Aufforstung: Wald ist nicht gleich Wald

Nach der Braunkohleförderung forsten Energiekonzerne wie RWE Zehntausende Hektar wieder auf. Doch der Neuwald hat Nachteile. Ein Beitrag aus dem Videoarchiv

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Das ein alter Wald andere Wirkungen hat, als ein neuer Wald, ist eine banale Binsenweisheit. Aber auch aus einem neuen Wald wird mal ein alter. In Deutschland gibt es keine echten Ur-Wälder mehr, fast alles wurde im Laufe der Zeit beforstet.

Und seit seit langer Zeit wachsen die Waldflächen in Deutschland. Es kommt auf diesen Hektar nicht an, die ganze Sache ist aufgeblasen in ihrer Bedeutung.

»Aber auch aus einem neuen Wald wird mal ein alter.«
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Die Qualität wird aber nicht mehr die gleiche sein.

Die Bäume von heute wachsen schneller, ihr Holz ist weniger stabil und weniger fest als das von älteren Bäumen. Und dementsprechend sind die Wälder dann auch nicht mehr so resistent gegen Stürme und andere Unwetter.

Fragen Sie mal Schreiner oder Tischler, die z.T. noch mit alten Hölzern arbeiten, was die zu Holz aus jüngeren Bäumen sagen. Der Unterschied ist enorm.

Der groesste Vorteil, den ein Neuwald hat, ist, dass er dann irgendwann zum Altwald wird. Und das ist besser als gar nichts und in Bezug auf die Vergangenheit und das heute ein akzeptabler Kompromiss. In Bezug auf die Zukunft, nach dem Kohleausstieg, den alle Seiten nun betreiben, ist solch ein Kompromiss dann nicht mehr noetig. Und das ist ein realistisches Konzept.