Smog: In Polen sterben jedes Jahr 50.000 Menschen an Luftverschmutzung

Viele polnische Großstädte liegen im Winter unter einer giftigen Smog-Glocke. Pro Jahr sterben in Polen 50.000 Menschen vorzeitig wegen der giftigen Dämpfe. Verantwortlich ist vor allem die Verbrennung von Kohle.

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Osteuropaeer
#2  —  6. Februar 2017, 22:16 Uhr

Verantwortlich dafür sind vor allem Hausbewohner, die die festen Abfälle heimlich verbrennen um Geld für Kohle zu sparen. Man verbrennt Kunststoffflaschen, Plastik usw. Andererseits wurde bisher die Qualität der Kohle auch nicht richtig kontrolliert.
Die neue Regierung macht aber damit Schluss. Ab 2018 sollten ausschließlich die ökologischen, umweltfreundlichen Öfen verkauft/eingesetzt werden, in denen keine festen Abfälle verbrannt werden können und bei denen die Emission der schädlichen Stoffe begrenzt ist. Diese Öfen werden durch polnische Regierung subventioniert genauso wie Thermoisolierung der Häuser um Abgasmenge zu reduzieren.

Ich freue mich, dass wir Polen endlich eine Regierung haben, die sich um uns kümmert.

"...Ich freue mich, dass wir Polen endlich eine Regierung haben, die sich um uns kümmert.
..."

Da gratuliere ich Ihnen!

Dieses Projekt hätte schon viel früher kommen sollen - da haben alle PO- und PiS-Regierungen zuvor geschlafen bzw. das Problem verdrängt.

Ich fürchte allerdings, dass dieses Programm erst ganz langsam Besserung bringen wird. Die Leute werden nicht schlagartig alle ihre alten Öfen wegwerfen und den hohen Preis trotz der geringfügigen Unterstützung mal so eben auf den Tisch legen. So etwas klappt auch in D nicht.

Die SO2-Belastung durch den neuen Typ wird sich nur insoweit reduzieren als es gelingt, den Energieverbrauch durch Isolierung abzusenken. Man kann nur hoffen, dass man nicht den gleichen Fehler wie in D wiederholt und außen auf die Fassade dicke Styroporschichten o. ä. aufklebt. Das ist einerseits gefährlich (Brände) und zudem wenig effektiv.

Diese Isolierungsarbeiten werden angeblich subventioniert, was auch nötig ist. Trotzdem kommen immense Kosten auf die Wohnungsbesitzer zu, sodass auch hier erst in einigen Jahren Effekte erzielt werden können.

Also bleibt zunächst nur die Hoffnung, dass man für die nächsten Winter keine allzu häufigen Inversionswetterlagen bekommt...