Finanzen: Kurz erklärt: Was bedeutet Bedingungsloses Grundeinkommen?
Die Idee, dass jeder Bürger, unabhängig von Vorleistungen, eine bestimmte Summe Geld erhält, wird extrem kontrovers diskutiert. Im Oktober 2014 haben wir das Konzept des BGE zusammen mit explainity erklärt.
Kommentare
coltina
#1 — 8. August 2013, 12:57 UhrSchreibfehler!!!
Autsch- schmerzhafter Schreibfehler! Bitte überprüfen und erneuern-
FinaNzierung...
Milton2011
#2 — 10. September 2013, 22:14 UhrSchmunzel, liebe Zeit,
aber Euer Video strotzt vor Unkenntnis.
Grundeinkommen ist ein simpler Dreisatz :
1. Alle bekommen bGE heißt
Einwohnerzahl * bGE = Steuersatz * Volkseinkommen
2. Aus Division mit Einwohnerzahl folgt also :
bGE = Steuersatz * Prokopfeinkommen
3. Nehmen wir nun Steuersatz = bGE/Prokopfeinkommen und Grundfreibetrag = Familienköpfe * Prokopfeinkommen, dann erhält man den
Famiienausgleich = bGE * (Familieneinkommen/Prokopfeinkommen - Familienköpfe)
Und das ist über alle Familien und alle Einkommen eine Nullsumme.
Grundeinkommen kostet volkswirtschaftlich gar nichts, individuell jeden nur das unbedingt nötige.
Es ist zwar richtig, dass man mathematisch nicht exakt das Volkseinkommen vorhersagen kann, aber die 5 Weisen schätzen jährlich für den Haushalt auch das Volkseinkommen.
Milton2011
#3 — 10. September 2013, 22:19 UhrSoziale Gerechtigkeit kann man mit destatis jährlich im Bericht über das Bruttoinlandsprodukt messen :
http://www.flickr.com/photos…
Die Schere zwischen Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen öffnet sich seit 2004 kontinuierlich, das Sinken der Lohnquote ist ein Zeichen des Endes der Sozialen Marktwirtschaft.
Schon 1962 schlug Milton Friedman zur Schließung der Schere zwischen Arbeit und Kapital einen konstanten Grenzsteuersatz von 50 % auf alle Einkommen, unabhängig von Höhe und Art vor für ein Grundeinkommen als verfassungsgebotenem Familienausgleich vor:
„Wer mehr Prokopfeinkommen verdient als Familienmitglieder versorgt, gibt von den überzähligen Prokopfeinkommen die Grundeinkommensanteile an jene ab, die mehr Familienmitglieder versorgen als Prokopfeinkommen verdienen.“
Das kostet volkswirtschaftlich nichts und belastet jeden individuell nur mit dem nötigen Minimum (Lineare Regression nach C.F.Gauß).
Milton2011
#4 — 10. September 2013, 22:22 UhrSoziale Gerechtigkeit
Durch den konstanten Grenzsteuersatz entsteht ein Kombilohneffekt, die Unternehmen können aus dieser Wertschöpfungssteuer der Kunden die Lohn- und Dividendensteuer finanzieren, sie benötigen nur noch den halben Kapitaleinsatz.
In den Öffentlichen Haushalten wirkt sich der Kombilohneffekt so aus, dass steuerlich nur noch halbe Staatsgehälter, halbe Renten und halbes ALG 1 finanziert werden müssen, zu dem entfallen ALG 2 und Kindergeld sowie halber RV-Zuschuss.
Dadurch reduzieren sich die Öffentlichen Haushalte um ein Drittel bzw. 370 Mrd..
Darauf wies Milton Friedman schon 1962 hin. 90 % werden steuerlich entlastet, die restlichen 10 % aber auch nicht mehr belastet. Dazu 2 Grafiken :
Theorie : http://www.flickr.com/photos…
Empirisch : http://www.flickr.com/photos…
Durch Verdoppelung des Durchschnittssteuersatzes bei gleichzeitiger Verdoppelung des Freibetrages gibt es nicht nur den doppelten Regelsatz, sondern auch noch die KV-Kopfpauschale obendrauf im Grundeinkommen. Über das pauschalierte Grundeinkommen hinaus besteht aber nach Leitsatz 4 des Urteiles des BVerfG vom 9.2.2010 weiterhin der individuelle Anspruch auf unabweisbaren Mehrbedarf.