: Wernher von Braun

Traumwandler im All

Probleme mit dem Shuttle, Mißwirtschaft, Zweifel am Sinn der bemannten Raumfahrt – die Nasa ist vom Symbol des Fortschritts zur nationalen Peinlichkeit geworden

21 Kilo Dreck vom Mond

Schaff’ nur Fahrzeuge oder Segel, die der Himmelsluft angepaßt sind, dann kommen schon Menschen, die sich nicht einmal vor jener weiten Ode fürchten werden.

Von James Watt zu Red Adair: Helden der Technik

Mit Papa damals durch das Deutsche Museum zu gehen, war natürlich schon sehr aufregend, obwohl man zu Hause diesem irgendwie schmierölig riechenden Eisenkram aus dem Stabilbaukasten die Legosteine vorzog und statt eines Schwenk- und Dreh- und Hebebaggers doch lieber für den Goldhamster die Pekinger Halle des Volkes nachbaute, die man auf einem Zeitungsphoto gesehen hatte.

Von Dachau zum Mond

Majestätisch erhob sich die riesige "Saturn V"-Rakete von ihrer Startrampe in Cape Canaveral (Florida) in den Himmel. Zwei Gruppen deutscher Wissenschaftler strahlten stolz und zufrieden: Sie empfanden Apollo 11, den Raumflug, der den ersten Menschen auf den Mond bringen sollte, als ihren persönlichen Triumph.

Eine neue Kulturstufe

Die Nasa rechnet damit, daß der nächste Shuttle im Februar 1987 starten kann. Das erklärte in einem ZEIT-Gespräch der Abteilungsleiter für langfristige Planung, Jesco von Puttkamer.

Raumfahrt: Rechtes Zeug

Träumer und Visionäre legten die Grundsteine der Raumfahrt, Techniker und Macher verwirklichten die Phantasien. Es gehört eben the right stuff, das "rechte Zeug", dazu: "Für mich ist eine Raumstation ein entscheidendes Sprungbrett in die Zukunft", bekannte kürzlich James Beggs, Chef der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa.

Das Himmelfahrtskommando

Nach langer Zwangspause starten die Amerikaner wieder ins All – diesmal mit einem Raumschiff für den Pendelverkehr

Raumfahrt: Riskante Rückkehr

Wenn im nächsten Jahr, vermutlich im Juni, die beiden Astronauten John Young und Robert Crippen beim ersten Start der Raumfähre "Columbia" die Triebwerke losröhren hören, können sie nur hoffen, daß ihr Space Shuttle ebenso zuverlässig funktioniert wie Wernher von Brauns Mondrakete Saturn-V.

Kolonialismus auf Erdumlaufbahnen

Es ist ja Unsinn, wenn die Leute immer wieder behaupten, die Menschheit steuere schnurstracks auf ihren eigenen Untergang zu, nur weil uns in den nächsten Jahrzehnten die wichtigsten Rohstoffe ausgehen werden, die Umweltvergiftung immer bedrohlichere Formen annimmt und die Weltbevölkerung weiterhin schnell anwächst.

Fernseh-Kritik: Die Katastrophe

Wie macht man Konversation im Weltraum? Etwa so: "Carter, hören Sie mich?" "Ich höre Sie ganz deutlich, Commander." "Wie sieht es denn bei Euch da unten aus?" Oder so: "Was kann die neun Männer getötet haben?" Antwort: "Das ist die Frage.

Wernher von Braun

Wer seinen Kindheitstraum auch als Erwachsener träumen und dann gar noch verwirklichen durfte, zudem ein weltberühmter Mann wurde, quasi eine Symbolgestalt seiner Zeit, der durfte mit Recht von seinem Leben sagen, daß es reich und wahrhaft erfülllt gewesen sei.

Zum 65. Geburtstag: v. Braun: Mister Raumfahrt

Der Name klingt wie aus der Vergangenheit hergeweht; Wernher von Braun, Raketeningenieur, Konstrukteur von Hitlers erfolglosen Wunderwaffen, nach dem Krieg von den Amerikanern ins eigene Land geholt, wo er einen Wunschtraum der Menschheit verwirklichte, die Reise zum Mond.

Zeitspiegel

In Führungskreisen der Nato wächst die Sorge vor, einer chemischen Kriegsführung der Sowjets. Wie es heißt, hat die Sowjetunion die Herstellung chemischer Waffen, vor allem eines tödlichen Nervengases, beträchtlich erhöht.

Der Leopard auf dem Laufsteg

Bundesverteidigungsminister Georg Leber gab sich bescheiden. Als er am Freitag letzter Woche während der Nato-Konferenz in Brüssel gemeinsam mit seinem kanadischen Kollegen James Richardson kundtat, Kanada werde 128 deutsche Kampfpanzer "Leopard" für seine in der Bundesrepublik stationierten Truppen erwerben, ließ er die Zukunft offen: "über die nächste Panzergeneration streben wir eine Verständigung in der Allianz an.

Bonner Kulisse

Lutz T. Kayser, Vorstand der Orbital Transport- und Raketen-AG Neu-Isenburg stieß mit seinen Trägerraketenvorstellungen während der nichtöffentlichen Bundestags-Anhörung über die Luft- und Raumfahrtpolitik in der Bundesrepublik auf Skepsis.

Jugend forscht: Wie natürlich ist die Natur?

Es ist schon ein paar Jahre her, da hatte ich in der Eiszeit zu tun. Die Stuttgarter Zeitschrift "Kosmos" hatte mich in die Antarktis geschickt, weil ihr naturwissenschaftlich engagierter Verleger, als er 1967 Wernher von Braun die Bölsche-Medaille verlieh, vom Vater der Mondraketen gesprächsweise erfahren hatte, es gäbe in der Antarktis eine Diptera-Art, ein zweiflügeliges Insekt also, das in einem Schulbeispiel von evolutiver Anpassung an den sturmreichsten Kontinent der Erde die hier nutzlosen Flügel zurückbildete.

Die öffentlich-rechtliche Huldigung

In einem Grundsatzpapier des ZDF über die alte und eine notwendige neue Fernsehprogrammstruktur heißt es: "Das Fernsehen kann und darf nicht in einer Welt von Konflikten.

Was macht ihr aus den Alpen!

Uns bringt der Winter viel Schad’ überall", jammerte einst Minnesänger und Frühlingsfan Walther von der Vogelweide. Stapfte er mit seinen Schnabelschuhen durch "des Winters Beschwer", war ihm jede Schneeflocke ein Greuel: "Es schneit – frohlocket nur der Tor.