: Werner Haftmann

Ausstellung: Noldes Kämpfe

Er mochte Blumen, die See und den Nationalsozialismus. Eine Retrospektive in Frankfurt zeigt, wie der umstrittene Expressionist spät zu einem souveränen Ausdruck fand.

B I L D E N D E     K U N S T : Posierende Gärtnerburschen

Skulpturen der Nazizeit in Berlin: Drei große, gut ausgeleuchtete Säle. Im ersten vier sitzende und in einem weiteren vier stehende Männer aus Bronze, in einem dritten sieben stehende Mädchen und Frauen. So karg kann eine Ausstellung daherkommen - und doch Fragen stellen, Nachdenklichkeit auslösen, Widerspruch hervorrufen

Documenta: Der Kasseler Weltmoment

50 Jahre documenta: 1955 wurde die hessische Residenz erstmals einen Sommer lang zur Kunsthauptstadt Europas

Kunst ohne Werk

Uwe M. Schneede und T. J. Clark ziehen eine Bilanz der Moderne

M O D E R N E : Kunst ohne Werk

Uwe M. Schneede und T. J. Clark ziehen eine Bilanz - denn seit der Zeitenwende wächst der Bedarf nach Gesamtdarstellungen des letzten Jahrhunderts auch in der Kunstliteratur. Man will die Kunst im heutigen Abstand noch einmal in den Prüfstand rufen, auch wenn wir noch keinen zeitlichen Abstand für eine neutrale Sicht gewonnen haben

Die Kunst - ein Klüngel?

Mit Peter Ludwig, dem Kölner Sammler, kam die Gegenwartskunst ins Gespräch. Kommt sie nun ins Gerede, wo Künstler, Museumsdirektoren und Kuratoren austauschbar werden? Ein gelassener Blick auf eine Landschaft im Umbruch

Der Emphatiker

Zum Tod von Werner Haftmann

Ausstellungen in Köln und Stuttgart: Ernst Wilhelm Nay und Fritz Winter: Als die Kunst modern wurde

Soll nun in der Kunst schon Ordnung sein, wenn im Kalten Krieg, im Gegensatz von Prunkvilla und Flüchtlingsbaracke, in der Städteplanung, im Film, im Kassenwesen, in der Publizität eine Unordnung neben der anderen steht und alles mit einem restaurativen Absud aus früheren echten, heute aber nicht mehr gültigen Ordnungen überkleistert und äußerlich zusammengehalten wirdt 1952, zum Weihnachtsfest, bescherte die Journalistin Margret Boveri ihren Lesern diese Frage und griff damit souverän in einen Streit ein, der die Feuilletons beherrschte und die Säle der eben wieder gegründeten Kunstvereine füllte.

VOR VIERZIG JAHREN: Die Bilder kehren zurück

In der Hoffnungslosigkeit dieser grauen Jahre haben wir zu wenig an die helfende Kraft der großen Kunst geglaubt. Das Haus unseres Lebens war so arm geworden wie die grauen Wände unserer Wohnungen.

Aufsätze von Klaus Fußmann: Verschwundene Malerei

Ein Maler, der sich "ohne großen Protest von den Gespinsten der modernistischen Theorien abwendet", so hat Werner Haftmann bereits 1976 in seinem großen Propyläen-Bildband Klaus Fußmann charakterisiert.

Die plattdeutsche Landschaft

Nach Fischerhude. Autobahn Bremen, Abfahrt Stuckenborstel. Dann lange Landstraßen, Dörfer, deren Häuser wie geduldige Passanten am Weg längs aufgereiht sind.

Kunstkalender

Das historische Erbe wiegt schwer. In den zwanziger Jahren zeigte die Moderne Abteilung der Nationalgalerie die wohl beste und umfänglichste Sammlung zeitgenössischer Malerei und Plastik.

Kunstkalender

Als er am Ende des Ersten Weltkriegs zu malen anfängt, ist Otto Ritschl bereits 33 Jahre alt. Er hat rasch erste Erfolge. Aber angesichts der Ausstellung „Die Neue Sachlichkeit“, 1925 in Mannheim, an der er beteiligt ist, findet er, „die Abmalerei jeder Weise“ sei aufzugeben; und er gibt sie auf fortan, arbeitet Kubismus und Surrealismus, Picasso und Max Ernst hinterher.

"Westkunst" im Fernsehen: Aus den Archiven des Zufalls

Einen solchen Aufwand für die Kunst hat das deutsche Fernsehen bisher noch nicht getrieben: Unter der Redaktion von Wiebke von Bonin hat der Westdeutsche Rundfunk in Zusammenarbeit mit Laszlo Glozer und Kaspar König neun Dreiviertelstundenfilme produziert, die die große Kölner "Westkunst"-Ausstellung ergänzen sollen.

Ein splendider Untergang

Die Medici. Wer in diesem Sommer die Toskana bereist, dem wird allenthalben der Name dieser wohl berühmtesten Familie Europas entgegengehalten werden.