: Wolfgang Menge

Leben in Deutschland: Wie man in Deutschland alt wird

Vorurteilen zum Trotz sind die meisten Alten weder unglücklich noch verarmt. Viele genießen nach langen Arbeitsjahren ihr Dasein. Erst jenseits der 80 Jahre wird das Leben oft zur Last

TV-Kritik

Klassik heißt nicht: Aus Alt mach Neu. Sondern: Das Neue ist im Alten schon enthalten. Das Fernsehen traute seiner eigenen Klassik lange nicht. Als Medium fühlte es sich zu jung.

Fernseh-Kritik: Guter Wille überall

Das Presseecho auf "Motzki" ist in Wirklichkeit das Echo auf ein gebrochenes Tabu beziehungsweise auf die Wahrheit, die aus den Tabuscherben spricht: Die Ossis brauchen die Wessis, aber nicht umgekehrt.

Denn sie wußten, was sie tun

Wolfgang Menges Fernsehfilm "Ende der Unschuld" erhellt die Rolle deutscher Wissenschaftler bei der Erfindung der Atombombe

Tanz-Orgien: Der schmutzige Mambo

Wolfgang Menge schrieb 1952 in der ZEIT: "Da jeder Mensch daran interessiert ist, ein möglichst vollständiges Bild der Menschheitsgeschichte zu erhalten, da man außerdem nie sicher sein kann, welchen Einfluß neue Tänze einmal ausüben werden, mag es angebracht sein, wichtige Einzelheiten über den Mambo zu verbreiten.

Fernseh-Kritik: Reichsdeutsche Schlaftablette

Seit "Holocaust" leben deutsche Filmemacher mit dem Vorwurf, eine kulinarische Version des Dritten Reiches nicht bieten zu können; so was nagt am Ego und fordert heraus.

Fernsehen: Mord und Totschlach

Gerhard Horstmeier hat es nicht leicht in diesen Tagen. "Vor dem Scherbenhaufen" steht er, als "der Dumme". "Meinen Sie, das macht Spaß?" Auch Gisela Marx hat es schwer.

Fernseh-Kritik: Ganovenmoral flexibel

Der Vorspann von Wolfgang Menges neuer Fernsehserie "Unternehmen Köpenick" drängt uns einen interessanten Vergleich auf: zwischen einem Spielautomaten und der Bundesrepublik.

Stammtisch des Fernsehens

Die Talk-Show – Diskussionsrunde, Gesprächsversammlung, Gruppeninterview oder "gesitteter Klamauk"?

Ruhrgebiet: Qualm und Rauch

Der Refrain zu diesem Klischee lautet "Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen" und wurde einst vom Wiener Kabarettisten Georg Kreisler intoniert.

Dummes Geschwätz von gestern

Talkshows sind nicht theoriefähig. Das wäre kaum weiter schlimm, handelte es sich bei ihnen um Einzelprodukte, auf einen Anlaß zugeschnitten, gelegentlich im Programm erscheinend.

Wolfgang Menge: Was alles nicht drinsteht

Daß der westliche Teil Berlins für eine deutsche Stadt ungewohnt vielschichtig sei, ist bereits vor einigen Monaten in dieser Zeit tung überzeugend beschrieben worden.

Nirgendwo in Deutschland existiert eine solch geschlossene Gesellschaft wie im westlichen Berlin: Statussymbole bedeuten wenig: "Wir sind Berliner"

Es gibt Journalisten (Rechtsanwälte, Kaufleute, Ärzte – die Profession ist beliebig) in Hamburg (Köln, Nürnberg, Castrop-Rauxel – die Lokalität ist austauschbar), die betrachten Berlin als den größten zoologischen Garten der Welt: Auf begrenztem Freigelände tummelt sich eine exotische Spezies, selten und vom Aussterben bedroht, die zu besichtigen und sich darunter zu mischen von Zeit zu Zeit lohnend ist, weil man daraus Lustgewinn und Selbstbestätigung bezieht.

Fernseh-Vorschau: Pubertät der Republik

ARD, Mittwoch, 7. Februar, 20.15 Uhr: "Was wären wir ohne uns", erste Folge einer vierteiligen Fernsehserie von Ulrich Schamoni (Regie) und Wolf gang Menge (Buch).