Mike Pompeo: "Heute erhebt sich der Autoritarismus wieder"

Der US-Außenminister hat in Berlin vor einer Bedrohung durch Russland und China gewarnt. Eine Erhöhung der deutschen Wehrausgaben sei ein "kraftvolles Signal".

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Das Gefühl der Bedrohung aus dem sog. Osten ist alt. In Deutschland noch weit älter als in den USA.
Es diente auch dazu, andere Bedrohungen (ökonomische, politische, ökologische) zu verschleiern und industriellen Interessen nachzugeben.
Die bedrohung ist z. T. auch Realität. Insbesondere in Zeiten von Aufschaukelungsprozessen, also dann, wenn der sog. Westen sich ungebremmsten Rivalitäten hingibt und die Kompromisbereitschaft beiderseits sinkt.
Das Problem für Deutschland war und ist allerdings seine geografische Lage und zudem seine militärische Stärke. Sprich: wenn der sog. Osten glaubt die gefühlte Bedrohung mit reale realen Intervention zu untermauern, dann nützen auch keine 2% Wehretat. Deutschland bliebe die Pufferzone und schließlich das Bauernopfer. Alle wissen das!
Worum geht es wirklich? Deutschland soll sich aufschwingen zu einer imperialen Macht, die militärisch repräsentiert was sie ökonomisch bleiben will. Die Armee war nie und wird nie eine Verteidigungsdarmee gegen die Achse Russland/China sondern schlicht ein etwas größerer Player bei der militärischen Bereinigung der Konflikte in den rohstoffreichen Regionen.
Mal sehen wie weit die Deutschen bereit sind zu gehen. Die Amerikaner haben jedenfalls keine Lust mehr auf die Syssifusarbeit im Nahen-Osten und anderswo. Sie können es sich offenbar leisten das ihren Verbüdenten zukünftig zu überlassen ohne dabei selbst zu kurz zu kommen.
Die Freiheit des Welthandels erfordert Engagement. Deal Mr. Präsident!