Welt ist nicht nur durch den Eisernen Vorhang geteilt; die Trennung durch die Front der offenen Hände ist mindestens genauso scharf und bedauerlich.

Zeitraffer

Verhandlung über eine Entschädigung für die 1960 auf Kuba beschlagnahmte Shell-Raffinerie hat der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro angeboten.

Lateinamerika im Teufelskreis

In Bolivien werden von den Minenarbeitern 21 Ingenieure und Techniker – darunter vier Nordamerikaner – als Geiseln festgenommen; sie sollen gegen verhaftete kommunistische Gewerkschaftsführer ausgetauscht werden.

Rote Bank nach West-Vorbild

In Moskau ist ein Abkommen über die multilateralen Verrechnungen in konvertierbaren Rubeln und über die Gründung einer "Internationalen Bank für wirtschaftliche Zusammenarbeit" unterzeichnet worden.

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