: Weltbank

Gute Abschlüsse - dennoch Sorgen

Die jetzt in langer Reihe herauskommenden österreichischen Geschäftsberichte zeigen zunächst, wie es "im Berichtsjahr" wirklich war.

"Globale" Ökonomie

Die Welt von 1913 war wie das Athen in den Tagen von Perikles in mancher Beziehung eine mustergültige Zivilisation – wenn man die Tatsache vergißt, daß sie von ihren Segnungen den größeren Teil der Menschheit ausschloß", schreibt der ehemalige Direktor der Economic Commission for Europe, Gunnar Myrdal, in einem seiner oft angefeindeten Werke.

Ein neuer Kredit

Im Anschluß an die Jahressitzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat der Präsident der Weltbank, Eugene Black, in Frankfurt bei der Bundesbank Verhandlungen geführt und Bonn zu einer kurzen Besprechung mit den Ministern Erhard und Etzel besucht.

Die Londoner City fürchtet den Herbst

Die City von London schwelgt wieder in Spekulationen zum Thema der internationalen Liquidität. Während man in Deutschland nicht leicht ein offenes Ohr für derartige Erwägungen.

Vom Mythos der Sowjethilfe

Noch vor wenigen Jahren vertrat die Sowjetunion die Auffassung, daß der ökonomisch-soziale Fortschritt in den wirtschaftlich entwicklungsbedürftigen Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas ein nationales Problem sei, das nur durch diese Völker selbst gelöst werden könne.

Rote Hilfe für Kairo

Der Abschluß des ägyptisch-sowjetischen Wirtschaftsabkommens hat in der westlichen Welt weniger Aufsehen erregt als politische Kreise in Kairo erwartet hatten, In gewisser Weise wiederholte sich das gleiche Spiel wie seinerzeit, als vor zwei Jahren Nasser vergeblich den Westen und insbesondere den ihm persönlich vertrauten amerikanischen Botschafter in Kairo, Henry Byroade, um Lieferung der für die Verteidigung als unerläßlich erachteten Waffen ersuchte.

Warum kein Miniatur-Marshall-Plan?

Die Bonner Regierung ist gut beraten, daß sie eine isolierte, von der Bereinigung der übrigen Währungsprobleme nicht begleitete Aufwertungsmaßnahme kategorisch ablehnt.

Kapital für Österreich

Auch im reichen Amerika findet man nicht mehr jene Kreditmöglichkeiten, an die man gewohnt war; das Kapital wird auf der ganzen Welt weniger", erklärte Finanzminister Prof.

Die Währungs-Sackgasse

Es ist kaum anzunehmen, daß die großen Entscheidungen in der Währungsfrage auf den kommenden Konferenzen der OEEC, des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank fallen werden.

Dazu brauchen wir keinen neuen Fonds!

Wenn es zu den erhofften Fortschritten, bei der Verwirklichung eines Gemeinsamen Marktes kommen soll, wird sich auch der Kapitalverkehr zwischen den beteiligten Ländern zu intensivieren haben.

Nichtgehobene Schätze

Alle Straßen in Argentinien führen nach Buenos Aires. Wie ein riesiger, unförmiger Schröpfkopf saugt die Hauptstadt Menschen und Kräfte aus dem weiten Lande fort, das sich über dreieinhalbtausend Kilometer weit von Norden nach Süden erstreckt: von den öden, im Sommer glühend heißen Ebenen des Gran Chaco bis hinunter in die Subarktis, nach Patagonien und dem Feuerland mit seinen Gletschern, Schneestürmen und – der allersüdlichsten Stadt der Welt, Ushuaia.

Opfert Kairo nun doch Sadd-el-Ali?

Nicht ohne Grund wird das Sadd-el-Ali-Projekt, der geplante Riesenstaudamm von Assuan, als der Vater der gegenwärtigen Krise im Nahen Osten angesehen, als das Objekt, von dem die Verwicklungen ihren Ausgang nahmen.

Internationale Solidarität

In der letzten Sitzung des vergangenen Jahres hat das eidgenössische Parlament einen Antrag des Bundesrates auf Gewährung eines Darlehens von 200 Mill.

Nassers Wirtschaftsrechnung geht nicht auf

Nur ein geringer Trost kann es für Ägypten sein, daß auch die Wirtschaft der Westmächte unter den Folgen der Suezkrise leiden wird, falls die Schiffahrt durch den Suezkanal – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr möglich ist, ihre Schiffe den Weg um das Kap nehmen und Öllieferungen gegen Dollarzahlung aus Amerika bezogen werden müßten.

Moskaus Weg nach Paris

Lenin hat die Beherrschung Pekings und Südasiens als unerläßlich bezeichnet, um Paris und die westeuropäische Bastion sturmreif zu machen.

Wichtig – und warum

Zwölf Jahre Bundeskanzler! In einem Interview mit dem amerikanischen Magazin "Newsweek" kündigte Adenauer an, er wolle im Falle eines Wahlsieges seiner Partei im Jahre 1957 erneut das Amt des Bundeskanzlers übernehmen.

Verschuldete Türkei

Die türkische Finanzlage bot in den vergangenen Jahren ein reichlich verwirrtes Bild. In der Geschichte der zwischenstaatlichen Wirtschaftsbeziehungen ist der Fall einmalig, daß man Akkreditive türkischer Banken, die eine Nationalgarantie aufwiesen, nicht honoriert erhielt.

Dollars für Assuan

Die sowjetische Wirtschaftsoffensive, die von Moskau mit Vehemenz vorangetrieben wird, ist an einer empfindlichen Stelle zunächst einmal gestoppt worden: In Ägypten nämlich.

Noch geht es nicht

Die diesjährigen Gouverneurstagungen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank haben keine Überraschungen gebracht.

Österreich baut neues Donaukraftwerk

Hg., Wien, im August Nachdem beim Ausbau der österreichischen Elektrizitätswirtschaft die westlichen Zonen bevorzugt worden waren, begannen am 15.