Terrorismus: Die Propagandavideos des "Islamischen Staats"

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" verfolgt zwei Ziele mit ihren aufwändig produzierten Propagandavideos: Rekrutierung und Abschreckung. Yassin Musharbash analysiert einige Beispiele.
Anzeige

Der ZEIT Stellenmarkt

Jetzt Jobsuche starten und Stellenangebote mit Perspektive entdecken.

Job finden

Kommentare

17 Kommentare Seite 3 von 3 Kommentieren

Wie Capa sagte, "Wenn Deine Bilder nicht gut sind, warst Du nicht nahe genug dran." Daher kann Daesh "bessere", "beeindruckendere" Vids erstellen. Sie sind naturgemäß näher an den Schweinereien die sie anzetteln. Was noch fehlt ist, dass Bildmaterial unserer Politiker, in dem sie sich um Obergrenzen, Kontingente zanken, mit verwurstet wird. Besser wärs würde Europa zeigen "Wir schaffen das, Ihr Wichte könnt uns nicht beeindrucken. Schaut welche Wohnungen, Ausbildungsmöglichkeiten etc. wir den Leuten die hier seit Jahrzehnten wohnen, den Flüchtlingen und unserer Bevölkerung bieten. Jobs müssen hier neuerdings anständig bezahlt werden. Im übrigen haben wir den Spass daran verloren, internationalen Konzernen Steuerflucht zu ermöglichen." Nach Internetzensur zu rufen ist was dem Autor einfällt. Das Vid ist nur zu sehen nachdem man zig Scripten Zugang gewährt hat. Erbärmlich.

Hallo Herr Musharbash! Ich finde Ihre Analysen immer sehr hilfreich. Eine Frage bleibt mir aber oft zu unbeantwortet. Sie haben ja an anderer Setelle geschrieben, die Dschihadisten, die aus Deutschland nach Syrien ziehen, sind vorher typischerweise nicht politisch aktiv gewesen. Da sei eine Art ideologisches Vakuum, das dann wahnsinnig schnell gefüllt wird.
Weiß man etwas / Wissen Sie etwas über die differenzierte Wirkung von Propaganda in unterschiedlichen Zielgesellschaften? Denn die Rekruten kommen ja einerseits aus Nordafrika bzw. dem arabischen Raum und andererseits aus dem Westen. Man möchte vermuten, dass die Motive radikal unterschiedlich sind. Hier innere Leere, da blanke wirtschaftliche Not und das Gefühl abgehängt zu sein. Oder nicht? Entsprechend müssten Propaganda und Propagandawirkung unterschiedlich sein. Und schließlich müssten Gegenmaßnahmen auf die Herkunftsländer zugeschnitten sein. Gibt es da einen gemeinsamen Ansatz? Eine Strategie? Oder überhaupt solides Wissen?