Atomkatastrophe: Tschernobyl-Kraftwerk erhält neuen Stahlmantel

30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in der Ukraine sind die Bauarbeiten für eine neue Reaktorschutzhülle im Gange. Bei einem Besuch zusammen mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks haben ZEIT-ONLINE-Reporter Aufnahmen gemacht.  

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Ich frage mich, warum man nicht solche Gebiete wie Tschernobyl als Endlager verwendet. Man verstehe mich bitte nicht falsch: Überall schreit man "Endlager? Ja, aber doch bitte nicht bei uns!". Verständlich, man möchte ja dort wohnen bleiben. Nun ist das Gebiet um Tschernobyl jedoch auf sehr lange Zeit unbewohnbar geworden, daran ändert sich nichts. Und selbst wenn man dort wieder Menschen wohnen lassen möchte, wer zieht freiwillig neben ein sich weiterhin in der Kernschmelze befindliches, ehemals explodiertes Kernkraftwerk?

Die Ukraine baut nun einen neuen Schutzmantel für 2,1 Milliarden. Ich frage mich, warum man nicht dort ein Endlager mit einem noch größeren und besseren, z.B. durch die Weltgemeinschaft gemeinsam entwickelten Schutzpanzer baut und dort ein großes Endlager errichtet? Man ließe sich die Einlagerung sehr teuer bezahlen und könnte damit den Bau dessen gegen finanzieren. Auch ein damit erwirtschafteter Gewinn für die Ukraine erscheint mir nicht als unmoralisch. Oder ist dies technisch schlicht nicht umsetzbar?