: Wolfgang Ullmann

Pfarrhäuser in der DDR: Eine feste Burg

Das protestantische Pfarrhaus war in den letzten Jahren der DDR eine Keimzelle der Revolution. Eine Generation von Pfarrerskindern prägte dies – auch Christoph Dieckmann.

Schaden, Freude

Die Ostdeutschen wundern sich kaum über Kohls schwarze Kassen. Gerade wegen seiner guten Beziehungen zur Wirtschaft hatten sie ihn ja gewählt

Berlin, 9. 11. 1999

Gedenktage, die Deutschland gut getan und (ein bisschen) verändert haben

Ein großer Anreger

Daß Karl Marx nach dem Niedergang des realen Sozialismus erledigt sei, hoffen viele, darunter Leute, auf die derselbe Vorwurf zutrifft, den sie Marx machen: daß er ein Ideologe sei, und zwar einer von der falschen Seite.

Das "Haus der Demokratie" ist gerettet: Skandal vermieden

BERLIN. – Die Frage läßt sich nun nicht mehr beantworten: Wie hätte die Öffentlichkeit reagiert, wenn Ende 1992 die Polizei Bärbel Bohley und Wolfgang Ullmann mit Gewalt aus dem "Haus der Demokratie" herausgetragen hätte, und zwar allein deswegen, weil dei Rechtsnachfolgern eines liquidierten Oberschlesischen Steinkohle Syndicats, das im Zweiten Weltkrieg seine große und profitable Zeit hatte, die Immobilie zugesprochen wurde? Es wäre nicht nur der Sieg der alten, braunen Vergangenheit über die jüngste, doch bessere Vergangenheit gewesen.

Kein Anschluß

Nur wenige Monate vor der UN-Konferenz in Rio, auf der über das Überleben der Welt diskutiert werden soll, beschäftigen sich die deutschen Grünen mit der Frage ihres eigenen Überlebens.

Tote Seelen in Berlin

oder: Die wundersame Wiederauferstehung der jüdischen Gemeinde Adass Jisroel als Familienbetrieb – eine deutsch-jüdische Posse aus der Wendezeit

Die acht Aufrechten

Nein, Häme über die Schlappe der Bonner Oko-Partei empfinden sie nicht. Dazu gibt das eigene Ergebnis – gerade einmal 5,9 Prozent für die Listenverbindung von Burgerbewegungen und Grünen – auch zuwenig her.

Reliquie entwendet

Die Runden Tische kommen wieder – spätestens im Herbst, das scheint so sicher wie die große Koalition. Gerade hat beispielsweise Wolfgang Ullmann vom Neuen Forum einen "gesamtdeutschen Runden Tisch" gefordert, und sogar bei Hausbesetzungen verständigen sich neuerdings Jugendliche, Polizei, Vertreter der kommunalen Hausverwaltung sowie die sich belästigt fühlenden Anwohner zuerst über die Forderung nach einem gemeinsamen Runden Tisch.

Worte zur Wahl

"Kohl hat einen sehr hohen Erwartungshorizont gesetzt: Für die Menschen in der DDR, daß alles sehr schnell gehe, und für die Menschen hier, daß dies ohne Belastungen möglich sei.