Carsten Schneider: Herr Schneider, gehört mein Bauch mir?

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, spricht im Video über Abtreibung, Kulturkampf und den Unterschied zwischen Werbung und Information.

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Die FDP hat sich zum Thema sehr reserviert geäußert. Daher nehme ich Monate dauernde Kompromissverhandlungen an. Für eine Überrumpelungsabstimmung gegen die Union ist das denkbar schlecht.

Bei der "Ehe für alle" gab es noch eine eigene RRG Mehrheit.

"Abschaffung dieses NS-Überbleibsel stimmen wird."
Mit dem Argument können wir auch den 1.Mai abschaffen.

Inhaltlich bin ich gegen die Werbung zur Tötung menschlichen Lebens. Hier geht es aber um die Methode nicht um die Sache.

Paragraf 219a war aber in der Weimarer Republik schon einmal abgeschafft und wurde dann äußerst schwammig formuliert wieder eingeführt.
Und neuerdings nutzen ihn selbsternannte "Lebensschützer" um Ärzte anzuschwärzen, die eine legale Dienstleistung anbieten.
Werbung ist in diesem Fall eigentlich das falsche Wort, denn laut Gesetzestext ist das "anbieten, ankündigen und anpreisen" verboten. Da der Arzt ein Honorar für die Abtreibung bekommt gilt das dann als "Werbung". Bedeutet also, dass Ärzte keinerlei Informationen anbieten dürfen und Abtreibung nur "unter der Ladentheke"anbieten.

Wir leben jetzt und schaffen Gesetze für die Zukunft. Der alte Kram ist dann irrelevant.

Ich bin hier auf Seite der Union. Eine Abtreibung ist keine übliche ärztliche Leistung wie z.B. eine Blinddarmop. Daher darf die Abtreibung (nicht nur) werbemäßig auch anders behandelt werden.

Der CDU geht es nicht um Werbung, sondern um jegliche Information. Ansonsten hätten sie schon den Gesetzesvorschlag der FDP übernehmen/ sich anschließen können.