: Willi Weyer

Vereinszweck: Sauberkeit

Ander Außenwand des SchwurgerichtssaalsL 111 im Landgericht Düsseldorfhängt ein gewaltiges Triptychon. ReligiöseMotive führen auf drastische Weise vor, was dem Menschen widerfahren wird – je nachdem, ob er gut war oder böse.

Die Hatz auf den alten Leitwolf

Ein Stück wie aus einem Kriminalroman: Bonner Koalitionsverhandlungen im Herbst 1961 – Konrad Adenauers letzter Sieg

Der DSB erhält eine neue Führung: Feine Risse in der Einheit

Vorweg geht eine Kundgebung: "Sport braucht Jugend – Jugend braucht Sport", was der Riege der Grußwortüberbringer aus der Politik sicherlich kein Kopfzerbrechen bereiten wird, auch wenn solche fanfarenhafte Parole ein Echo provoziert, dessen Resonanz- und Räsonierwände der Lehrstellenmangel und die Jugendarbeitslosigkeit sind; und den trainierten Grundsatzrednern in der Sportbewegung macht dieses Motto ohnehin keine Mühe.

Medien am Ball: Wie der Sport sich verkauft

Früher konnte man sich darauf verlassen, daß die Tagesschau Schlag acht begann. Heute kann’s schon sein, daß statt dessen Becker oder Beckenbauer den Bildschirm besetzen.

Im Keller ist ein Plätzchen frei

Willi Weyer, der sich und den Sport, den er vertritt, bisher immer in den Reihen derer gewähnt hatte, die für eine saubere Umweit kämpfen, fand sich samt allen seinen Mannen unversehens und wider Willen auf der anderen Seite wieder: der Sport als Frevler gegen die Natur, als Umwelt-Sündenbock, als Biotope zerstörendes, Flächen verzehrendes Ungeheuer.

Wenn Sport die Ruhe stört

Sind Tennisschläger Krachschläger? In einem Rechtsstreit, in dem diese Frage zur Debatte stand, hat der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs jetzt ein entscheidendes Wort gesprochen.

Krisenvehikel FDP?: Taktik kommt vor dem Fall

Hans-Dietrich Genscher und einige seiner Parteifreunde wollten eine harte Partie spielen. Der Kanzler sollte genötigt werden, seine Richtlinienkompetenz anzuwenden und den streichwütigen Minister, der so gar nicht mit sich über eine Ergänzungsabgabe reden lassen wollte, zu entlassen.

Nie Kronprinz, jetzt König

An Ratschlägen herrscht kein Mangel; nur sind sie alle etwas sonderbar. Er könne ihm Glück, nicht durch Kabinettsbeschluß verschaffen, meinte der Kanzler.

Alle warten auf Kühn

Die gewünschte Melodie ertönte; ein Knopfdruck hätte genügt. "Weder in Bonn noch in Düsseldorf" gehe die CDU auf Abwertung aus, gab Oppositionschef Heinrich Köppler aus, als Herbert Wehner mitten in die Oster-Beschaulichkeit hinein vor der Neuauflage eines "Überraschungs-Coups" warnte, wie ihn die CDU bei dem Ministerpräsidentenwechsel in Niedersachsen gelandet habe.

Sportpolitik: Willi Weyer macht weiter

Selbst der Kauf von ein Paar Schuhen für einen Hausmeister in Höhe von 40 Mark sei vom Bundesrechnungshof beanstandet worden.

Rivalen: Zweimal Willi und ein Kriegsbeil

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) habe versagt, so klagte Willi Weyer noch während der Spiele in Montreal. Willi Daume fühlte sich herausgefordert und konterte: Das IOC könne man nicht so führen wie einen Landessportbund.

Innerdeutscher Sportverkehr: In Schwerin ausgepunktet

Schwerin ist eine Reise wert. Und der gesamtdeutsche Sportverkehr weitere Anstrengungen, auch wenn die verhandelnde Gegenseite Bremsen einzubauen und die Bedeutung des deutsch-deutschen Sportkalenders herunterzuspielen versucht.

Ehrenmal für Abgeordnete

Den Kindern wird der Spielplatz, den Alten der Ruhesitz und allen Anwohnern in der Innenstadt am Graf-Adolf-Platz die Idylle einer Parkanlage weggerissen.

Ein starker, schwacher Mann

Mit großen Hoffnungen und Erwartungen war Willi Weyer am 24. Mai 1974 in Essen als Nachfolger von Dr. Wilhelm Kregel zum neuen Präsidenten des Deutschen Sportbundes (DSB) gewählt worden.

Am Wochenende feierte der Deutsche Sportbund sein 25jähriges Bestehen. In der vergangenen Woche schrieb dazu sein Generalsekretär Karlheinz Gieseler in der ZEIT: "Die 13-Millionen-Bewegung gilt als politische Kraft im Lande." Frank Grube und Gerhard Richter, Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg, zweifeln, ob der Deutsche Sportbund wirklich seiner politischen Aufgabe gerecht werden kann.: Wo die Massen sich trimmen

Sport ist eines der großen Phänomene unserer Zeit. Mit seiner Dramaturgie, seiner Mischung aus Tragik und Freude, aus Gewalt und Ästhetik spiegelt er nur idealtypisch jene Prinzipien wider, die für unsere Gesellschaft wohl Allgemeingültigkeit beanspruchen können, nämlich Leistung und Erfolg, Konkurrenz und Kampf.

Kerniges in der Paulskirche

Wann hat es das jemals gegeben: Eine Hundertschaft Sportjournalisten trifft sich frühmorgens in der Kirche. Dort warten bereits achthundert Abgesandte einer Gemeinde von fast 14 Millionen Menschen, die unter dem Namen Deutscher Sportbund seit 25 Jahren Gutes tun, und entschlossen sind, darüber zu reden und sei es von der Kanzel.

Ein Liberaler im Karl-Marx-Land

Die Republik kommt aus dem Feiern und Jubilieren nicht mehr heraus. Im Kranz der Zeremonien zum 26. Gründungstag des Zweiten Deutschen Staates, des Welt-Frauenkongresses in Ostberlin, der Festwoche aus Anlaß des 25.

Geht Proporz vor Programm?

In einer Zeit, da Wiederholungssendungen zur ärgerlichen Routine auf dem Bildschirm geworden sind, wartet der Westdeutsche Rundfunk mit einer Reprise eigener Art auf.

Wahl unter Qualen

Kaltes Blut und warme Unterhosen", ein alter Wahlspruch des 63jährigen WDR-Intendanten Klaus von Bismarck, dessen Amtszeit im Frühjahr 1976 zu Ende geht, sollten sich für den kommenden Herbst und Winter auch Landtagspräsident Wilhelm Lenz (CDU), Ministerpräsident Heinz Kühn (SPD), Wirtschaftsminister Horst-Ludwig Riemer sowie Innenminister a.

Tanz mit den Frauen

Der Landtag von 1970 hat abgemustert. Die alte Garde löst sich auf: Willi Weyer, Fritz Kassmann, Josef Neuberger und Fritz Holthoff nehmen knapp dreißig Jahre nach der Gründung Nordrhein-Westfalens Abschied von der aktiven Politik.

K.und K. Kopf an Kopf

Um seine Gleichgültigkeit gegenüber den Verheißungen der Meinungsforscher zu unterstreichen, zitiert Heinz Kuhn einen englischen Parlamentarier: "Politiker benutzen Prognosen allzuoft wie Betrunkene einen Laternenpfahl – sie versuchen, sich daran festzuhalten.

Weyers Credo

Immer, wenn Deutschlands Olympiapatriarch Willi Daume dem nordrhein-westfälischen Innenminister Willi Weyer die Steigbügel für hohe Sportämter hält, folgen kurze Zeit später verwegene Sprünge des schwergewichtigen und kumpelhaften Sportfreundes, der es mit Cleverness, Schulterklopfen und wohlüberlegten Vertraulichkeiten immerhin zum Präsidenten des Deutschen Sportbundes gebracht hat.