Die European Climate Foundation mit Sitz in Brüssel, Berlin und Den Haag wiederum ist eine Gründung von sieben anderen Stiftungen. Dazu gehört unter anderem die milliardenschwere Stiftung von William Hewlett, dem Mitbegründer von Hewlett-Packard und The Children´s Investment Fund-Foundation von Christopher Cooper-Hohn.

Chris Hohn, wie ihn die Finanzmarkt-Szene nennt, ist an den Finanzmärkten ein mächtiger Akteur. Er verwaltet den Hedgefonds The Children's Investment Fund (TCI). Mit einem geschätzten Anlagevermögen von rund 9,5 Milliarden US-Dollar wettet TCI auf Aktien und beteiligt sich gezielt an Unternehmen, um Einfluss auf die Dividendenpolitik zu nehmen. In einer beispiellosen Kampagne drängte der Brite vor vier Jahren den Chef der Deutschen Börse, Werner Seifert, und Aufsichtsratschef Rolf Breuer aus dem Amt. Hohn war maßgeblich an der Aufspaltung der niederlänischen ABN Amro-Bank beteiligt.

Nutznießer seines Hedgefonds ist vor allem seine Stiftung. Im vergangenen Jahr erhielt sie mehr als 560 Millionen Euro aus den Spekulationserträgen. Genaueres ist nicht zu erfahren. "No Comment", heißt es in der Londoner Zentrale. Zum Engagement der Stiftung gegen die Kohlekraft will sich die Stiftungs-Sprecherin ebenfalls nicht äußern.

Die Klimaallianz ist sich des Zündstoffs durchaus bewusst. Denn schließlich ist gerade bei einem Hedgefonds nicht klar, mit welchen Investments er sein Geld macht. "Natürlich haben wir lang diskutiert, woher wir unser Geld erhalten", sagt Klima-Allianz-Sprecher Michel. "Wir haben die European Climate Foundation geprüft und die Ziele der Stiftungen. Aber wir können nicht auch noch die Finanzquellen der Geldgeber hinter den Stiftungen prüfen."