Andrea Nahles: »Seehofer ist eine Gefahr für Europa«

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat sich gegen nationale Alleingänge in der Asylpolitik ausgesprochen. Die Sozialdemokraten werden sich dem Kurs der CSU entgegenstellen, sagte Nahles.

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"Wir lassen uns nicht von unserem Kurs abbringen" sagt Frau Nahles. Von welchem Kurs bitte? Will die SPD im Kampf gegen den Ego-Trip von Seehofer, dem sich Söder zunächst notgedrungen, inzwischen mit "Leidenschaft" anschloß, punkten, darf man nicht die in allen SPD-Parteigruppierungen angeschlagene Parteivorsitzende auf die Bühne schicken.
Im Rückblick auf das Verhalten von Nahles in den vergangenen Monaten ist diese Frau seit der verlorenen Bundestagswahl "gestrig". Die SPD braucht dringend "Führungspersonal", das gehört wird. Die mittelmäßigen Genossen in der Regierung, wie Scholz (schlechte Schäuble-Kopie), Maas (vielreisender, aber diplomatisch mangelhafter Außenminister), oder Barley (Schöpferin eines miserablen Pseudo-Sammeklagenkonstrukts) gehören zur "alten SPD", die seit Jahren in Regierung und Opposition massiv an Bedeutung verloren hat. Die SPD-Basis steht mit einem Altersdurchschnitt von 60 Jahren kurz vor der Rente, die SPD-Wähler sind im Schnitt rund 55 Jahre alt. Bedrohliche Zahlen für eine Partei, die sich noch als Volkspartei sieht.
Leider spielt die SPD -auch aufgrund ihres ständigen Vorsitzendenwechsels- in Bayern keine Rolle, um der schlafwandelnden, sich selbst maßlos überschätzenden CSU einen "Denkzettel" zu verpassen.
btw: 2,4 Prozent der Europäer leben in dem Bayern, in dem die CSU wegen einer Landtagswahl (!) -und das hat Nahles richtig benannt- 500 Millionen Europäer in Geiselhaft nimmt. Seehofer ist für jeden Europäer inzwischen eine Zumutung.

Irgendwie amüsant. Als es letztes Jahr um die Legalisierung der Ehe für Alle ging, hat die SPD jahrelang gesagt, man dürfte gegen den Koalitionspartner nichts tun, um den parlamentarischen Frieden zu halten.

Woher jetzt plötzlich dieser Drang nach Revolution?

Da wittert glaube ich jemand seine Chance für den Fall von Neuwahlen. Populistisches Getue auf dem Rücken derer, die am wenigsten dafür können: den Asylbewerbern.

Die Volksparteien sollten sich alle schämen.