Debattieren: »Sollen Abtreibungen legalisiert werden?«

Mehr als 100.000 Schwangerschaften wurden 2017 abgebrochen. Zwei Schülerinnen debattieren im Video über Selbstbestimmung und die Gefahr leichtsinniger Entscheidungen.
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Immerhin wird bei der Abtreibung etwas (oder jemand) entfernt, das sich zu einem Kind entwickeln würde, das Menschenrechte hat.

Und ab wann sich potentiell ein Kind entwickeln würde entscheiden Sie?

Bei der Verhütung mit Kondom werden auch Spermien davon abgehalten potentiell ein Kind zu erzeugen. Bei der Verhütung mit Spirale ist es sogar schon zur Befruchtung gekommen, der Befruchtete Zellhaufen wird nur daran gehindert sich in der Gebärmutter festzusetzen. Wäre also hormonelle Verhütung mit all ihren Nebenwirkungen für die Frau, die einzig legitime Wahl oder wird hier durch Verhinderung des Eisprungs die schon vorhandene Eizelle daran gehindert sich ein paar Spermien zu suchen und so potentiell zu einem Kind zu werden?

Ganz davon abgesehen ist sich die Wissenschaft noch lang nicht einig ab wann ein Mensch tatsächlich ein Mensch ist, aber Sie entscheiden aus dem Bauch heraus, dass ein Zellhaufen mit menschlichen Genen sofort Menschenrechte hat.
Ich hoffe Sie lehnen dann auch jede medizinische Behandlung bei sich ab, die durch Stammzellenforschung entwickelt wurde.

"Und kein lebender Mensch ist bislang ohne die ersten 12 Wochen ausgekommen. Ohne diese 12 Wochen ist dieser Mensch nichts."

Kein Mensch ist ohne das Spermium was mit der Eizelle verschmolz ausgekommen - sollen wir jetzt auch Spermien schützen? Was ist mit den Spermien und Eizellen, bei denen es nie zur Befruchtung kommt? Mord? Bleibt also ein Scheinargument - da das zu schützende Gut der Mensch ist und nicht das Potential ein Mensch zu werden...

"Es geht um einen Prozess der stets bei Null beginnt und heute normalerweise bis 75 geht und den irgendwelche Gewalttäter bei 0,x einfach zerstören wollen."

Ja, und null ist das einsetzen von Gehirnfunktionen bei deren Vorhandensein ein geborener Mensch nicht für Hirntod erklärt würde - alles andere ist in meinen Augen lediglich Vorbereitung...

Anders gefragt: Würden ihnen Körperteile amputiert werden (Blinddarm, Arme, Haut, Hirnmasse etc.) wo würden sie nicht sagen "Mir wurde ein Arm, Bein oder Hirnmasse amputiert..." sondern "mir wurde mein Restkörper amputiert!"
Der Mensch definiert sich über sein Bewusstsein und auch wenn der Körper sein unveräußerliches Eigentum darstellt, so ist er imo mit diesem eben nicht identisch und deshalb ist meiner Ansicht nach ein Menschlicher leichtnahm genauso wenig noch ein Mensch, wie es ein Fötus ohne Funktionsfähiges Hirn schon einer wäre hier wird imo im übertragenen Sinne das Schneckenhaus mit der Schnecke verwechselt...

//Und ich dachte mal, es gehört zur selbstbestimmten und aufgeklärten Lebensführung das Risiko mit einzupreisen, bevor man den Willie rein steckt.//

> Da müsste es sich ja um einen Menschen mit Verstand, Verantwortungsbewusstsein und Ethik handeln.
Leider denken viele "ohne diese Belastungen lebt es sich leichter".

Die Ergebnisse sehen wir. Ich, ich, ich......

Man hat dauernd dass Gefühl, jemand habe die Türe zur Kühlkammer offen gelassen und in seinem Reisegepäck führt er die Gerätschaften zum Absaugen von ungeborenen Kindern mit. Und das beansprucht dann eben das gesamte intellektuelle und ethische Potential dieser Helden.