Amerikas Präsident Barack Obama erhöht den Druck auf die Hypothekenbanken. Er will dafür sorgen, dass diese den Hausbesitzern geringere Raten zugestehen. Die Regierung werde am Montag bekanntgeben, wie dies zu erreichen sei, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Samstag. Zugleich schloss sie weitere staatliche Hilfen nicht aus.

Ein hochrangiger Vertreter des Finanzministeriums warf den Banken eine mangelnde Bereitschaft vor, die Zahlungen der Schuldner auf Dauer zu senken. "Die Banken machen ihre Arbeit nicht gut genug", sagte Ministerialdirektor Michael Barr der New York Times. Die Regierung werde versuchen, Institute öffentlich anzuprangern, die den Schuldnern trotz staatlicher Hilfen nicht entgegen kämen. "Sie bekommen keinen Penny von der Regierung bis sie sich bewegen", sagte er.

Wegen des Kollapses auf dem Immobilienmarkt hat die Regierung ein Programm zur Senkung der Darlehensraten aufgelegt, um die Welle der Zwangsvollstreckungen zu stoppen. Das Konzept sieht eine Testphase vor, bevor die Ratenzahlungen auf Dauer gesenkt werden. Bisher haben sich die Banken aber nur bei einem kleinen Prozentsatz der Darlehen auf eine feste Zusage eingelassen.

"Wir werden nicht ruhen, bevor nicht mehr Teilnehmer des Programms aus der Testphase zu einer dauerhaften Ratensenkung wechselt", sagte auch eine Sprecherin von US-Präsident Barack Obama. Die Regierung sei bereit, das Programm entsprechend anzupassen.

Das Platzen der Immobilienblase in den USA hat die derzeitige Weltwirtschaftskrise ausgelöst. Bürger hatten sich hoch verschuldet, um während der Boomphase zu günstigen Zinsen überteuerte Immobilien zu kaufen. Als die Preise schließlich wieder fielen, verloren die Sicherheiten der Schuldner an Wert – viele Häuser mussten zwangsversteigert werden.